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Der Israelit · 1904-01-28 · Heft 8 (28.1.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 8 (28.1.1904)
Date
1904-01-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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164 bringen. . Man zweifelt aber andererseits nicht, daß, wenn die Einwanderung in die großen Städte so weiter dauern sollte, ein Gesetz gegen die unbehinderte Einwanderung eines Tages dennoch kommen wird. Letzte Nachrichten. <&8fm Mit Bezug auf Ihre Nachricht, die rituelle Zuverlässigkeit des hiesigen Hotel Kauffmann betreffend, muß ick Ihnen mittheileu, daß Sie das Opfer einer Täuschung geworden sind. Das genannte. . Hotel bat seither das Vertrauen der hiesigen und auswärtigen Frommen noch nie besessen. . Haag, 27. Jan. Zur Feier des 80. Geburtstages Josef Israels versammelte sich das intellektuelle Niederland, Maler, Dichter und Staatsmänner, im Saale - Pulchri studio. Der Ministerpräsident Dr. Kuyper überbrachte das Kommandeurkreuz des niederländischen Löwen und hielt eine glanzende Rede. - „Ich, als Ritter des Ordens, beuge mich vor meinem .Kommandeur," sagte er am Schluß seiner Rede. ^Hieraus erschien Israels im Saal, lebenssrisch und mpnter wie immer. Ein Chor Hub an: „Heil Dir, 7 großer Mann des alten Volkes!," worauf der Maler M e s d a g die erste öffentliche Ansprache hielt. Zu Ehren Israels ist eine Medaille geprägt worden; die Kosten dafür wurden durch Beiträge aus der ganzen .Welt ausgehrgcht^., ... Israel stammt von streng-frommen Ettern, ist auch selbst noch Jude mit Leib und Seele. Am Sabbat hat derselbe noch nie in seinem Leben sein Atelier besucki, während er sonst jeden Nachmittag fleißig arbeitet. Briefkasten der LTeÄaction. . M. in S-: Der merkwürdige Ausdruck .Leviten lesen' wird folgendermaßen erklärt: Bischof Chrodegang von M tz,stellt um 760 zur Besserung der verwilderten Geistlichkeit eine LebenSregcl, einen Kanon auf. Dieser Kanon v rpflidfc te sie, sich nach der Morgenandacht vor dem Bischof . oder dessen Stellvertreter zu versammeln; dieser las ihnen rin Kapitel der Bibel, b> sonderaus dem dritten Buche der 'Bibel LeuitieuS genannt, vor, das vornehmlich die -Gesetze für Priester und Leviten enthält, und knüp te daran die nötigen Rüseu und Ermahnungen. So erklären sich denn die üblichen Worte: .Die Leviten lesen, das Kapitel lesen, oher obkapiteln, dm Text lesen.' ' . .I- K 34 m S. bei tz: Äblat üVix war ein persischer Weiser, der in regem Verkehr mit den Gcscheslcbrern Radln Samnel ürrd Lcvr den Sisi stand. (Jeruschalmi. Sabbath 1, -3- Beza' 2. 4.r Bekannt ist auch seine astrologische Wette mit-R..7Camuel., -.. ... , - . G. in A.: . Man unterscheidet, solacudg sechs Äsiyi. KaddesrLim.. '1s .Ganzes ' Kaddisch vdrv ' weil es -ganzgebetet wird.' - 2) ^Letztes Kaddisch V"ip nTOiV*rTOrtfks- -^am 2 SchlüssedrS^ Gottesdienstes verrichtet wird. ' 9> -. .HäldcS.^stvddisch. ober .kurzes Kaddisch "ISD K'Hp/ auch: .unvollständiges Kaddisch *TC?n vmp,m wenn c5 nur in seinen beiden ersten Theilen im Jithgaddal und Jithborach zitirt wird. Waisenkaddisch wN' ttrip," als das Kaddisch für die Waise», daam Schluffe des Olenugebetcs verrichtet wird. 5) „Kaddisch der Gelebrterr Enp," welches man am Schluffe eines Lehrvortrags oder des Tborastudiums vorträgt. 6) .Kaddisch der Erneuerung nmvnsn EP"©,* als das Kaddisch bei den Begräbnissen, auch am Schluffe des Gottesdienstes, im Trauer Hause während der und am 9. Ab. Verschiedene Einsender von PreiSansgaben: In Bezug auf unsere Anfangs Januar vcröff-nNrchte Prersawpabc möchten wir, um JrNdümern vorzubeugen anSdiückl'ch erwähnen, daß nur Citate auS nicht aber aus dem neu n Testament angewandt werden dürfen. O P. in A.: Der Blitzablciier ist in folgender Talmudstclle erwähnt: Tosephta Sabbath Abschnitt 1: .Wer E fen zwischen die Küchlein wegen des Donners oder des Blitzes legt, das ist erlaubt.' Das Eisen sollte die Gefahr des Blitzes von der jungen Brut ablenkcn» man wußte damals schon, daß das Eisen die elektrische Kraft des Blitzean sich zicbt und von Andern abteitet. Deutsches Fleischextraet. Die illustrierte Zeitschrift .Saison'' schreibt: Die Ecfmdnng Liebigs. aus frischem Ae,sch Ertract brrznstellen. bat sich für die südamerikainschen Agrarier, deren Piehderden nach Tausende» und Hundernauscnden zahlen, als eine wadro Goldgrube erwiesen. Denn sie gcsiarlrt ihnen, nun auch das Arisch der Tljiere zu verrvertden. mährend sie früher nur aus Haut und Knochen einige Turas oder Dollars erlösten. das Fleisch oder den Raubthieren der Prairie übertictzem Diesen war es zweifelsohne eine willkommene Beute, mährend cs sich im Natrrrzustande zur menschlichen Nahrung recht wenig eigner; wenigstens wird nieurand. der Prairicvieh-Slersch gekostet har. dehaupren wollen, daß es ein Leckerbissen sei. » enn eS ist zäh und faserig. wenig saftig. Dcinentsprechend muh auch das Ertcact.v-Produkt aussallen. Abgesehen davon aber, daß es sich hier nur um Ertract »us Siicr- und Knhkleisch — huifdeln kann, an Ochscn und Mast ist bei den Riesenherden der Prairie nicht Zu denken — bleiben diese amerlkainschen Fleischertracte immer ein 'Anstand:Produkt, während wir in Teurichland sehr wohl i» drr Lage sind, selbst n-ad zwar aus intäildischem Ochfenfleisch inehrwerthige Flcischertracte zu erzielen und.uns so vom Auslände unabhängig*»» machen, anderseits aber damit auch der deutschen Lon.'wirrhichaft eine» Dienst z»l eriveisen. Bemerkensiverth für die Bestreb:,ngen. uns von dem Flenchertract des Aiislandes unabhängig zu machen, sind nun auch die L iimngen des Metzgerm »sterS E. Morgenlha« in Mainz, der in seiner Fleisch- und Kraft» Ertract-Fabrik »inter dein Namen .Uri-Uri" ein Krast- und Aouilloiicrtract heritcllt. welches vor den amcrikan.sche» Extractc» in mehr als einer Hinsicht den Vorzug verdient. >Uri-Urr" wird aus reinem Lchseirfle.sch ohne jeden sreinden Zusatz hergestrllt. wahrend e«:.em zweitenMorgcnthan'schci» Nährcrrract. dem .>>ri- Ilri-Gold" nach eine aus einem Pslanzeustaff gewvunene Würze beigeimschl in. .klri-Uri" ist ein vollständiger Ersatz für sriichgekochtc Fleischvrühe und dient zugleich zur Verbesserung für «suppe». Sauce» und Gemüse. Mit einem Pmnd .Uri-Uri" kan» inan iou:ri starke Vouillon Herstellen, als man in der Küche aus 40 Pfiind ^chseurleisch durch dreistündiges Kochen besteuialls aeminnt. Das Errcact stellr sich all» billiger» ganz abgesehen von der Zeiterso nnih und der Bequeuilichkeit. .. Uri-Uri-Gold ,st seinerseits ein hervorragendes Rährmirtet für Kranke und Schwache und zeichnet sich durch hohen Wohlgeschmack. nach Professor Mayerhoser. Leiter des chemischen Unter» fnchungsaulles für die Provinz Rheinhessen. aber auch durch seinen hervor rage,.den Gehalt an leichtlösliche:» Enveitz und Phosphaten aus. Mil heilem Wasser ergibt das Präparat sofort eine köstliche Bouillon, aber auch mit kaltem Wasser angerührt, ein sehr erfrischendes Getränk, weshalb cs für Tonriste». auf Reisen n. s. w. vortrejfliche Tienste leistet. Setzt inan cs Luppe»».. Sauce» und Gemmen zu. so erzwlt'man eine bedeutende Steigerung des Rahrwerthss dieser Speisen. Die bcidetr in Rede stehenden Nähr» crlracte haben sich in kurzer Zeit schon ein bedeutendes Absatzgebiet erobert. l»nd wurden sie mehrfach n,rf Fachausstellungen so -»Netzt auch auf der AUgeineine,: Ausstellung für VotLshygiene und Wovtfahrtsennichtmigen ,'n Berlin mir Prellen ausgezeichnet. '' ■’lS Wenn »ncdnüdische. Zeitschriften sich.so günstig überein:so - streng koscheres Product nutzer», un» wieviel mehr ist es Pflicht - des strdischen PnbliknrnS. sich dessen zu bedienen. - 's ■- 'ä - r-- -»«-»?.» ,1 : :-i ‘•i

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