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Der Israelit · 1902-12-23 · Heft 101-102 (23.12.1902) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 101-102 (23.12.1902)
Date
1902-12-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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43. Jahrgang. M i©i &iot. a KeuLrac-Hrgan für das orthodoXe Iuderithüw. " Begründet von 7 - V- .. . ©*. TLhrnsnn in KAslirrz. - ' 7 KiSlew 56 63 Dienstag, Ss. DezeMveV 1V6S^ Unsere nächste Nummerwiederum eine Dsppelnummer, erscheint der christt. -pr Feiertage wegen/'Dienstag, den 36. Dezember. —7Anseraienannahme bis LronLag Miag lT UHr. , : . / . - _. Jedem unserer verehrten Leser, der uns nachweisbar einen Abonnenten zuführt, erstatten' wir ..unsere Dankbarkeit dadurch, daß wir ihm für jeden gewonnenen Bezieher des„Israelit"ein Werk .aus, unserem? Verlage fetsv zum Betrage von Alk. l-50 Ladenpreis zur Verfügung stellen.;/ Ein Verzeichnis der bei uns erschienenen. Werke finden uusere Leser im Inseratsntheil der „pädagogischen Beilage" .unserer heutigen Nummer.. u 7 •/:* 7 ':' DrfHWsstMv DLS ^I§vaeÜt^/.'.77 . .7.. Acht und Lehre. . (Betrachtung zum Lhanükahfeste.) 7 Von Rabbiner Dr. Dsuiei Uiu?, 'Wie n. 7 . - Die Entstehung unseres Chanukafestes versetzt uns , mitten in eine starke, reißende Geistesströmung, deren' Quellen , weih weit zurückliegen. Wollen wir diesen - Strom in seiner Richtung, Weite und Tiefe' recht be-. ' greifen, so muffen wir ihn an seinem Ursprünge auf- V. , suchen. Auf diesem Wege, werden wir noch die gerade- - ^' zu überraschende Wahrnehmung machen, daß die geistige Strömung, in deren. Mitte, wir. uns betvegen, v merkwürdigerweise genau denselben .Ursprung: ge- X nommen und in ihrem weiteren . Verlaufe vielfacheine ähnliche Richtung eingeschlagen hat. Wenn es allgemein ... .anerkannt.ist,. daß zeitliche Vorgänge, sich nur. aus der ■ Ferne richtig beurtheilen lassen, —.so-werden wir zwar, auf eine endgültige Würdigung unserer gegenwärtigen, inneren Zustände verzichten. — Immerhin jedoch lassen ..... sich aus dem. Verlauf, der Ereignisse, deren Höhepunkt . . das Chanukafest bildet, genügende Anhaltspunkte gewinnen, um im Voraus wenigstens zu ahnen, welchen .7.7 Verlauf die Strömungen unserer Zeit schließlich nehmen 7 ' werden'X 7- ^777 777'.7'7 7-7;.'./-. ...77 . .. Es ist ein durchaus harmloses Ereigmß.sohärm- ^los, haß.wir es heute kaum. begreifen,- wie es'- späterhin zu solch', verhängnißvollen Folgen: sich auswachsen konnte, — auf das wir7 zum Verständnis7-unseres' Chanukafestes..- zurückgreifen-- müssen. -Im Talmud - Megilla 9 a wird erzählt, daß Ptolomeus, König von Egypten, etwa um das Jahr 300 vor Beginn.-unserer bürgerlichen Zeitrechnung —- Simon der Gerechte be- ' kleidete wahrscheinlich damals das Hohenpriesteramt — 70 Gelehrte aus Jerusalem kommen ließ, ohne; über' sein Vorhaben etwas verlauten zu lassen. Er ließ einem Jeden ein besonderes . Gemach anweisen, . das ihn. von jedem Verkehr mit der' Außenwelt vollständig 7 ab-. schließen sollte, und gab ihnen alsdann den.Auftrag, unsere Thora in die/ griechische .Sprache zu übersetzen.. , Nachdem - die Uebersetzungen vollendet waren,. i brachte ' ein angestellier. Vergleich, das merkwürdige Ergeöniß zu . Tage, daß-sie alle bis auf's Wort.übereinstimmten. . Soweitunser.Bericht. - Dieses Ereigniß - bedeutet, entschieden einen Wendepunkt,, nicht bloß-in -der jüdischen. Geschichte - allein. Seltsamer Weise würdigt man es jedoch gewöhnlich nur in Bezug auf: die Folgen, die es. auf die heidnische Welt haben, mußte. ..Dieselben .sind gewiß nicht zu unterschätzen.- Liegt doch hier der. erste Versuch vor, -die jüdische. Lehre.'und Denkungsart in die weite Welt.- einzuführen,;,. Was.aber,oft über--' sehen w'rd, ist die' Thatsache, daß die .Mckwitkungen auf das.Judenthum ungleich größere -waren/^Ob. un>^ sere Weisen zu schwarz gesehen - haben,. wenn - sie behaupten, . daß jenes Ereigniß von .einer dreitägigen .Finsterniß -begleitet,: daß seine- Folgen so perhängniß-.

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