Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 101-102 (23.12.1902)
- Date
- 1902-12-23
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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helfen — und zur Selbsthülfe wird es noch kommen muffen, wenn diese österreichische Spezial-Anarchie hereinbricht, die bereits ihre wilden Schläge an den Thoren erdröhnen läßt. Sammeln wir uns, wenn es dahin kommen soll!" - v." Mit Suttner ist einer der tapfersten Vorkämpfer des Antisemitismus in Oesterreich dahingegangen. Bad Kissingen, 14. Dez. Bei der heutigen Neuwahl der israelitischen Cultusverwaltung haben von 65 Wahlberechtigten 61 von ihrem Wahlrechte Gebrauch gemacht. Es wurden gewählt die Herren: Hofantiquar' Rosenau, Vorstand; Bankier Löwenthal, Kassier; Kaufmann S. Hofmann, Pfleger; Kaufmann F. Ehrlich und Kaufmann Bretzfelder, Beisitzer; ferner die Herren W. Löwenthal und N. Hamburger als Ersatzmänner. ‘ Düsseldorf, 19. Dez. Die Neuwahl von Repräsentanten der Synagogen-Gemeinde fand dieser Tage statt. Es wurden gewählt: I. In der III. Abtheilung n) als Repräsentanten: Kaufmann Jakob Wolf, Rentner Emil Benjamin, l>) als Stellvertreter: Kaufmann Abraham Löwenthal, Agent Hyron Abraham Leven. II. In der II. Abtheilung a) als Repräsentanten: Kaufmann Berthold Silberberg, Kaufmann Emil Flechtheim,. Kaufmann Hugo Grünfeld, letzterer auf. 3 Jahre, ir) als Stellvertreter: Kaufmann Heinrich Hammer, Kaufmann Isidor Michalowsky. III. In der I. Abtheilung a) als Repräsentanten: Kaufmann -Michael May, Rechtsanwalt Sally Cohen, b) als Stellvertreter: Kaufmann Albert Eichenberg, Kaufmann ' Alfred Lazarus. ' - München, 18.' Dez. In der am vergangenen Sonntag vorgenommenen Neuwahl für den Verwaltungsanschuß wurden folgende Herren gewählt: M. 'Feuchtwanger, Priv., Sigmund Fränkel, Großhändler, Dr. Alfred Neumayer, lgl. Landgerichtsrath, Sigmund Rast, Kaufmann, Albert Schulmann. Bankier und Eduard Silbermann, kgl. Staatsanwalt. S p re ch f a a l. . Wien, 11. Dez. In der ersten Beilage zu Nr. 96 des „Israelit" haben Sie eine Correspondenz aus „Wien, 1. Dezember" gebracht, in welcher über die kürzlich in Wien stattgehabien Wahlen , in den Israelit. Cultusvorstand ' berichtet wird. Es ist sehr bedauerlich, daß Sie im Jntereffe der Wahrheit, der Sie dienen, die Quelle, aus der Sie-den fraglichen Wiener Bericht schöpften, nicht vor- ' her geprüft haben; Sie hätten da sofort gefunden, daß Ihnen-Lügen credenzt wurden. Ihr Correspondent hat Sie auf das Allerschlimmste dupirt. Ich erlaube mir Sie betreffs der von mix anläßlich der Wiener Cultus-' wählen allerdings gehaltenen Rede auf. Dr. Bloch's „Oesterreichische Wochenschrift" vom 21. November - 1902 zu verweisen, wo dieselbe wahrheitsgetreu und; wörtlich abgedruckt war, aus der Sie ersehen werden,\ daß kein Wort von dem wahr ist, was mir Ihr ehren-; werther Correspondent in den Mund legt. > ' ' . - Hochachtungsvoll;-.'^^- Dr. Marcell H o f f m a n n, - Rechtsanwalt;- ' - Ltterarische Noiiz. ' . s .Zu den nutzbringendsten Erscheinungen der.neueren Zeit gehört der jüdisch-litterarische Abreißkalender von Dr. A. H e p p n e r, der soeben für 1903 erschienen ist. Die mit gediegener Sachkenntniß aüsgewählten historischen Daten, die prägnante Ausdrucksweise, die in wenigen Worten das Hervorstechende dem Leser in's Gedächtniß führt, die. treffende Auswahl , von Sinnsprüchen aus Midrasch und Talmud haben längst dem Kalender Eingang in die Häuser Israelsverschafft. Der gelehrte Verfasser hat wiederum sein Werk mit vielen neuen Daten bereichert, auch manche überflüssige fortgelasscn und so seinen Kalender noch vollkommener, als die früheren, gestaltet. Ein solcher Kalender sollte in keinem jüdischen Hause fehlen; denn spielend überträgt er die Kenntnis; unserer Vergangenheit, den Stolz auf die Geisteshelden des Judenthums, in die Herzen der Leser und erweckt dadurch Liebe und Begeisterung für unsere heilige Religion. Wir wünschen ihm die weiteste Verbreitung. vermischtes. Mainz. Wie wir vernehmen, begehen Herr und Frau Dir-ktor Tr. B ar naß—Pfungstadt am 29. Dezember das Fest i h rer f i l b e r n e n H o ch z e i t. Wir aratuliren herzlich und wünschen dem verehrten Paare, in Gesundheit und Familienglück auch das goldene Jubiläu m feiern zu tonnen. v - Nürnberg. 2'i. Dezember. Nächsten Donnerstag leier» Herr Jakob Plaut und Frau Johanna, gcb. Vcnsel, ihre silberne Hochzeit. Herr Plaut ist nicht nur hier, sondern auch bei fast sämmtlichen Israeliten in Bayern und drüber^ hinaus eine ebenso bekannte wie beliebte Persönlichkeit. Nemetkeretztnr (Com. Sopran), 15. Dez. Freitag am 12. ist der aUgemein beliebte und verehrte Arzt, Herr Dr. Reiniger nach langjährigem aufopferungsvollem Wirken von hier abgercist. Tiefe Abreise hat hier in An-' betracht der großen Verdienste des Herrn Dr. Reintger's, der nicht nur auf dem praktischen Gebiete, sondern auch auf dem Gebiete der Wohlthqtigkeit und Humanität sich die allgemeine Sympathie unsere Gemeinde erworben hat —. eine bedeutende Lücke hervorgerufen. . Herr Dr. Neiniaer, der außer seiner humanitären Gesinnung eine großer min ZJniN und D’öty nt ist, hat sich auch um die hi.sige Jeschimoh große Verdienste erworben. Von den menschenfreundlichen Unterstützungen gar nicht zu sprechen, die ec armen Talmudjüngern angedeihen ließ, hat