Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 4 (15.1.1903)
- Date
- 1903-01-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Literarisches. .mm nrbzn map Ein nach seiner äußeren Ausstattung recht bescheidenes, doch an gediegenem Inhalte, nützlichem Wissen. beherzigenswerthen Mahnungen, überaus reiches Merkchen, verfaßt von Herrn David Leb N a s ch in Preßburg, liegt uns vor. All jene heiligen Geheimnisse und Fügungen des Menschenlebens, die unsere Weisen unter dem Sammelnamen nbrtn mm zusammen faßten, deren Wrkungen uns Menschen von der Wiege bis zum Grabe in allen Beziehungen des Lebens stets beherrschen, deren Einfluß wir jedoch in unverzeihlicher Leichtfertigkeit nicht bemerken wollen, die indessen durch mitwi oiD DnwDi von jedem 12 zu seinem Wohle und Vesten umwandelt werden können, wie unsere Weisen sagen: B«po n*np-n nro pnx diese geheimnißvollen, unergründlichen Kräfte der Natur, das Räthsel der Planeten und Gestirne in ihrer Wirkung auf's Wohl und Wehe, Glück und Unglück der Menschen, diese ernsten Dinge sind der Gegenstand des Merkchens des Herrn Nasch, denen er mit unverdrossenem Fleiße, mit liebevoller Hingebung an seinem Gegenstände, sein Können widmete. Nach all dem zeitgemäß Leichtfertigen und Seichten, das sich in frivolster Absicht an dieses Räthsel der Wechselwirkung der Naturkräfte und des menschlichen Lebens heranwagte, deren enge Verbindung selbst in der Tnrnip."! n*i*n angedeutet wird, wenn sie, Segen, Blüthe und Gedeihen der Natur vom moralischen und religiösen Leben des Menschen abhängig gemacht, — nach all diesem Oberflächlichen freut es uns, die ernste Geistesarbeit eines Menschen zu sehen, der mit warmem, vollen Glauben, mit umfassender Sachkenntniß, mit klarem Denken, an seine schwere Arbeit ging. Nebst all den oben erwähnten Vorzügen des Merkchens, müssen wir noch eine vielsagende Eigenheit desselben heroorheben, es ist das gute, kräftige und leichtfaßliche Hebräisch, die Klarheit im Stil und Ausdruck, die selbst minder Eingeweihten ermöglicht, das Studium dieses Gegenstandes, trotz seines geheimnißvollen Dunkels, sich anzueignen. Allen Freunden der hebr. Litteratur und allen VS2 H» empfehlen wir bestens dieses Werkchen. 122*0 re» *121x1 (Dasselbe ist zum Preise von 40 Pfg. beim Verfasser, Preßburg, Schloßstraße 70, zu -Ziehen.) 'ataknol MWtt 1 s. 0. für das Am Schlüge deS alten und am Beginn des neuen, bürgerlichen Jahres wird der Büchermarkt stets mit einer Fluth von Kalendern. Taschen- und Jahrbüchern für das beginnende Jahr überschwemmt. Ihre hauptsächlichsten Arten sind die Fachkalender, die Taschenbücher für den täglichen Gebrauch und die Kalender belletristischen Inhaltes. Auch Schüleriahrbücher stelle« sich auf dem Redaktionstische ein. Unter de» letzt erwähnten nehmen die von B. Gebets Verlag-Gro^Lichterfelveherausgeaebenenentschied«» die erste Stelle ein. Das Schüler-Jahrbuch v. Dir. Dr. A. Fischer zeichnet iich ebenso wie d. Schülerinnen-Jabrbuch o. Sedw. Schulte- Busch durch seine gediegene Ausstattung. seine« mannigfachen, intereffanten Inhalt u. durch eine reiche Fülle von Hilfsmitteln Er de« Unterricht aus und ist dieserhalb besonders bei Schülern und Schülerinnen der höheren Lehranstalten sehr beliebt. Bei der guten Ausstattung. dem dauerhaften, eleganten Leinenband dürfte der Preis von 60 Pfa. nicht zu hoch bemessen sein. — Ein Bureaukalender allerersten Ranges ist ohne Zweifel Paul Mosers Notiz-Kalender. In großem Format, mit Ledcreinband. als Schreibunterlage eingerichtet. bietet er auch noch sonst allerlei Vortheile. Aus dem reichen Inhalt sei nur das Berzeichnitz fast sämmüicher bedeutenderer (stabte Deutschlands und der österreichisch-ungarischen Monarchie hervorgehoben, m. Angabe der Einwohnerzahl, ewiger Rechtsanwälte und Aerzte und der. größeren Hotels. Ferner legt die große Eisenbahn- und Reisekarte des deutschen Reiches Zeugniü davon ab. daß der Verlag. Julius Maler. Berlin w., keine Mühe gescheut hat. den Kalender musterhaft in den Händel kommeir zu lassen. — Für den Geschäftsmann besonders praktisch und daher empfehlenswerth, ist auch Rückers Taschenbuch (Max Rockenstein. Berlin). Außer einer Zinsberechn»ngstabelle enthalt eS auch noch ein Verzeichnis von im geschäftlichen Leben öfters vorkommenden Abbreviaturen und Fremdwörtern. Ferner finden wir noch Angaben aller Art, die man oft in der Praxis sehr aut verwenden kann. Um nun zn einer anderen Kategorie der Kalender nämlich der Fachkalender zu kommen, möchten wir einige Worte über den im Berlag „Merkur". Gotha, herausgekommenen Tabak- und Cigarren-Kalender sagen. Der Redaktion ist es ge^ lungen für den geringen Preis von 1M. für das elegant gebundene Exemplar ein wirklich reichhaltiges und allen Ansprüchen genügendes Werk zu schaffen. Da sehen wir alle auf den Tabaksban und Cigarrenhandel nur irgendwie Bezug habenden gesetzlichen Bestimmungen aufgeführt und auch die Art des Verkehrs mit Post. Reichsbank u. s. w. ist in verständlicher Weise dargelegt. Aehnliches kann auch von der neuen Ausgabe des deutschen Photographen-Kalenders berichtet werden, denn auch in ihm finden wir viele die Branche angehenden Gesetzesauszüge und Artikel. Besonders reichhaltig, nt diesmal die . . Taschenbuch für 1003 ist K ru p kcs Konversationslexikon *) der Börse und des Handels. Das ist ein Buch, das in Forin eines alphabetisch geordneten Nachschlageiverkes gleich auf den ersten Blick, auf den ersten Griff klar und bestiinml eine Anwort auf jede berechtigte Frage im Gebiete des Börsen- und Handelsivesens zu crtheilen oerinag. Es enthält ferner noch einen Kommentar zum amtlichen Kurszettel nebst einem „neuen Situationsplan sämmllicher deutschen und der meisten ausländischen Börsenplätze, mehrere Disronttabellen und einen neuen Führer für Kapitalisten". Das reichhaltige Werk ist zugleich ein vortreffliches Lehrmittel für kaufmännische und Fortbildungsschulen und wird ivohl auch diese vierte Auflage überall willkommen und jedem Kaufmann von Nutzen sein. — Hier möge auch ein überaus praktischer, zum Zusammenlegen eingerichteter Kontornotizkalender der Dürr'schen Bchhdlg.. Leipzig erivühnt werden, der sich im Gebrauch in dem Bureau schon seit enngen Jabren sehr bewahrt. . Schon mehr der Unterhaltungsliteratur gehöre» die belletristischen Kalender an und möchten wir hier auch nur de» bedeutendsten u. auch tonangebendsten unter denselben hier erwähnen, nämlich den rüh > lichst bekannten Gartenlaube-Kalender**) der auch dieses Jahr wiederum in altgewohnter, .gediegener Ausstattung erschienen ist. Neben einem sehr ansgiedigcn und gewiß allen Ansprüchen Rechnung, tragenden Kalendarium enthält er auch astronomische, genealognche und statistische Notizen. Ter Hauptinhalt jeooch besteht aus den vorzüglichen Illustrationen und Erzählungen. die geboten werden. Lun e Westkirch. W. Heimburg. Fritz Reitz und Bergen, schon die Namen solcher Mitarbeiter werden dem Buche viele Freunde zu gewinnen im Stande sein. .*) Verlag der „Börsenhandelszeitung" (Ir. Knlpke n. Cie.) Berlin v 2. —) Leipzig. Ernst Keils Nachfolger G. m. b. H. BriefLafterr der Nedaetto«. N. N.: Von Rechtsanwälten in Straßburg i. E. nenne» wir Ihnen: 1. Dr. Lange, 2. Bernheim, 3.Dr. Schmoll. H. in A.: Erst wenn es Nacht wird. 2900: Nur in dringend n Fällen. M. in K.: 31. März 1890 — 10. Nissan 5650. Sidra 1L. 8. März 1890 —16. Adar. Sidra 2npn. - 7. Januar 1801 — 7. Schebat 56tt. GrissLsßerr der Expedition. SÄ. Louisenthal: Mk. 34.— erhalten. f " Die Fortsetzung der Erzählung „Der Jude", folgt in nächster Nummer.