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Der Israelit · 1904-01-21 · Heft 6 (21.1.1904) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 6 (21.1.1904)
Date
1904-01-21
Page
– (sequence 20)
Language
German
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den durch das Hinscheiden deS iv'o cm entschwundenen Glanz Preßburgs wieder zurück zu gewinnen, dies ist in der ganzen orthodoxen jüdischen Welt allbekannt. Doch unbeschadet dessen ist aus den'oben zitirten Worten R. Mosche Bettelheim's die wahrhafte Frömmigkeit und Selbstverleugnung, wo es sich um das Wohl seiner Gemeinde und der Erhaltung unserer Väterreligion handelte, für Jeden ersichtlich. Am 10. Adar 6608 wurde R. Wolf Pappenheim von seiner irdischen gesegneten Laufbahn abberufen, tief betrauert von seiner ganzen Gemeinde, in welcher ihm ein ewiges, gesegnetes Andenken bewahrt wird. Er hinterlietz vier Söhne und vier Töchter, die alle in seinen Fußtapfen wandelten. Der älteste Sohn war R. Chajim Hirsch Pappenheim, und der Zweitälteste Sohn R. Calman Pappenheim s. A. Beide spielten eine bedeutende Rolle als dnpn '»»"» in Preßburg und zählten zu den hervorragendsten jüdischen Männern Preßburgs, deren einflußreiche Takifim und Stadlonim sie gewesen. Deren Biographie werden wir in spätern Kapiteln veröffentlichen. Doch auch seine beiden jüngeren Söhne, Samuel Pappenheim und Sigmund Pappenheim r: waren hochangesehene, fromme, um ihre Glaubensgenossen verdiente Männer, die dem Nomen ihres Vaters s. A. alle Ehre machten. Samuel Pappenheim, der sich durch seine Frömmigkeit, und einer ungeachtet seines Reichthums, großen Bescheidenheit auszeichnete, war viele Jahre Präses im Vorstände der Preßburger jüdischen Gemeinde, für deren Wohl er eifrig wirkte, und deren Ehre, sowie Wohlthatigkeits-Anstalten er nach Kräften förderte, und Sigmund Pappenheim, ein Schwiegersohn von R. Meier Goldschmidt in Frankfurt a. M., welcher in noch jungen Jahren fein Domizil in Wien aufgefchlägen, war einer der Gründer der »Schiffschul" in Wien, deren langjähriger Vorsteher er gewesen, und deren Administration er anderthalb Dezennien musterhaft geleitet. Seine musterhafte Verwaltung hatte den Grund dazu gelegt, daß die »Schiffschul" heute in Wien zu einem großen Gemeinwesen herangewachsen, welches die Stelle einer orthodoxen Kehillo in Wien vertritt, und die für ihren Kreis alle zu einer solchen nothwendigen Institutionen erhält, und im reichen Maße für die Förderung von n*ö2i imns mm Sorge trägt. So bewährten sich denn bei R. Wolf Pappenheim die Midraschworte cm» irstcm nmrt d'j:A to roaxn o*» '» D'jpn rnvv amn raxS mrs „Die Vater sind die Krone der Kinder/ wie es heißt, »der Schmuck der Kinder sind ihre Väter, die Kinder sind das Diadem der Eltern/ denn so heißt es: »der Schmuck der Alten sind ihre Kindes-Kinder!" (Fortsetzung folgt.) Nach Maimonides zu dessen 700ZährrgemITodestage!(geb. 1l35, gest. 1204). ie Klufenkriler Lev UIavmhevMßeil Acht Stufen hat sie, diese goldne Leiter. Es steigt darauf von Grad zu Grad empor Der Edelmuth, womit ein Geber gibt. Ein Helfer hilft, bis zu der höchsten Höhe, Wo sich kein Makel mehr, kein Mangel zeigt. Erste Stufe. Die erste, die geringste dieser Stufen Ist, wenn gegeben wird, allein nicht gerne. Es gibt die Hand hier, aber nicht das Herz, Und keinen innern Werth Hat dieses allzu äußere Geben noch. Zweite Stufe. Die zweite Stuf' ist diese: wenn man gibt. Und auch nicht ungern, aber nicht genug. Nicht dem Bedarf gemäß; Da ist die Gabe mangelhaft, die karge. Dritte Stufe. Es folgt die dritte Stufe. Du befindest Auf solcher dich, wofern du gerne gibst Und auch genug; allein nicht ungebeten. Wenn erst die Bitte dich, die klägliche. Des Dürftigen beweget; wenn die Spende Nicht ganz von selber deiner Hand entfließt. Klebt deiner Güte, sei sie Auch noch so groß, gleichwohl ein Makel an. Vierte Stufe. Die vierte Stufe, die noch rühmlichere. Doch ebenfalls noch nicht vollkommene. Ist, wenn man ungemahnt und ungebeten Wohlthaten übt. doch in die Hand des Armen Die Gabe legt. Denn in so offener Unmittelbarer Weise hinzunehmen. Beschämet und demüthiget zu sehr.

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