Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 2 (7.1.1904)
- Date
- 1904-01-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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45. Jahrgang. .üb.üf) *onn .*:> »fci? 81 jjg s :u.' ,n:r;vr..:; ' 77 7 L".-2' u: , 17!V 2^31* ■ 9 'I ' r-< :- 7r;;:- .:-\i 7 i r- •; .r a i-:-o 71 - Aentrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenlssum. Hirn;, -.-l-i.■; jr;:; fj fi i' n5'*:;-i;.Vi Begründet von i^ Id». Dehrnsnn in Dtstnrt', - i w-' '5 ’;^n- Donnerstag, den 19. Thebet 5664. 7. Januar 1904. WM Tr. Wtllli M b“2t. ■ ZVovle, gesprochen an dessen Bahre, am Freitag'pz von Rabbiner Dr. Salomon »rvnsr—Frankfurt a. M. (Nach sttus-ra»h»scher Auf,»ich»««-.) . . . ivo '"vrr jri*7 prbff *re; Naphtali ist ein ufylei#£.r Hot^e. der l^öne Reden fcrJnr'TingL ^r.s; rrhv nb'x — "robv dies belehrt uns. so erklären die Weisen v'vo20 ran pan rwj6 *Ka p ^e: .mw daß Naphtali mit der Schnelligkeit eines Rehs den Willen seines himmlischen Vaters ausführte. ,ivo ->-2K swn rran na*i £x das simd.die Thoraworte, die die Grundlage seiner Reden bildeten, oder, wie 5)nkelos erläutert: pnHs panam pro jvr p*o vnzyo 'nn rrwcnxi in seinem Gebiete reifen Früchte zum Lobe und zur Verherrlichung Gottes! . Diese herrlichen Lobesworte, die einst unser Etammv.ater Jakob seinem Sohne Naphtali gewidmet, können wir in ihrer ganzen gedankenvollen Ausdehnung. in der ganzen Tiefe ihrer Bedeutsamkeit auf unseren Heimgegangenen Herrn Justizrath Dr. Naphtali Hirsch, dessen irdische Hülle diese Bahre birgt, anwendend v'»2 p ^pbj rmp nvbo .nnbo rr*x CW2BM’2H pan rwvb Auch er war ein rehgleicher Bote im Dienste Gottes, dessen Willen im Willen Gottes aufging, der stets und immer bereit war. mit der Raschheit und Schnelligkeit eines Rehes den Willen seines himmlischen Vaters auszuführen, ny? ibx , *^ex {run rmn dessen herrlichen Geisteserzeugniffc im Boden der Thora' wurzelten, -pro jrn p'v mayo vm .Tjucnw pn^SpaTam der in seiner beruflichen Wirksamkeit als Rechtsanwalt solche Früchte gezeitigt, die die lauteste Verherrlichung.Gottes verkündeten.! / .'V; Der theure Verblichene. hat durch, sein reiches, gründliches Thorawissen, gepaart mit einer umfassenden profanen Gelehrsamkeit, mit der Helle, seines Geistes, und Schärfe seines Verstandes, durch die innige, glühende Begeisterung, seiner Gottesfurcht,, durch die Menschenfreundlichkeit, seines . Wirkens, durch die Biederkeit seiner Gesinnung. und Lauterkeit seines Ctrebens, durch seine geradezu kindliche Unschuld und Reinheit sich solch unvergänglich hohe Verdienste erworben. daß wir alle den allgemeinen, herben,, ja..unersetzlichen Verlust auf's. Tiefste empfinden, den wir durch seinen Tod erlitten haben. Ist aber der Verlust -ines solchen theueren -dien Mannes, unter allen Umständen ein tief bedauerlicher, schmerzlicher, wie allgemein zu fühlen muss nicht der Schmerz sein, wenn wir aus einen solchen Verlust nicht im entferntesten vorbereitet waren, wenn wir dem Heimgegangenen, noch ein langes, langes Hiersein zugedacht hatten.-r-—’ ad), meine trauernden Brüder, wenn ein solcher Mann, der noch lange, lange hätte leben und so viel Heilsames, Ersprießliches für »eine Familie, für seine Gemeinde, für das Gesammijudenthum hatte leisten können, mit einem Male inne hält und dem Schauplatze seiner gottbegnadeten Wirksamkeit entrückt wird, da füllt namenloses Weh unsere Brust, und unser Schmerz findet dann nur Thränen, TKränen und keine Worte mehr.; Ach, wer vermöchte in der Kürze des Wortes ein so wahrhaft reiches, jüdisches Leben zu umspännen, wer vermochte zu schildern, was Justizrath Dr. Naphtali Hirsch das Judenthum, was er dem Judenthüm gewesen! . . Eine Propheten stelle läßt uns einigermaßen erkennen^ was wir an ihm besessen, was wir an ihm verlören:. im ck o /]co cnn "i nm aiv no sn» w Tib» C9 ra!>yxcrt -cn rantf .ccpe (Sr hat es dir verkündet. Mensch, was das Gute ist, und was Gott von dir fördert: Nur das Rechte zu üben, die Liebe zur werkthätigen .Menschenliebe und', im ' st i l l verborge n e n Wandet' mit' deinem Gotte' -zu sein. y^K V. r>ad vzcv -rcn'nahxi' cbe?o bithf [ Diese drei Momente bildeten die drei Haüptzüge in dem göttge-