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Der Israelit · 1903-03-12 · Heft 20 (12.3.1903) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 20 (12.3.1903)
Date
1903-03-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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41. Jahrgang. Jg 20. Ein Aenlrat-Hrgan für das ortßodoXe Zudenthum. Begründet von Br. D^hmsnrr in Mstrrr. Donnerstag, den 13. Sldar 5 663 12. Mär; 196s. Sus der Feder des bekannten Bade Arztes in Bad Kissingerr, des Herrn Br. Ph. ItLiLNL «Nürnberg), dessen vor einigen Jahren in diesen Blättern erschienene Arbeit ..Die Ernährung des gesunden und kranken Magens, mit besonderer Berücksichtigung der jüd. Speisegesche", allenthalben so berechtigtes Aussehen hervorrief, erscheint demnächst im „Israelit" eine neue Arbeit von hohem, actuellem Interesse. Die Arbeit behandelt das Kapitel her ki'i»Weir Nä'hchrharatt link! den» rituelle UliissiM. Sie ist klar und lichtvoll gehalten und wird bei der Bedeutung der Nährpräparate in der modernen Heilkunde unseren Lesern willkommen sein. Wedaction des „Israelit". Das Blich Lsthev im Lichte öes Talmud und Midrasch Ein Vortrag von Rabb. Verweser Nischkowskh, Wongrowitz. (Schluß.) Aber eine andere Frage drängt sich uns hier auf, die nicht unerörtert bleiben darf, wollten wir nicht auf halbem Wege stehen bleiben: Hätte das.Geschick Israels nicht einfach dadurch eine glückliche Wendung nehmen können, indem der König auf Esther's eindringliche Bitte hin, schon ihr zu Liebe, die Mordbefehle zurücknimmt? Mordechai und Esther selbst mögen ja auch nur auf einen solchen einfachen Gang der Dinge gerechnet haben; wozu daher diese Umwege von -pen r,:v rm: x*nn n'rbz u. s. w.? Ja. noch inehc; die Halacha scheint aus diese Stelle sogar das Hauptgewicht zu legen, indem R. Simeon ben Jochi die Ansicht vertritt, erst von dieser Stelle ab mit dem Lesen der Megilla zu beginnen! — Nun denn! — Am Anfänge unserer Ausführungen haben wir hervorgehoben, daß nach Auffassung unserer Weisen in der ganzen Purimgeschichie, wie sie sich t hat sächlich abgespielt, das Walten der göttlichen Fürsorge unverkennbar ist. Wäre aber die Rettung auf eine einfache Weise erfolgt, wir hätten sie dann nur als einen natürlichen Vorgang angesehen, selbst die gnädige Aufnahme, die Esther gefunden, trotzdem sie ungerufen erschienen, der zufällig guten Laune des unbeständigen Königs zugeschrieben. Daher geschieht etwas Ungewöhnliches, Unerwartetes! „In dieser Nacht floh der Schlaf des Köngs." cb'V bw obe n:v jrn: sm nb'bn ,,Jn dieser Nacht wich der Schlaf des Königs der W e l t." Die wachende Fürsorge des Weltenkönigs, das ist doch sicherlich der Sinn dieser Talmudstelle — wie sie sich in jener Nacht manifestirte, legt Zeugniß ab von der Wahrheit des Psalmistenwortes: „Siehe, es schlummert nicht und schläft nicht der Hüter Israels!" Zu einer Zeit, wo alle Welt der nächtlichen Ruhe pflegt und alle Thätigkeit einstellt, greift Gott in das Geschick Seines Volkes ein, indem Er den König keinen Schlaf finden läßt. War doch ft.'^G-esundheitszustand sonst ein ganz ungestörter, hat er doch Tags zuvor beim Gastmahl der Königin tüchtig dem Weine zugesprochen, der doch sonst ein gutes Schlafmittel zu sein pflegt,

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