Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 94 (27.11.1902)
- Date
- 1902-11-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Gentrat-Krgan für das örLhobo.re Zudenlhüm. ' Begründet von ' l>r. ITe^nmnn in Mstrrz.^ 48» Jahrgang. Gentrat-Krgan für bas ozfßohoxe Zudenthüm. Dottnerstag, w „ 2^. Ch ch w an 5 66 3 *• 2 7. November 1902. abonnirt man bei allen Postanstalten.für den Monat <3S< SD®z©mfo©r -dSauf den „IsrsvUI". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welcherechtzeitig am Post-Zeitungsschalter deS Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem bei treffenden LaudbrieftrLger aufgegeben werden. E?" Die Briefträger sind berechtigt den Abonnements-Betrag in den ersten 25 Tagen deS Monats gegen Quittung in Empfang zu nehmen. ..Ausland entsprechend höher. Die ErpedLüon des „Israelit." Amins O hie jniliiltzeii Siitfrcifcu UeininiiW. Mittwoch, den 10. Marcheschwan in Cola im Englischen Saale der „Philharmonie".; (Bericht von S. Frankfurter, Wesel.) Die feurige Begeisterung, welche der Verein für. die jüdischen Interessen Westfalens entflammt, die, großen Erfolge, welche er in der Erweckung und Festigung der Liebe für r.pnph snw in den Herzen so vieler Glaubensgenossen erzielt, die hohe Anerkennung, welche das Streben für Erhaltung positiven Glaubens und unverbrüchlicher Gesetzestreue sich in den Augen der staatlichen Behörden erworben hat: alle diese hehren Errungenschaften riefen die innigste Befriedigung nicht allein derer hervor, welche zum Vereine gehören oder ihm nahe stehen, sondern aller derjenigen, welche ein Empfindendem pietätvolles Gefühl haben für die Hoheit, die Majestät des Judenthums und den sittlichen Werth der Bekundung und Vethätigung der Wahrheit des Sinai-Wortes, des Kiddusch Haschem, der Heiligung des göttlichen Namens ' zu würdigen wissen. Sind doch in jener Provinz, die dem gläubigen Jehudi in religiöser Hinsicht als eine nccun rrs px eine dürre, wüste Gegend, erschien, neue Brunnen gegraben, und sprudelnde Quellen blosgelegt worden, die erhoffen lassen, daß das crr cre, welches ihnen entspringt, " dieses alles belebende Wasser,, die Lande auf's Neue befruchten und für die Bebauung. fähig machen' werde. In der verhältnismäßig doch nur kurzen Zeit des Be- - , -stehens jener westfälischen Vereinigung ist in jeder Hin- ^sicht/ sowohf wqs Religions-Unterricht, -Schechitahmnd- Ätikweh betrifft, wie durch Verinnerlichung des jüdischen Göttesbegriffes, durch Awodah und geistige. Belehrung vieles geschehen, und ist noch Erfreuliches zu erwarten.' So kam es denn,, daß das in Westfalen gegebene Beispiel auch auf die Bewohner der Schwesterprovinz, des herrlichen Rheinlands, seine wohlthätige Wirkung ausübte. Wenn zwar hier in des schönen Rheines lieblichen Auen es im allgemeinen besser bestellt ist, die Thora noch Pflege findet und blühende Gemeinden die dem Judenthum nöthigen, altehrwürdigen Institutionen aufweisen, auch noch Begeisterung für jüdisches Wissen an vielen Orten anzutreffen ist, so ist doch nicht zu verkennen, daß es auch hier noch ein großes Feld zu beackern giebt, daß auch hier, sei es durch die Verhältnisse, sei es durch den Jndifferentismus und die Lauheit hervorgerufen, manche Brunnen giebt, dir verstopft sind und daher dem Durstigen keine Erquickung mehr bieten. Dadurch, daß diesen Gemeinden die geistige Fürsorge fehlt, ihnen kein Wächter und Hüter des Gesetzes bestellt ist, liegt so manches im Argen, und mit der Zeit würde,. wenn nicht eingeschritten würde, die wichtigsten und heiligsten Einrich- , tungen, die für das Leben des Judenthums von unbedingter Nothwendigkeit sind, völlig in Verfall' gerathen. So gibt es namentlich Landgemeinden, in denen ganze Schaären von Kindern ohne jeglichen Religions- ,r r.^(-pf.;;: '■? .•’