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Der Israelit · 1904-01-07 · Heft 2 (7.1.1904) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 2 (7.1.1904)
Date
1904-01-07
Page
– (sequence 12)
Language
German
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‘iS landesgerichtsrath Adolf Lippmann in Fürth, den Titel eines Justizrathes: die Rechtsanwälte Max Bernstein. Dr. H. Franlenberger, Dr. Otto Wassermann, Julius Faust, Dr. Isidor Harburger, Dr. Moritz Obermayer, sämmtlich in München, David Frenkel in Kaiserslautern. Dr. Joseph Werner in Bamberg: den Titel und Rang eines kgl. Hofrathes: der prakt. Badearzt Dr. Sigismund Goldschmidt in Reichenhall; den Titel eines Kommerzienraths: der Fabrikant Wassermann in München, die Großhändler Jul. Freundlich und Jakob Reinemann in München, Karl Kronacher in Bamberg, Joseph Hopf in Nürnberg: den Titel eines Oberlehrers: Salomon Kahn in Neuenmarkt i. O. Diese Dekorationen gereichen dem hohen, gerechten, greisen Landesfürsten zum Ruhme und dem Gesammtjudenthume zur Ehre. Ungarn. Pest. (Sabbatruhe der israelitischen Kleintrafikanten.) Bis vor Kurzem war es den Tabak-Kleinverschleißern mosaischen Bekenntnisses gestattet, ihr Verkaufslokal am Samstag und an den israelitischen Feiertagen zu sperren, wenn sie vorgesorgt hatten, daß in einem besonderen Lokale desselben Hauses Tabakfabrikate, resp. Stempel feilgeboten wurden. Durch diese Verfügung waren sowohl das Interesse des Finanzärars, als auch die religiösen Gefühle der Verschleißorgane gewahrt. In jüngster Zeit wurde jedoch diese seit der Einführung des Tabakmonöpols in Ungarn bestandene Bestimmung der Tabakmonovols-Vorschrift dahin abgeändert, daß die Kleintrafikanten, ohne Rücksicht auf ihre religiöse Ueberzeugung am Samstag ihren Verkaufsladen offen halten müssen. Diese Verfügung rief in den Reihen der konservativen jüdischen Tabakverschleißer große Bestürzung hervor. Es wurden Landeskonferenzen gehalten, in welchen beschlossen wurde, bei der Regierung die Zurückziehung, resp. Modifizirung der neueren Verordnung zu erbitten. — Die in dieser Angelegenheit entsendete Deputation sprach dieser Tage unter Führung des Verboer Oberrabbiners Alexander Reich beim Finanzminister Ladislaus Lukacs vor. Der Finanzminister empfing die Deputation aufs freundlichste und erklärte, daß er, falls die Interessen des Aerars durch die Zurückziehung der Verordnung keinen Abbruch erleiden, a.r derselben nicht festhalten werde. Ferner erklärte Finanzminister Lukacs, er werde eine Enquete einberufen, in welcher sowohl die Interessen des Fiskus, als auch die Wünsche der Trafikanten mosaischen Bekenntnisses einer eingehenden Berathung unterzogen werden sollen. Diese Enquete hatte dieser Tage unter dem Vorsitze des Staatssekretärs Bcla Sraenzenstein stattgefunden. Zugegen waren Oberrabbiner Alexander Reich und zahlreiche Vertreter der Kleintrafikanten. Nach längerer Debatte schloß Staatssekretär Graenzenstein die Konferenz mit der Erklärung, Finanzminister Lukacs werde nun das Vorgebrachte eingehend erwägen. Der Staatssekretär versprach, die Sache der Trafikanten auf's Wärmste zu unterstützen. Rußland. Petersburg, 3. Jan. Der Ruff. Telegr.-Agentur wird aus Urmia (Persien) telegraphirt: Die persische Bevölkerung plante eine Judenhetze, aber in Folge des energischen Einschreitens des russischen VicekonsulS wurde ein Unglück verhütet. Die Rädelsführer wurden verhaftet. vermischtes. Wien. Sr. Majestät der Kaiser hat den LandcSgerichtsrath Robert Epstein in Brünn zum Oberlandesgerichtsrath ernannt. Briefkasten der Kedaction. S. in St.: Nach diesem Snücm arbeiten wir nicht, da müssen Sie sich wieder an das Hamburger Blatt wenden. H. in A.: Peter Bär war im rsten Drittel des vorigen Jahrhunderts Religionslehrer in Halbcrstadt. Von ihm stammt ein berühmt gewordener Ausspruch. Als seine Schüler den Vers mtp D\n np’jn crrojo No 'v, wie folgt übersetzten: Wer hat Awrohom gesagt, daß Sore werd sagen Kinder, entrüstete sich der Wackere und fuhr seine Schüler wie folgt an: Wenn Ihr könnt, statt säugen, sagen sagen, dann könnt Ihr auch wohl statt sogen, sagen sagen. I. in Berlin: Das von Tr. Münz veröffentlichte Gutachten Andreas OsianderS gegen beu Rituolmord hat Direktor Dr. Stern, Berlin neu entdeckt. A. in PariS: Doch'. Alle unsere Mittheilungen in Bezug auf dre russischen Juden beruhen auf genauester und zuverlässigster Information und es ist auch leider richtig, daß ein großer Theil derselben aus fanatischen Sozialisten besteht. Dr. H. in T.: Lassen Sie doch den armen Hammurabbi wieder einschlafen, sonst wachsen Ihnen noch die Toncylinder zum Hals heraus! Bernhard G. in München: 1) Midrasch Tehilim von Buber. 2) Zu diesem Zwecke empfehlen wir Ihnen, die soeben erschienene Prachtausgabe des „Onkel Jonas" mit herrlichen BUdern hochfein ausgestattet. Preis Mk. 12. Berlin, Cronbach. L. in N.: Diese Erzählung finden Sie im 18. Jahrgang deS „Israelit." H. in B.: O. nein, in Baden gährt es noch gewaltig. I. in B.: Aus den Fingern gesogen. H. in M.r Besten Dank. Abdruck in nächster Nummer. I. in Pose«: Wir haben vor einigen Jahren einmal Angaben über die Buchstabenzahl des gebracht. Soviel wir uns erinnern, stammten diese aus der Feder unseres Mitarbeiters Rabb. Landau *"3, Raschkow. Briefkasten der Expedition. M. B. in Steinach: M. 4.64 dankend empfangen.

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