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Der Israelit · 1904-01-25 · Heft 7 (25.1.1904) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 7 (25.1.1904)
Date
1904-01-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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45. Jahrgang. X Ein Kcnlrat-Hrgan für das orthodo.re Begründet Don irr. ITrTjmcnui in Mainz. M G if Zudentyurn. Montag, den - s°r Zrnei Msvlr abonnirt man bei allen Postanstalten für die Monate Februar und Msivz auf den „Isravllt". Dieser Preiö tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-ZeitungS fchaller des Wohnsitzes deS Bestellers oder bei dem bct reffenden Landbriek träger aufgeaeben werden. Die Briefträger sind berechtigt den Abonnements-Betrag in den ersten 25 Tagen deS Monats gegen Quittung in Empfang zu nehmen. Ausland entsprechend höher. Auf Wunsch Erruäsrigmtg a,tf den Abonrrenrerrtsp reis. Die ErpeSttllln -es Israelit." WtltgkWAt im M des 3nkiit|iiiH5. (Fortsetzung.) Wir verhehlen uns keineswegs, daß die Befürchtung sehr nahe liegt, den richtigen Ueberblick und die richtige Erkenntniß bei dieser Zeiteintheilung zu verlieren. Denn wenn auch für den Schöpfer und Lenker aller Geschichte tausend Jahre gleich einem Tage sind, uns kurzlebigen Menschen aber, „mit siebzig, und wenn's hoch kommt, achtzig Jahren," ist ein Jahrtausend denn doch ein Zeitmaß, das gar Vieles, gesonderte Betrachtung unbedingt forderndes, in sich birgt. Nichtsdestoweniger glauben wir gerade bei einer solchen Betrachtung über die Geschichte, wie die vorliegende, das Recht zu haben, größere Zeiträume in ihrer Gesammt- Wirkung zu beobachten. Denn aller Zweifel und alle Klagen über die Nichtigkeit und den so wenig merklichen Fortschritt des Guten in der Geschichte, und die daraus folgende Leugnung Gottes in derselben, rührt 8. Sch-bat 5664. 2 5. Januar 1884. daher, daß der traurige Wanderer auf eine zu kleine Strecke seines Weges sieht. Im Fortgange der Zeiten aber erst liegt der Fortgang des Menschengeschlechts. I. Das erste Jahrtausend der Welts ch ö p f u n g. Ist das Gesagte mehr als Vermuthung, so muß in Psalm 24 — dem ".ns für *tt w — wohl' das endliche Ziel aller geschichtlichen Entwicklung ausgesprochen sein. Denn — n*"nn N2ipnv2 -ntwo spo — dieses einstige Ziel war ja die geistige Veranlassung der ganzen Wclterschaffung. Seinem einzigartigen Inhalte entsprechend beginnt dieser Psalm auch nicht wie die meisten anderen Psalmen mit hoto sondern mit tctö *vr6 und deutet dieses nach Erklärung unserer Weisen s. A. (Midrasch Schochar Tob. z. St.) darauf hin. daß rvn ■p -r*n ttnpn nn rbp rmv p:n noch bevor David die Leier ergriffen, die Gottesbegeisterung auf ihm geruht. Und tvelche Wahrheit ließ sie ihn zuerst aussprechen? .-72 'rem ten rwtei pun Gott ist die Erde und ihre Fülle, die Menschen Welt und ihre- Bewohner. Das ist der grundlegende Gedanke einer jüdischen Geschichtsauffassung. Der G o t t, der in der N a - t u r waltet, waltet auch in der G e s ch i ch t e. Derjenige, der die physische Erde, p* geschaffen, ist auch der Lenker aller Ereignisse in der Menschenwelt bzn. Es ist aber auch die Geschichte des Menschen mit derjenigen der Erde so innig verknüpft, wie die Geschichte des Wurmes mit dem Grabe, das er bewohnt, und sie. die Erde als kosmischer Weltkörper, ist das nicht unwesentlichste Erziehungsmittel zur Erziehung eben der .’) Neben dieser Einheit des Schöpfers 1) Wie *. B. bec Dornu. Distelfluch. Bergl. auch das nnvn p-Ti, tüoburdj b 'S sittliche Verhalten der Menschen blreft mit der Erde als solcher in Verbindung gebracht wird.

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