Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 97 (8.12.1902)
- Date
- 1902-12-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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2050 tfUEKn *]m*B3 > La wir an Seinen Geboten mit Treue hangen und die Treue gegen Seine Gesetze in den Herzen unserer Brüder und Schwestern zu wecken und zu. fördern zum Gegenstände unserer Thätigkeit erwählt habess'' ' . - . .'. Der große Rabbi Meir aus Rothenburg belehrt uns im Verein mit anderen Koryphäen, daß der sonst nicht zu übersehende Grundsatz brn. iw wb» «wta iw „Vesser das Volk sündigt aus Unwissenheit, als daß man es durch Belehrung dahin bringe, daß ef dann wissentlich sich vergeht," seine Berechtigung verliere, wo es sich um Gebote handelt, die dem Bewußtsein einer Generation gänzlich zu entschwinden, drohen. V; ’ ’ . .. Die edlen Männer, die sich vor einem Jahre zusammengefunden, um in den jüdischen Gemeinden des herrlichen Rheinlandes der Krone unserer heiligen. Thora, wieder zu ihrem alten Glanze zu verhelfen, sind für dieses ihr Streben hinreichend legitimirt durch jenen Ausspruch des.Rabbi Meir. Iss. doch seit Dezennien auf weite Strecken dieser Gegend der Geist der jüdischen Gesetzestreue matt und siech geworden, das Bewußtsein von der unantastbaren Hoheit der Gebote unseres Gottes den Meisten entschwunden, so daß selbst die Grundsäulen des göttlichen Lehrgebäudes, wie Sabbat-Heiligung, Schechitoh, Mikweh, vielfach erschüttert sind,.- .v Da gilt es, die Stünme zu erheben, die Herzen zu entflammen zur Wahrung der heiligen Güter unseres'' Volkes. .- . . ' - 'Daß die Leiter dieses Unternehmens aber außer dem ernsten Willen und.der Entschlossenheit zur Durchführung ihres Planes auch die volle Gewähr für die Befähigung zu ihrer Lösung mitbringen, beruht auf zwei Momenten: auf den großen Vorbildern, an deren Wirksamkeit sie sich begeistert, und an dem praktischen Sinn, der, alles Doktriäre vermeidend, die wirklichen Verhältnisse mit seinem Blicke erfaßt und es versteht, an die gegebenen Faktoren anzuknüpfen.^ ' Von'den Vorbildern leuchtet.die Persönlichkeit des Ehrwürdigen Greises'hervor, der über ein Menschenalter in dieser Stadt das Panier des gesetzestreuen Judenthums hochgehalten und aus dem schier unversiechbarenBörnö'seines ''Wissens "j stets bereit ist, den Dürstenden, .die rhn anriefen,' den frischen Labetrunk in reichem Mähe ZU spendend Und es taucht ferner vor dem Deistesbliäe aller'derer, die' das. Glück' - hatten,' dem - Verklärten riahe zu sein,' 7 die- Gestalt des um heit wandelte er vor mir und Viele brachte er non Versündigung zurück.^-"''7 Wenn nun der solch frommen Vaters würdiger - Sohn sich in die Bresche gestellt, die der Heimgang des Zaddik hinterlassen, wenn, dieser Jüngling in flammender Begeisterung die gesinnungsverwandten Elemente um sich geschaart, um mit ihnen im Verein die erkalte^ ten Herzen mit dem Strahl desr-r» wieder zu durchglühen und die Samenkörner, die der. Verklärte in so viele Gemüther in stetiger, stiller Geistesärbeit' einge-. streut, nunmehr zu lebensvoller Saat auffprießen' zu lassen, so ist unsere Hoffnung wahrlich wohlbegründet, daß das so hingebungsvoll unternommene Werk zur Ehre des göttlichen Namens in einer vollkommenen Weise sich ausgestalten werdet v ' Es steigert sich aber diese unsere Hoffnung ndch um ein Wesentliches dadurch, daß diesem Vertreter unserer. heiligen Thora eine Anzahl in praktischen Berufszweigen arbeitender Männer in gleicher Ueberzeugungstreue zur Seite getreten, die im Verkehr mit ihrer Umgebung und. in gründlicher Kenntniß ihrer Bedürfnisse die beste Bürgschaft bieten, daß im begeisterungsvöllen Zusammenwirken das als Hochziel, erstrebte göttliche Ideal niemals die feste Basis im Volksleben verlieren werde. - ". V•.-?*• V •' ' Das vornehmste Augenmerk der Leiter ist darauf zu richten, ob sie in ihrem Vorgehen auch stets den rechten Wegeinschlagenauf dem ihnen die Aufgeforderten entschieden und wichtige Nachfolge leisten. Moscheh betete zu Gott: -.. - tsrwEfr *«■» np» msn bv V'rr ibo' tzvtz nrnvi 'pbx rj .ips» 'n nii n'nn uio ißw suW' ca^ rrw ivm . »NSl p» UM* »8L2 ■ \ ' Was soll die scheinbare Wiederholung des iim« L»'3' NNW CSV»' nach *.•31 C.W3BS »S» *W«t? . Wenn der Führer noch so hingebend an seinem Theile das Recht übt, indem er den anderen ernst und gewissenhaft voranschreitet auf dem Wege treuer Pflichterfüllung, so genügt dieses nicht, er muß vielmehr sich stets vergewissern, daß das Volk ihm auch nachfolgt, ob es nun gilt, sich aus dem inneren Leben zu den Erfordernissen der Außenwelt zu wenden cK'ai' *w» oder einzugehcn in den 'Pflichtenkreis der lediglich die Göttesnähe erstrebenden Mizwoth. Es ist des gewissenhaften Führers Sache, seinen ganzen Geist darauf zu verwenden, daß er die'rechten Wege wählt, die in dem'Herzen der zu Führenden ' die Geneigtheit weckess ihm Folge zu leistem Was nützt es ihneMdenn sonsteinen Führer zu-haben?. sie wär^n ja sonst s »xd vntz p» iB»/ r~< T:or; imt-öif 21b»! wwn Die Lehre der Wahrheit war in seinem Munde, Falsch' fand sich nicht auf seinen Lippen, in Frieden und Gradsch'wM'unsere^V'rüst'mit. froher' Thatenlust' üNd'Mßt den ’ Wunsch: in' Üns regi we'rdess iss"mögtichst kühnen Anlauf die Bastionen zu erstürmen, je feuriger auf das