Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 4 (14.1.1904)
- Date
- 1904-01-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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45, Jahrgang. M 4. $s Is«M Ela Kentrat-Hrgan für das orthodore IudenLßum Begründet van Dr. IT(T;mann in SUitr|, Donnerstag, den 26. Thebet 5664. 14. Januar 1904 Arrstyrmlß Nv. Naphkali WvsH T2T. Nun List Du fort, ja fort in weiter Ferne. Und ach, umsonst Dich sucht mein Thranenblick. Nur einmal noch wir sah ich Dich so gerne, O Du mein hohes. Du mein hohes Glück. Zum Himmel auf ich feh, wo steh'n die Sterne: Ach. gebt mir ihn. ach, gebt mir ihn zurück — Doch all* mein heißes Flehen ist vergebens. Denn unabwendbar ist das Loos des Lebens. Ja, unabwendbar! Wenn muh wild sich bäumet Des Menschen Herz m namenloser Qual. ' Wenn auch sein müdes Auge stch umsäumet Mit Thränentropfen. ach, so reich an Zahl —- Sein Glück vergeht, als hatt's ihm nur geträumt, Und ewig bleibt ihm nur die einz'ge Wahl: Will er des Schicksals Willen sich nicht fügen. So muß er kämpfend dem Geschick erliegen. Doch nein, ich murr* nicht, daß Du uns verlassen. Es war nicht Dein, es war ja Gottes Will' — Doch ach, mein Herz, es lann's ja noch nicht fassen — Sei still, mein Herz, o Herze mein, sei still! Mußt Dich auf Gottes ew'ge Gnad' verlassen — — Murr' nicht, mein Herz, doch Thranenstrom, du quill! Quill auf die Wunde, die ich brennend fühle Hier in der Brust und bring' ihr linde Kühle. Denn danklos nimmer wollen wir vergessen. Was Gottes Gnade uns ja hat gewahrt: Es sind ja wir, wir sind's, die dich besessen, - Du wärest unser, uns hast Du gehört. Wer kann das Maß des Hyhen, Schonen messen. Das Du in reichster Fülle uns bescheret: Hab' Dank dafür, was uns Du durstest schenken — Wir werden ewig, ewig Dein gedenken. --