Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 96 (4.12.1902)
- Date
- 1902-12-04
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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3032 es dort etwa tausend Juden, nicht mehr. Im Jahre 1818 findet man 3000, im Jahre 1826 etwa 6000, im Jahre 1840 fast 15,000 und im Jahre 1880 gegen 230,000. Die große Einwanderung russischer Juden ließ im Jahre 1888 die Gesammtzahl auf 400,006 steigen. Gegenwärtig leben in den Vereinigten Staaten mehr als 1,500,0*)0 Juden, in Newyork allein fast 600,000. Fischberg hat festzustellen versucht, welchen Beschäftigungen sich die Einwanderer mit Vorliebe zuwenden. Die größte Anziehungskraft üben die sogenannten „liberalen Professionen" aus. Drei Fünftel der Schüler der höheren Newyorker Schulen sind Juden. Von den 40) Mitgliedern der Gesellschaft der eingewanderten Aerzte sind 200 Juden, und diese 200 haben erst in. den letzten zehn Jahren ihr Examen gemacht. Von den 3000 Advokaten. Rechtsanwälten u. s. w., die Newyork zählt, sind mehr als die Hälfte Juden. Es gibt in N ewyork sechs „jiddisch" geschriebene Tageszeitungen, die eine Gesammtauflage von 100,000 Exemplaren haben. Es wurde ferner konstatirt, daß in den öffentlichen Bibliotheken der Stadt das jüdische Element am zahlreichsten und am fleißigsten ist. Es repräsentirt mehr als die Hälfte der Leser, während es nur den. achten Theil der Bevölkerung der Stadt bildet. Bemerkenswerth ist ferner, daß unter allen Einwanderergruppen die der Juden (die aus Rußland, Polen und Rumänien gekommen sind) während des Krieges mit Spanien die meisten Freiwilligen gestellt hat. Und seit damals ist auch die Proportion der Juden in der regulären Armee in fortwährender Zunahme begriffen. Seltsam ist das politische Verhalten der naturalistrten Juden. Zum größten Theile huldigen sie sozialistischen Ansichten; bei den städtischen Wahlen stimmen sie immer für die Demokraten, während sie bei den bundesstaatlichen Wahlen für die Republikaner eintretem H. E. in N.r 1. Januar 1890 — 9. Tebet 5649. Der Knabe hätte schon lange beginnen können, Tesillin zu legen. Lassen Sie ihn sofort damit anfangen.? Herrn Dr. A. F. in Szeged: Den aus Mainz batikten Bericht über die Kundgebungen hervorragender orth. Rabbiner in Angelegenheit der Herrn an städter Selchwaarenfabrik erhielten wir von einem renommirten unserem' Blatte nahestehenden Rabbiner Ungarns. Tie angeführten Thatsachen unterliegen keinem Zweifel. Die Firma Weisz, Pollak u. Schlesinger genießt allenthalben das größte Vertrauen und Atteste der Geonim von Galßccs, Bonyhad und Tolcsva, werden von gesetzestreuen Juden der ganzen Welt als vollkommen glaubenswürdig betrachtet. Herrn Rabbiner G. in A. M.r Das orth. offiziöse Organ der ungarischen Durchführungskommission haben wir auch seit mehreren Monaten nicht erhalten. Wir wissen auch nicht, ob es gänzlich aufgehört hat, zu erscheinen. Ueber ungar.-jüd. Verhältnisse werden wir demnächst ausführlichere Berichte veröffentlichen. \ Neu einLegungene Bücher. (Besprechung Vorbehalten.) P. Jakob Kohn: „Bachurim-Glück." Lustspiel in einem Akt. 27 Seiten. Preis 50 Cts. Basel. P. M. Goldschmidt. ' Schieber, Anna. „Sonnenhunger." 272 Seiten. D. Gundurf,'Stuttgart. Moser Paul. „Notizkalendkr 1903.* Berlin. W. Bert. Lithographisches Institut I. Moser. Adolph Joseph. „Der Lebensversicherungsagent m der Praxis." 84 Seiten. Preis 1.20 Mk. Berlin- Schöneberg. 1903. Siegfried Frankl.. pr~'1 -j5» Unserer heutigen Nummer liegt ein Pro- ,spekt mit „Urtheile über K. Ttudt's Grahambrot" bei, worauf'wir unsere. Leser besonders aufmerksam machen. s. Neutomischel. Das Cantor Zadikow'sche Ehepaar in Neutomischel, früher in Kolberg als Cantor und Lehrer thätig, feiert am 5^ Dezember er. seine Silberhochzeit. Ziemiershme (Galizien.) Im Jahre 1895 unternahm I. Fried m ann aus Skale das große Werk, das „n’3 Vfisnn* im verjüngtem Maßstabe, ans Holz zu fertigen. Anfang Mai d. I. hat er das große Werk beendet. Seit vier Monaten, zeigt er dasselbe in Galizien. Schriftstücke von hervorragenden Männern bezeugen, daß das Werk genau nach den Quellen des Talmuds angefertigt ei. Herr Friedmann ist jetzt Willens, direct nach Wien zu reisen. Nathan Leiter. '-"MLsfkMeer Der MevKettorr. H. G. G.: Unter den angegebenen Bedingungen kann es in Ansnahmefällen geschehen. Sollte es als Regel eingeführt werden, wenden Sie. sich mündlich an einen maßgebenden Rabbiner.. . . . CH. 23F5: 23. December 1889 -- 5. Tebet 5649. Die Sidra.ist.»nv. . Adressenveränderungen unserer werthen Abonnenten wollen unS gefl. rechtzeitig mitgetheUt werden, damit in der Zusendung des BlatteS keine Unterbrechung eintritt. . . rem vorzügliches Handbuch für Lebensversicherungs-Agenten ist gegenwärtig unter dem Titel: ..Der L«b«nsvers!chernngS-Agent in der DrariS. Ein Wegweiser zur «rsotgreichen Acqukklkonslhäligkeit im LebenSverficherungSfach von Joseph Adolph im Berlage von Siegfried Frankl in BerlUr-Schöneberg-. EMnacherstr. -13 erschienen. Von einem auf allen Gebieten des Lebensversicherungs- Wesens durchaus bewanderten -Fachmann geschrieben, weist es dem Agenten ohne Wiederholung der demselben seitens seiner Gesellschaft zur Verfügung gestellten Instruktionen und Prospekte den Weg zu einer ersprießlichen Thiiligkelt ausdem Gebiete der Lebensversicherung, indem es ihm zeigt, wie das Geschäft anzusaffen ist, und indem es ihm lehrt, was er nothlvendrgeriveise wissen muß, um aus jede einschlägige Frage antworten zu können. Das Büchlein ist aus dem praktischen Bedurmiß heraus entstanden, denn so nothwendig. ja unentbehrlich ein solcher Nathgeber.sür die Agenten ist. eristirte er doch bisher nicht m dieser übersichtlichen Form: das Büchlein füllt somit eine anerkanntermaßen vorhandene Lücke aus und wird sich ‘ ' " ‘ ‘ ‘ ~ “ ' erwer Siegfried Frankl. Bcrlm-Schüneberg, Eisdnacherstr. 43 zu beziehen. * 1