Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 8 (29.1.1903)
- Date
- 1903-01-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2446951-2449890-2449899--57535-2520250- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
f UV; '• , *; Begründet von;-t; - - 1 - ‘D*. 'Tetz«rÄ«HL' 1. ScheSat 5TS3 D-««eeyas, V«« «s. »88»; Fürsten zittertet.. Den's umflatterte! von lieblichen,^ %u Iwi I3te&-. - . abonnlrt man Lei allen Postanstalten für die Monate . :2?©^ffmos,'.^mä E2S®s' cttf' dm „LK^QSZZL". Diess VreiS tritt abrr nur ein .- bet. Abonnements, ws!Hs - rechtzeitig am. yost-ZcttrmgS- ' fchalter des WohnsiLsS deS LsstellerS oderbst d2A bri. treffenden LaNdbrieMsLZer cmfgeasbM issfcsa. CJ3 Die. -Briefträger sind berechtigt den AbonnementS-VLttag in den erste» 25 Tagen d-Z MoyätS gegen Quittung in Empfang' zmushmsr.'. ÄuSlssd. ' . ' . Pfe e^jeMtloä öes . JstoeUt.” ■ : MelU W m WMs : Von Max Speier—Frankfurt am Main. .'pwbo H22m •mml Brausend und erschütternd hallte es durch den Saal. -Da stand ein Greis.-Schimmernde Milde in den Augen. Ein Glanz aus anderer, Welt in den Zügen. Unter der hohen Stirne arbeitend Gedanken der n*m npnp. Heber ihr ein Diadem, das da funkelte in schwarzer Pracht. Die demüthig gebeugte ’ Gestalt gehüllt in einen weißseidenen Königsmantel. Davon herniederhangend Fäden, Insignien der Königs- . würde. Sicherlich ein König! Ein König alten Adels! Ja fürwahr ein König! Der, wollte er nur, sich die halbe Welt unterthan machen konnte mit dem Winke seiner Hand. Um den das Gold in Barren glühte. Vor dem . *) 5. Schewat. Die Thatsache, daß Freiherr W. C. von Rothschlld Bel feinem täglichen Mnjan stets mit besonderer Bewegung in ' die Worte »Whoauscher wbakowaud miloonecho" ausrief, ist Keiml.. puntt der SkiUe. ... ...... ... D.B.. lockenden Schmeicheleien.. ..Auf. dessen- Wort die Ar- , muth sonnig .aufsprotzte aus ihrem verkommensten- Winkel. Dem alle Freuden, alle Ehren,, alle Genüsse auf Erden erreichbar waren. - Und der dennoch, dennoch, voll gewaltiger .Hingebung' ausriefr >1:227« . IZv^rr!" „Ich Lin nichts, nichts! Ich bin - Thon, Lehm, Staub, Asche.' Ich Lin hinfällig, vergänglich»^ Dein ist die Macht! Dein ist das Ansehen! Mit Liebe, geschaffenes Gebilde Deiner .Mnd, zittere ich vor Dir. Danke Dir für alles, was. D u mir gabst. Und flehe Dich LebendetzHerzens an:Lassemich deniDVi, die.Mrsuchüngldss ReichttzümS,' überwinden!- Lasse. mich Nicht stolz, hochfahrend, überhebend , werden! Auf daß ich nicht mir zuschreibe, was Dein Werk ist.> Auf daß ich.nicht meine Schätze nenne, was D eine, Schätze sind. Auf daß ich nicht Schlösser heiße meines Lehmhütten. Auf daß ich nicht für die Unendlichkeit gebaut wähne, was irdisch ist. Auf daß ich nicht höher mich dünke, als alle Kinder Israels. Auf daß ich nicht' vergesse, daß wir allesammt Kinder eines himmlischen , Vaters und Kinder Abrahams, Jizchaks und Jakows sind. Einen R'eichthum nur, ich weiß es ja, gibts vor Dir, ein Ansehen nur, ich weiß es ja, gibts vor Dir! Einen Reichthum,.- ein. Ansehen nicht für die Jahre. h i e n i e d i g e n Daseins: den Reichthum,- das Ansehen jüdischer Seele! Die Schätze sammelte unentwegt, unaufhaltsam, unermüdlich für die Ewig- , keit! Für das Leben des Jenseits!. Die nach Ansehen, trachtet und Ansehen erbittet vor Deinem Thron!.. Hilf mir. Allgütiger, auf diesem Weg! Aus Klumpen nichtigen Metalls laß mich Stücke echten GoldeS machen! Aus Prunkgewändern des Leibes ein reineS Kleid der unsterblichen Seele! Damit ich, bin ich. einst, heimgekehrt, Reichthum und Ansehen, und Würde und, Bestand habe vor Dir! — — — — Heran, ihr Juden des weiten Erdballs! Packtts - euch nicht, rührt's euch nicht, das Bild dieses Greifes?