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Der Israelit · 1903-01-05 · Heft 1 (5.1.1903) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 1 (5.1.1903)
Date
1903-01-05
Page
– (sequence 12)
Language
German
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schleppt habe, und verlangte als Mitglied des Thierschutzvereins aus Humanitären Gründen die Beseitigung des Schächtens, zumal nach einer Entscheidung des Qber-Verwaltungsgerichtes in Sachen der Stadt Angermünde die Kommunen das Recht haben, darüber Bestimmungen zu treffen. Oberbürgermeister Jahne -verwahrte sich entschieden dagegen, daß der Magistrat die Sache verschleppt habe, und wies darauf hin, daß ein Beschluß der Versammlung wegen Erlaß eines Schachtverbots nicht vorliege, daß dieselbe vielmehr damit einverstanden gewesen sei, eine neue Schlachthausordnung erst nach dem Erlaß eines. Landesgesetzs einzuführen. „Fassen Sie Ihren Initiativantrag, ich antworte nicht darauf," schloß der Oberbürgermeister im Namen des Magistrats. Stadtv. Rechtsanwalt Dr. Friedländer führte aus, daß die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Sachen der Stadt Angermünde nur einen nebensächlichen Punkt betraf, die Entscheidung über den Hauptpunkt stehe noch aus. Er wies darauf hin, daß, wenn in Potsdam Das Schächtverbot wirklich erlassen würde, die jüdischen Einwohner in Noaes oder einem anderen Vorort schachten lassen würden. Schließlich stellte er den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung, der aber nur 14 Stimmen erhielt." Ein Antrag des Geh. Rechnungsrath Hinze, die Angelegenheit zu vertagen, bis eine definitive Ent- Wrdüng in Sachen Angermünde vorliege, wurde gegen 19 Stimmen abgelehnt, und dagegen der Antrag der Stadtverordneten Fröhlich u. Genossen, schleunigst die Schlachthofordnung abzuändern und das Schächten zu verbieten, mit geringer Mehrheit angenommen. Personalien. Hamburg. Das Fest der goldenen Hochzeit begingen am 19. Dezember Herr Samson Cohen und Frau, geb. Nathan. Das Jubelpaar, das bei voller geistiger und körperlicher Frische im 80. Lebensjahre steht, war der Gegenstand vieler Ovationen. Im Aufträge des Senats überreichte Herr Oberrabb. Hirsch die . vom Senat neu gestiftete Ehejubiläumsmedaille. Sie hat die Größe eines Fünfmarkstückes und trägt auf der Vorderseite in der Mitte die Figur der Hammonia, einen Lorbeerkranz mit der Inschrift „Zur goldenen Hochzeit" haltend. Zu Füßen der Hammonia lagern zwei Löwendiedas Hamburger Wappen halten, während am Räude sich die Inschrift „Der Senat der freien und Hansestadt Hamburg" befindet. Die Rückseite weist reiche Blattverzierungen auf und trägt - die Inschrift: „D.i e -L.ie b ehöret n i m m e r a u f." Aufder: .Innenseite des Deckels des Etuissind die Namen! des -- Jubelpaares und' -die 'Jahreszählen „1852—1902" eingedruckt, während die Außenseite mit denk"-Hamburger Wappen-geschmückt'-ist.- Mit der Medaille, die unseres Wissens hier'züin ersten Male zü'r Anwendung kam, wurde ein Schreiben überreicht,. in dem Herr Senatssekretär Dr. Hagedorn den Herrn Oberrabbiner ersucht, dem Jubelpaar mit der Medaille die Glückwünsche des Sentas zu Lberbringen.. vermischtes. Würzbnrg, 24. Dez. Bei der heute Vormittag vorgcnommenen Wohl zweier Mitglieder d. KultuS-Borstandes wurden die ausgcschiedencn Herren Dr. jur. Stern, Justizrath und Rechtsanwalt, sowie Heinrich Mayer, Cigarrenfabrikant, mit großer Majorität wicdergewählt. Die Wahl der Ausschußmitglicder erfolgt nachmittags von 2 bis 5 Ubr. Briefkasten der Redaction. Da in vergangener oche nur ctre Nummer erscheine» konnte, mußten eine Anzahl Corrcspondenzen zurückgesteüt werden. Dieselben konnten auch in heutiger Nummer noch nicht alle Raum finden und wurde deßhalb ein Theil für Donnerstag zurücki eh alten. . C. in K.: Auch uns ist das Werk „Dilettantismus, Raffe, Monotheismus, Rom," Houston Steward Chamberlain München, I. Bruckmann und. Co. A.-G-, zur Besprechung zugrkommcn. Dos Buch soll „eine kurze Erläuterung gewisser Thesen" sein. „Die maßlosen Schinäher seines Buches", schreibt der Verfasser, aus dem ultraprotestantischcn und dem ultrajüdischen Lager, habe er dabei nicht im Sinn. Wir kommen auf das Buch, wrnn irgend thunlich, noch zurück. G. in R.: Daß das „Echo" in Berlin einen antisemitischen Artikel » us der Kreuzzeitung über die russischen Jude» in Nordamerika abdruckt, das werden sich seine jüdischen Inserenten wohl merken. Briefkasten der Expedition. I. N. in Lipto RozSahegy: K. 4.— dankend empfangen. ' Die Zolktarif-Merl-andkmgm standen unzweifelhaft im Vordergrund des allgemeinen Inte» resscs. Die Parlamentsberichte darüber wurde» nn »Berliner Tageblatt" anerkanntermagen sehr ausführlich behandelt und erschienen in einer besonderen, sogenannten Parlamentsausgabe, die, noch mit den Nachtzügen versandt, am Morgen des nachstfolaenden Taqcs den Abonnenten dieser Zeitung zugingen. Die lonnigcn Vorzüge des »Bertiner Tageblatt". sind allbekannt: <> ,verthvolle Zeitschriften erhält jeder Abonnent des »Berliner Tageblatt" n,id Handelszeitung gratis, und zwar an jedem Montag: »Zeitgeist", wissenschaftliche und feuilletomstische Zeitschrift. jeden Mittwoch: „Technische Rundschau", illustrirte volytechnische Fachzeitschrift, jeden Donnerstag u. isomitag: »Der Weltsvieget illustrirte Halbwochen-Chromk. an ledemFreitag: „Ulk". farbig illintrirteS. satyrisch-polilisches Witzblatt, jedem Sonnabend: „Haus Hof Garten", illustrirte Wochenschrift rstir Gartenu. Hanswirthfchaft. Das Roman-Feuilleton des »B erli »er nachmittag" von Felix Freiherr,! von Stenglin. — Bei einem sorgfältigen Vergleich der Leistungen der deulkche» Zeitungen wird »lnn sich bald überzetigen, dag in Bezug auf Reichhaltigkeit «nd Gediegeilheit des gebotenen Inhalts foirnc iw Hinblick auf die rasche, zuverlässige Berichierstattunq das »Berliner Tageblatt" an erster Stelle stebt. Bekanntlich ist das »>r. t." durch feine ei an an allen Welrplätzen. wie Paris. London. Petersburg. Wöii. R inopel. dieivnork. sowie an allen größerenBerkehrS-C Konitantinopel. om» Centre» .vunomümiiiiq ovs *. cnciui uui iui-ycu hihi, uuucvui« flnfitm Haltung in kaufmännischen nnd industrietlcn Kreisen emeS vorzüglichen Rines und ivird wessen ihrer Unabhängigkeit 'MS me^atS ziwerloinger. Wegweiser auch von Prjvat-Kapitaliste» ge>ch DaS »Berliner Tageblatt", welches gegenwärtig m 75 lX>0 Abonnenten zäht. erscheint täglich 2 mal. auch Mi_ in einer Morgennnd Abendausgabe, im garten mal wöchentlich. Abvnnementspreis für alle 7 Blätter zusammen bei alle» Postamtalren des Deutschen Reiches 5 .Mark 75 Pf. für;ha» Vierteljahrs 1 M.' 82 Pf. für den Monat: Annoncen im »». v. ffnden namentlich in den gebildeten und besser fitlücten Uteise» die erfolgreichste Verbreitung.- - . -

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