Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 90 (13.11.1902)
- Date
- 1902-11-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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An den Vortrag schloß sich eine Reihe gesanglicher und. deklamatorischer Darbietungen. . Der Ertrag des Abends, der dem Hort zu Gute kommen soll, wird ein recht bedeutender sein. .V;- ' : Hannover, 10. Nov. Zu der vor einigen Tagen stattgehabten Wahl eines ersten Vorstehers der Gemeinde jvaren 236 stimmberechtigte Mitglieder erschienen. Es entfielen auf Senator Leopold Fischer 223 Stimmen, auf Bankier Emil L. Meyer, obgleich derselbe nicht candidirte, 8 Stimmen, während 5 Stimmen sich zersplitterten. Senator Fischer ist somit' gewählt.- - - Schönlanke, 9. Nov. In der kürzlich hier.abgehaltenen Jahresversammlung des Verbandes der jüdischen Litteratur-Vereine „Posen Nord", zu welchem die Vereine aus Schneidemühl, Kolmar i. P., Rogasen, Tremessen, Filehne und Schönlanke gehören, wurde der Vorstand wiedergewählt. Vorsitzender, ist Herr Bankier Berliner in.Schneidemühl. Stuttgart, 4. Nov. Fabrikant Leopold Kahn, hier, wurde von der Regierung von Peru zum Kanzler des Peruanischen Konsulats ernannt. ... . . -— Verflossenen Sabbat starb hier im 62. Lebens-' fahr in Folge einer Opperation. im Marienspital Kaufmann Leop. Wälder aus Rottweil und wurde heute in seiner Vaterstadt unter . zahlreichem Geleite beerdigt. Derselbe hat durch Reellität im Geschäfte sein Geschäft zu großer Vlüthe gebracht und allseits große Wohlthätigkeit geübt, weßhalb er in großer Achtung stand und auch vor einigen Jahren an die Spitze - der jüdischen Gemeindeverwaltung berufen wurde. ' Dermischles Aus dem Fulda'ischen. Mit Freuden neben wir größeren Kreise» bekannt, daß diejenigen. Praparanden, welche nach dem Verlassen, der Anstalten in Höäwerg und Burgpreppach das Casjeler Seminar besuchen wollen, auf ibre Bitte den Gottesdienst im dortigen Betsaale besuchen können. ' - Düsseldorf. Anläßlich der Diiffeldorfcr Kiittstansstcllung verlieh Kaiser Wilhelm dem jüdischen Maler Philipp LLsell«« aus Budapest die kleine goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. ' Emden. Dem hochrerchrtcn, wett über die hiesigen Greinen hinaus als Talmud-Chackam bekannten Rabbi des Talmud-T-bora-Vereins, Herrn S. Pinkusson, ist an seinem l'tzten G-büriStag vonunserem allverehrtcn Landrabbiner, Herr» Dr Löb die Morenu-Würde verliehen worden., - - > . - ' ' , Kolourea. (Ein Nncntw egt er) Jmhreügen Gymnasium lehrt ein jüdischer Supplent die deutsche Sprache. I. Kling e r ist sein Name. Als ihn die .Schüler seiner Klasse-zu^llM'schyP^NcMiJML bMckmuMem.war der'.Herr.Supplent cntrültct. über., das tasklos^. PetiDmen seiner Glaubensgenossen und erwiderte mit folgenden Worten: .Ich bin ein civilisirter Europäer und feiere diesen Feiertaa nicht. Wenn ich mit meinen Kindern und Enkeln in Palästina wohnen werde, so werde ich ihn feiern.' Der Herr Kling er ist als konsequenter Mensch auch am Neujahrstage in die Schule gekommen zur nicht geringen Verwunderung seiner .arischen" Schüler.;' VrLsf?aAerr der KedaeLion. _ E. P. in G. : „Nordd.utsch.-r Lloyd m Bremen," Geackabiheilung sür das Komitee für hilfsbedürftige durchreisende Inden. - v - ' BrisfTafts« der Expeditro«. Frau I. S. Ww. Siegl.: M. 16 dankend empfangen. Adresfenveränderungen unserer werthea Aborrnenteu wollen «uS gefl. rechtzeitig mitgetheilt werden, damit in der Zusendung des Blattes reine Unterbrechung eintritt. > In einer Zeit, wie die unsrige, in welcher die Technik sich zu einer solchen Ausdehnung _ vervollkommnet hat, daß sie nicht nur die großen Industrien und weltbeherrschenden Betriebe umfaßt, sondern auch in den Dienst des kleinen Handwerkers und. sogar der praktischen Hausfrau gestellt wird, nimmt es kaum Wunder, daß man auf die Herstellung des Apparates gekommen, welchen unsere Ueberschrist bezeichnet. Eine neue Aera für die Kochkunst ist damit angebrochen. Das zeitraubende, kostspielige, oft stundenlange Kochen der Speisen auf Kohlen- oder Gasherden ist vermieden und das Einkochen und Verderben vollständig ausgeschlossen. Die Speisen werden nach kurzem Ankochen, welches nach Erforderniß-IO—30 Minuten nicht zu übersteigen hat, in den Apparat eingesetzt und ergeben nach , wenigen Stunden, ohne weiteres . Feuern, ein völlig gargekochtes, ausgezeichnet gutes und heißes Mittag- oder Abendessen. - Wenn es darauf ankommt, die Speisen nicht zu Mittag oder Abend am Tage des Einsetzens zu verwenden, sondern solche erst am andern Tage, etwa nach 16—20 Stunden, zu genießen, findet man dann nach Oeffnung des eigenartigen Ofens seinen Morgen- und Nachmittag-Kaffee, seine Suppe, Gemüse und Ragout, seinen Schmorbraten mit Kartoffeln etc. etc. zu seiner eigenen und aller Hausgenossen Freude heiß und schmackhaft vor! . ‘ Und um diesen überraschenden Erfolg zu erzielen, ist die denkbar einfachste Manipulation nöthig und. spielend vollzieht sich das sonst so mühsame Geschäft des Kochens und Warmhaliens. - Für die rituelle Küche speziell bedeutet dieser Apparat eine „große Errungenschaft!" Der sogenannte Setzofen mit Gas- oder Holzkohlenheizung ist entbehrlich, das E i n k o ch e n und U e b erlaufen, ganz unmöglich, und geruch-und gefahrlos und n i e versagend liefert der Apparat die erwünschte. Sabbatmahlzeit. . , I Deßhalb wird hieser,.n;o.dprn, e^Sabbatofe.n*) in jeder MMen''KLcheWMUoÄilleM^ Gast sein und bald überhaupt, unentbehrlich werden. *) Dieser Sabbatafen ist in der bekannte» Niederlage ritueller - Artikel: M. L. Schwab. Nene Zeile 1t! in Frankfurt um Main zu baden und stehen Prospekte und Preislisten gerne zu . Diensten.