Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 18 (5.3.1903)
- Date
- 1903-03-05
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2449890-2449908--57776-2520523- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
44. Jahrgang. jtt 18 bc$ 9?( ii Literarische Ztmschau. Commentarc zu den Psalmen, von Rabbiner Tobias Fischer s. A.— Herausgegeben von dessen Neffen, Rabbiner Tob. Fischer in Sarvar. (Ung.) — Erster Theil, Patsch 5663, 8". Y1U und 136. S. Die jüdische gelehrte Welt, insbesondere jener Theil, der sich mit exegetischen Studien befaßt, wird dem Herausgeber der Doppelkommentare .1210 TspSi und .i'2D niw?o zu den Psalmen, Dank wissen für die Veröffentlichung dieser herrlichen Schrift. Unendlich viel zum richtigen Verständniß des Zusammenhangs der einzelnen Worte, der Wörter, des Sinnes, wird uns hier geboten. Die geographischen und geschichtlichen Begriffe, die in den Psalmen angedeutet sind, werden erläutert und unserem Verständniß näher gebracht. Was uns aber vor allem anmuthet, ist die herrliche Sprache, die klare, übersichtliche Darstellung, die nichts weiter will und beabsichtigt, als uns die Psalmen auszulegen; nicht etwa, wie uns dies so viel begegnet, daß der Commentar etwas in den Text hineinlegt, das darin gar nicht enthalten ist. Begreiflicherweise werden die älteren Commentatoren des Oeftern herangezogen, aber nicht etwa, uni gegen diese zu polemisiren, sondern im Gegentheil, sie zu rechtfertigen, und Angriffe gegen sie zurückzuweisen. Wir können das Werk zur Anschaffung bestens empfehlen, umsomehr, als hierdurch gleichzeitig eine Mizwa geübt wird, dem ehrw. Herrn Herausgeber, der in sehr bescheidenen Verhältnissen lebt, Gelegenheit geboten wird, die weiteren Theile zu veröffentlichen. Würz bürg, 2. März. Dr. M. L. Bamberger. px: Dl rcn x'cen '>o ''z-z x p'rn ^mn rbty c-snn r.'zb cnno azm r.’.ibi wybpybä n‘'!!2 ♦STBS? C7H2X Verlag: Abraham Spira, Buchhandlung, Varanno (Ungarn). Preis 65 Kreuzer. Rabbi Elieser Fleckeles, der große Schüler des großen Meisters Rabbi Jecheskel Landau, ist in der jüdisch-litterarischen Welt in erster Reihe durch seine unter dem Titel r,zr,xz az'sr. erschienene rszizr, bekannt. Sein groß angelegtes homiletisches Werk nb:s B>-nrs das, eingetheilt nach den zwölf Monaten des Jahres, in zwölf Theile zerfällt, ist im Buchhandel fast gänzlich vergriffen und dadurch heute weniger bekannt. und auch nur von Wenigen nach Gebühr gewürdigt. Es ist deßhalb ein verdienstliches Unternehmen, dieses herrliche Werk durch eine Neu-Auflage allgemein zugänglich zu machen. Die Vorträge wenden sich nicht an gelehrte Kreise, sondern an die große Masse und geißeln deren Verkehrtheiten und Schwächen, ohne Eigenarten und Besonderheiten mit einer glücklichen Mischung von seltener Gottesfurcht und heiterem Humor, der sich oft zur Jdealstaates entgegen, wie er sich unter dem Regime des Werk einen originellen Zug, der auch den Leser dieser nrtm anspricht und ihn ahnen läßt, von welch' mächtigem Eindruck erst das gesprochene Wort auf den Hörer gewesen sein muß. Die neue, von Herrn Spira besorgte Ausgabe, ist viel handlicher, als die Originalausgabe. Der billige Preis und die entsprechende Ausstattung '/assen auf einen reichen Absatz des Buches hoffen, was schon deßhalb zu wünschen ist, damit der Herausgeber ermuthigt wird, recht bald die Fortsetzung und Fertigstellung des hochinteressanten Werkes folgen zu lassen. .VTOCÖ D:sa 712^.12 27.1'Xa WB XCT ICD rrn pa pnsfpio ’xn 2*1 71212 mfvRwn ia*x .112x2 apa^NKD pxitan ,wuAik pbpi Tax Ti'.ibst 2^ 'nx Zu beziehen durch die Wittwe des Verfassers: Frau Rabbiner I. Myszkowska in Lomza (Nuss. Polen). Der Verfasser dieses posthumen Werkes zählte unter die ersten zeitgenössischen Koryphäen der jüdischen Gesetzeskunde. Wie weit sein Ruf gedrungen ist, ersieht man an den aus weitester Ferne an den Verfasser gerichteten r^x» u. a. auch aus Paris. Die w2iem zeichnen sich nicht nur durch tiefen Scharfsinn und große Belesenheit des Verfassers, sondern auch durch die präzise, bündige Klarheit aus, mit welcher dieselben ihren Gegenstand behandeln. Unter diesen Gegenständen befinden sich hochwichtige Themata von akutem Interesse. Von besonderer Bedeutsamkeit erscheint uns die Abhandlung über die religiöse Zugehörigkeit von Findlingen, eine Frage, die wir uns nicht erinnern, in dieser Ausführlichkeit und Klarheit anderwärts behandelt gefunden zu haben. Eine Anzahl jwm welche den flu*pj) beigegeben sind, zeigen uns den Verfasser auch in seiner Meisterschaft bei Beherrschung des großen Gebiets der Agada. Von besonderem Interesse sind die biographischen Notizen aus dem bewegten Leben des Verfassers, die dem Werke beigegeben sind. Sie zeigen uns alle Charaktertugenden eines Führers angesehener Gemeinden in so schöner Harmonie vereinigt, daß man nicht weiß, ob man mehr den tiefgründigen Geist anstaunen