Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 103-104 (30.12.1902)
- Date
- 1902-12-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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43. Jahrgang. JjgtOB &104., Kenlraf-Hrgan für das orthodoxe ZudentHuw. Begründet von - . - Dr. T^hrnsnn m VLAlnr. Dienstag, den 30. KLslew 5003 sO. Dezember 1902. i uf verfchkedene Anfragen theilen wir mit, daß wir, wie feit vielen Fahren, auch fernerhin allen Denjenigen, deren Verhältnisse es wünschenswerth erscheinen lassen, aus de» Bezugspreis «ns. Blattes AssLssr SSSEMMiMG gewähre«. Licht und Lehre. Von Rabbiner Dr. Daniel Fink, Wien. •v - ii. So w.av'der Gang feiner geistiges Entwickelung Israel vorgezeichnet. Aber in dieser Welt nehmen die /Dinge meist ihren eigenen Lauf, der jeder Regel zu spotten scheint. An dem verschiedenen-Stand, den das ■ciya ,*i:. das westliche Flämmchen gezeigt,, gewinnen wir einen Ma-ßstab für die Beurtheilung der geistigen Gesundheit unseres Voltes, jener Zustände also, die für gewöhnlich dem menschlichen Auge unzugänglich sind und worüber uns daher die Geschichtsschreiber in der. Regel nichts zu sagen wissen. - ’ Kurz vor dem Auftreten des Propheten Samuel war dieses. Flämmchen nahe daran, zu erlöschen, in .122'' cito v'pirr „das Licht Gottes war eben daran, zu erlöschen," als es im Geiste des jungen Samuel auf's neue zündete. Hatte doch damals das Heidenthum in seiner rohesten, urwüchsigsten Gestalt beinahe das ganze Voll in sich verstrickt. Eli, gebeugt von der Last der Jahre, abgestumpft von den Enttäuschungen, die ihm der rohe, zügellose Sinn des Volkes bereitete, sah, wie das allgemeine Verderben in sein eigenes Haus nndrang, seine Söhne mit sich riß. und konnte ' dem nicht wehren. Wer weiß, ob das Judenthum nicht schon damals in der heidnischen Finsterniß erstick! wäre, so ihm nicht in dem jungen Samuel ein so kraftvoller Erretter erstünde? " , Am 18. Ab, zur Zeit des Königs Achas, erlosch I das .'2-vv -j wiederum gänzlich. tm*f -p-np.- pidw ■’*epn sv'v). Dem bedrohlichen Verfalle und der schweren Entartung der Zeiten war damit ein wirksames Warnungssignal gegeben. Hatte sich doch' der Boden des Judenthums bis dahin so lebenskräftig gezeigt, daß man ihn mit Recht für unverwüstlich halten mußte. Wenn viele Zweige, auch die Stürme von aritzen Und der Leichtsinn von Innen geknickt/es' mären - immer neue an ihrer Stelle hervorgebrochen. Um' wirksam'vorzugehen, glaubte Achas, müsse man diesem Baume die Axt an die Wurzel legen, wnspo^/'n •p cxv ,2'v2n ps* cn-a^n px «tt px D'Jüp pst cxi pst CXI «X'23 pX C'JpT pse cm C'3,v7 px CD2N px M2-2C N1VC rrcprt pxi p"nnn pX' v'X'23 Darum erging er sich in folgende Erwägungen: „Haben wir erst keine jungen Schüler, dann auch keine Jünger der Wissenschaft, ' alsdann gibt es auch keine Weisen, keine ehrwürdigen Oberhäupter, um wieviel weniger erst Propheten. Der Geist Gottes sandte alsdann keine Träger mehr, wie wollte er sohin seine Schwingen.in dieser Welt regen?" (Mid. rabb. Ans. Megilla.) Damals gerade trat Jesaja auf den Plan und erweckte mit seinem Geiste eine Schaar wackerer Jünger, schuf in ihrem Herzen für die Lehre Rüstkammern, an die auch die eiserne Hand eines Achas nicht langen konnte. Ein neuerliches Erlöschen der Flamme, an dem erfolgte mit dem Tode des - Hohenpriesters Simon des Gerechten.' (Joma Fol. 39.) Wir sind damit zu dem Ereignisse zurückgekehrt, von welchem zu Anfang die Rede war. Durch diese Thätsache scheinen dessen traurige Folgen auf das Judenthum . nach Gebühr gekennzeichnet. Der Kampf mit. dem rohen, grob-