Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 101-102 (23.12.1902)
- Date
- 1902-12-23
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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-! f ZMurrgsttirchrtchLen «rrv EorrLfpoVSea;:». / D e. u * s dj ( n n d. ' * - Mainz, 22. Dez. Wir erhalten folgende Zuschrift: - Geehrter Herr Redakteur! . .? -- Mit Bezugnahme auf die mit „Argus" unter-. ‘ zeichnete CorrespondeNz aus Düsseldorf vom 16. d. M., die in Nr. 100 des „Israelit" im Hauptblatte enthalten ist, ersuche ich Sie unter Berufung, auf 8 11 desPrcßgefetze's um Aufnahme .. .folgender-Berichtigung in die nächste Nummer, also kn Nr. löl Ihres Blattes: ' - Es ist unwahr, daß . ich in dem dort dargestcllten Sinne an die hiesige Gelueindeoertretung einen Brief geschrieben "oder'eine Erklärung'abgegeben habe. Thätsache vielmehr ist, daß mir von der Gemeindevertretung wiederholt eine Erneuerung meines Vertrags unter der Bedingung angeboten wurde, daß ich mich,..mit der Einführung der Orgel einverstanden erkläre. Und daß ich dies nach wie vor entschieden abgelehnt und Protest gegen diebeabsichtigte Neuerung bis zur. Stunde aufrechterhalten habe. Alle an die falschen Voraussetzungen geknüpften Folgerungen fallen daher m sich selbst zusammen und sind auf mangelhafte Information zurückzuführen. - : . r %: ’• r ’. ' , . Hochachtungsvoll ' . -! Rabbiner Pr: E. 'D avi d,. . Anmerk, der- Red. Die' Correstzodenz'.iü Nr., iÖQ stammt aus der Feder eines sonst sehr, gut. informirten '.. Correspondenten. Nach dem Briefe muß hier ein Miß-.'' verständniß obwalten; jedenfalls erfüllt es uns mit " hoher Befriedigung, Herrn Dr. David so fest auf seinem Standpunkt verharren zu. sehend• •v..:: ' Königsberg. Das „isr. Stift^, -eine ehrwürdige' ' und ivohlthätige Stiftung - der: Königsberger jüdischen' Gemeinde, kann .in diesem.Jahre auf das erste halbe' Jahrhundert, segensvollen Bestehens zurückblicken. ''Den 50. GehÜriHtag ZU feie/n. hätte man: irtt Artushof'einen'/ Festakt ünj> rm. Anschluß /daran ein.Fessmählv'eransiak-/! 'tet^'n 'tzxm. -nM: nv.r-Mitgliedbe."..drr2! melnde„in.großer Zahl theilnahmen, ßor-allem' waren auch" "diL/.Jnsasten. des. Asyls -selbst - erschienen, -ünd^.sö hatten de.n'mlMittey. der?ü&eicl5ö TisMaste'äuN"dic.^ greisen Mtlftsdamefl und.-Herren .'Pkütz^/'ge^tuumen!.' ' Die^^chfelf.Mr. festlich, rgeschmückl;-' von -Mst'WandeN'' aber/gruMn-dj^Portraits WK' heimgetzaÜgLnen'Stsfiir' und Mohlthäter des Asyls herab, Namen, die auch außerhalb der jüdischen Gemeinde unvergessen , sein N werden: Geheimrath Simon, Dr. Kosch, Professor Samuel, .Magnus sen.,- Bankdirektor Gabriel ünd-Rabbiner Dr. Bamberger. Auf der Bühne endlich hatte ein . - : stattlicher Dämenflor' Unterkunft gefunden, um auch - - seinerseits, wenn auch leider nur passiv, der Feier/beizü--.--. wohnen..' V . - *.'i1'“*’. Der eigentliche Festakt bestand aus zwei Vorträgen 7 .. eines eigens für diesen Abend.zusammengestellten 'ge- > mischten Chors:,zwei Lieder geistlichen.Charakters';, die mit ihren weihevollen; Klängen-, tiefen lEindrückMächten. 5 '. ' HerrOberkantyr Birnbaum,.-!der.den.'.Chor-dirigirie, hatte' auch die. Gesänge: einstudier t,. und seinem Mühewalfe'n '.zuerst ist . es wohl .auch 'zu danken,-iven«'' sie so ' trefflich/ gelangen. Zwischen.Wen beiden-iLieder»'hielt ' - Herr Rabbiner Pr. P o-ge l st e i n >die Festtede, aus-- .. - gehend,vönß.em' Bibelworf:-; „Gepdiesen"-sei -Albgütige, der/ben.Trieb.zumHuten in idie-Menschenhetzell gesenki!" .Hr wies auf die-Geschichte der'Anstalthin, die aus' dem Krankenhaus der jüdischen Kranken-Verpflegungs-und Beerdigungszunft hervorgegangen sei - und in jenem Hause auch ihr Heim gefunden, er betonte, wie die Ehrfurcht vor dem Alter und die Sorge für das. - Alter immer eine.charakteristische Eigenschaft des Iudenthums gewesen, ex erinnerte daran,uvie-'das'- Stift'. - vorbildlich, gewogen sei für eine andere,' ebenfalls'- Voss/! einem' Mitglieds her hiesigen.jüdischen Gemeinde -in's^' - Leben gerufene,.-gspßartige.Austalt: die Driksen-Stif--^ ' tllng, und er schloß mit- D.ynkesworten-für die'Wohl-! -thyter und Leiter und heißen Segenswünschen füt-die . weitere Entwickelung -der.Anstalt:: '.:r ’ . Das Festmahl, das mun sseinen Anfang -nahnt', .ließ^ /nichts' zu wünschen übpig untz. machte^demmeuen-Äekö-^. -nom'en. dH'.ArtzrHofH, .-.HtzMrWUMW Älle-Ehke^ feistes . - Elgestürs/und^-Meihe empfing es.abe'ridoch erst-dUtch bie v. ' hüll.e'^'her> musikalischen und.-rednerischen,Gaben, mit denen, warm., einyfindende Herzen-, zur -Verfchöndrün^. des. ' Festes: ", chr/Scherflein beizutragen' suchten^ Hekr-'- ,Richaro^HOma.nn..M.y,es,'. her mit ^inem humdrvollen'-'/ . poetischen'Prolog'zur .Tafel-lud und ein - wenig;'Vön - Vorhang..lüftete^hjnt/x.chM.-Me--di§MeberiÄschu'ügen -! noch^ MbprM/.waressf;$esg- Stgdtpath Märg-n ' Ver.MaUss;d^.ssrste)'Mchx§dLKel^begLÜKemänikkÄdes-^1 ' Porst'anves 'die' Gäste. .-K^We-M?wdwse4kö.stlÄhst^ch . Blüthe menschllcher-MsittMg. rsei esweiveftn^-stirr'-im Zahrtz' WÜ^Y^MWken.^-xLn^.Mt«xsversiwgstnMA undchM daÄLuf'Ärwi'rklicht's^- ' ^hdU;'Hi^e^MyimlWgMgsh MMTHaler..d«?^nN'^ . '.kurzem auf. i^Es.MälerMw^MM-sMit^di'esön'llttr2rrü , ' hältnißwäßig ^.bescheidenen. Mitteln wurde 1862 unter'' - wer'kthätiger Antheilnahme der Wohlthätigen Gefell-' ' schaft und des Vorstandes der Synagogengemeinde in dem von der Beerdigungszunft überlassenen Grundstück. in der Synagogenstraße das Stift mit sechs Stellen