Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 15-16 (26.2.1903)
- Date
- 1903-02-26
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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serer Feder in der Darstellung dieses traurigen Bor-, falles entschlüpfte, feierlich zurückzuziehen. Wir hegen volle Achtung für die Frömmigkeit und Gelehrsamkeit dieses ehrwürdigen Mannes und wünschen von Herzen, daß sich an ihm bewahrheite das alte Wort: nnrr xd sx b2 Nun ist es an dem Vorstand, das Werk des Friedens mit allen Mitteln zu fördern. Die leitenden Männer der Gemeinde, die ja sonst crtwi sollen in jedem Falle des Spruches eingedenk sein: „Die sich beleidigen lassen, ohne wieder zu beleidigen, die ihre Beschämungen hören, ohne sie zu erwiedern, alles aus Liebe thun und mit den Schmerzen sich freuen, sind Freunde Gottes, so wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht." Fern war uns auch diesen Männern gegenüber eine persönliche Verletzung, und wir stehen nicht an, nunmehr, da wir im Zeichen des Friedens stehen, jeden in dieser Angelegenheit gebrauchten Ausdruck zu widerrufen. e*-te cy« j2L" ew -.223? 'N! - orow. - jeitUrrgsrraHrtHrcn uni» ILsrresporrverrze«. * Deutschland. Gnescn, 24. Febr. Die Repräsentanten der hiesigen jüdischen Gemeinde haben beschlossen, sämmtlichen Mitgliedern der Gemeinde die Grabstätten unentgeltlich herzugeben; auch ist eine Ehrenweihe für Personen bestimmt, welche sich um die Gemeinde besonders verdient gemacht haben. . Berlin, 23. Febr. Aus der Schreibstube des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes erhalten wir das nachstehende Rundschreiben, das an sämmtliche Rabbiner-Gemeinden Deutschlands verschickt wurde. Löbl. Vorstand! Von einer größeren jüdischen Gemeinde. Deutschlands ist uns die Frage nahe gelegt worden, wie sich die löblichen Gemeindebehörden, bezüglich die ehrwürdigen -Rabbinate zu der Angelegenheit der Feuerbestattung stellen?; Der Gegenstand ist von so großer prinzipieller Wichtigkeit, und auch thatsächlich mehren die Fälle der Feuerbestattung sich derart, daß eine grundsätzliche Entscheidung üch als wünschenswerth, ja als nothwcndig herausstellt. Wir gestatten uns deßhalb einen löblichen Vorstand zu bitten,' er möge uns baldmöglichst über seine, bezw. des dortigen Rabbinats Stellung zu der Frage der Feuerbestattung Auskunft, ertheilen. Lassen Sie eine religiöse Feier bei der Feuerbestattung zu? - Findet die religiöse Feier vor, oder nach der Verbrennung der Leiche statt? Wie und in welcher Form findet Beisetzung der Urne auf Ihrem Friedhofe statt? Wir werden das Ergebnis unserer Rundfrage veröffentlichen und damit hoffentlich zur Klärung der bedeutsamen Angelegenheit einen wichtigen Beitrag zu liefern im Stande sein. Hochachtungsvoll Der Ausschuß des Deutsch-Israelit. Gemeindebundes: Prof. Dr. M. Philippson, geschästsführender Vorsitzender. (Anmerkung der Redaktion. Wie wir erfahren, wird der Deutsch-Israelit. Gemeindebund demnächst eine weitere Rundfrage an die jüdischen Gemeinden Deutschlands richten und zwar folgenden Inhalts: 1. Wieviel Mitglieder Ihrer Gemeinde essen trepha? 2. Waschen sich diejenigen, die trepha essen, vorher die Hände und benschen sie nach dem Essen? 3. Werden die Schweine, deren Fleisch auf den Tisch der Trepha-Esser kommt, vorher geschachtet und von welchem Rabbiner hat der betreffende Schachet Autorisation? Auch dieser Gegenstand ist von so großer prinzipieller Wichtigkeit, und auch thatsächlich haben sich die Fälle der Trephos-Esserei derart vermehrt, daß eine grundsätzliche Entscheidung sich als wünschenswerth, ja als nothwendig herausstellt.) Amerika. Ncwyork, im Febr. (Das Judenthum in A m e r i k a.) In dem hier entbrannten Kamvf um den Zwang der Sonntagsheiligung durch die Israeliten ordnete der Oberbürgermeister an. daß alle orthodoxen Juden, welche den Sabbat heiligen, die Vorschriften für die Beobachtung und Heilighaltung des christlichen Sonntags nicht zu beobachten brauchen und ihre Geschäfte schließen oder öffnen können, wie sie wollen. DerObcrpolizeimeister von Rewyork, General Greene, versetzte den Polizeikommissar im östlichen Stadtthei! von Rewyork, wo die meisten Juden 'wohnen, zur Strafe, weil derselbe die Sonn^tagsheiligung durch die Juden erzwungen hatte. , vermischtes. Snlzbürg, Obcrpfalz. Ein Werk schönster, gemeinnützigster Denkungsart bekundete Herr Jsak Burger. Kultusvorstand dahier und dessen Gemahlin, indem dieselben anläßlich der am $ p"E* stattfindenden itso ihres Sohnes für die h csige Synagoge ein vrachtvalles rar© stifteten, dessen Stickerei als ein Kunstwerk bezeichnet werden muß. und gereicht diese kostbare ro"U sowohl den Spendern wie den Empfängern zu großer Ehre, so daß beide T beite anläßlich der bevorstehenden Feier in den Jubelruf eiustimmcrr können: 7D\n 'n TWy QTO nT n nroMu . Filehne, 23. Februar. Am 6. März dieses Jahres feiert der Lehrer Putschinskr in Filehne mit seiner Gemablin das Fest der silbernen Hochzeit. Die Fortsetzung der Erzählung „Binjamin" folgt in nächster Rümmer.