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Der Israelit · 1902-11-10 · Heft 89 (10.11.1902) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 89 (10.11.1902)
Date
1902-11-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Städten der Schweiz (in Baden, Bern, Chaur-de- Fonds, Lausanne und Zürich) Vertrauensmänner bestellen resp. Filialvereine gründen. Auch wird sich der Verein, obgleich er in erster Reihe für die jüdischen jungen Leute der Schweiz und des benachbarten Elsaß und Baden sorgen will, mit den gleichstrebenden Schomre-Schabbos-Vereinen in Frankfurt a. M., Hamburg und Breslau in Verbindung setzen. Der jährliche Beitrag wurde auf 3 Frs. festgesetzt. Die Commission setzt sich zusammen aus den Herren: Adolph Marx-Dreyfus, Präsident; Charles Nordmann, Sekretär; Rabbiner Dr. Cohn, C. Eisenmann, Sigmund Kahn, E. Schmoll-Luria und S. Teplitz. Äarezag. In dem zum hiesigen Rabbinatsbezirk gehörigen Kun-Madaras wurde dieser Tage ein Mann zur letzten Ruhestätte geleitet,, der sein Leben lang im Dienste Gottes stehend, echte, jüdische Fröntmigkeit, ungetheilte Menschenliebe und edles Wohlthun bethätigte. Herr Anschel K o h n — ein Bruder des vor zwölf Jahren verewigten Onoder Rabbiners — war ein schlichter Privatmann, Steinmetz seines Zeichens, aber sein Name war in den fünf Nachbarkomitaten rühmlich bekannt. Sein anspruchsloses Wesen, seine tiefe Frömmigkeit/ als seltener mai *rr.c seine grenzenlose Liebe zur. jymn, deren Studium er während seiner geschäftsfreien Zeit mit Eifer oblag, sowie seine Hochachtung und .Werthschätzung gegen Alle. die sich mit dem Studium der heiligen Thora befaßten, ganz besonders aber sein für n'o: warm schlagendes Herz, welchesihn in des Wortes wahrstem Sinne np-ts spn ncm sein ließ, denn er suchte das Elend' und die Armuth in ihren Hütten auf, um sie in einer das Maß seines Vermögens oft weit übersteigenden Weise zu lindern. Diese hervorragenden Tugenden, gepaart mit einer ungetrübten Gemüthsheiterkeit, welche er trotz zahlreicher Schicksalsschläge stets zur Schau trug-, machten ihn zu einem allgemein beliebten und geachteten Mitgliede seiner Gemeinde und zu einem gerne gesehenen Gaste in all den Ortschaften, wohin ihn seinegeschäftlichen Beziehungen führten. Von Nah und Fern waren seine Verehrer herbeigeströmt, um ihm das letzte Geleite zu geben. Die Herren Rabiner Maier Rosenfeld, (Miskolcz), Sal. Schück (Karczag), Jacob Schuck (H. Nadüdvar) hoben an der Bahre sein^ Verdunste' in deutscher und Dr. Moritz Weiß (TLrokPzent Mklos^iy ungarischer Sprache hervor. Selbst, ergriffen, 'tvidmeten-sie Alle dem Heimgegängenen sind',' fchilMtest?den'Vetlüs^. deck ba^.-gesrWtreue^Jude^ thumerlittenhat/ LaütesSchluchzen' unterbrach häufig die ehrw. Redner und aller Anwesenden hemächtigte sich der Eindruck, daß unsere heilige Religion wieder einen ihrer eifrigsten Vorkämpfer verloren hat. . Moritz Schuck. Berichtigung. In dem Artikel Paks soll es anstatt Rabbi Nastali Sofer s. A,. Rabbiner zu Prcßbw-g. Rabbiner zu Karl» bnrg, später zu PSchy-Neudorf heißen. Schleimigste J^ilfe dringendst geboten! Wir erhielten in der letzten Woche folgende Depeschen: . 1. Aus Jerusalem: „Cholera graffirt in Umgegend Jerusalems. Verkehr eingestellt. Lebcnsmittelpreise verdoppelt. Bitteres "Elend bevorstehend. Erbitten telegraphische Hilfe." gez. Chacham Baschi Eljaschär, Oberrabbiner Salant. Rabinöwitsch - Tümim. 2. Aus Hebron: „Israelitische Lage in Folge Cholera schrecklich! Armuth. Theuerüng. Erwarten telegraphische Hilfe!" - ' gez. M e d ini, Ephros, Rabb. in Hebron. 3. Aus Liberias: „Cholera Liberias aüsgebrochen, ' andere Städte Palästinas abgesperrt. - ' Preise Lebensmittel übermäßig gestiegen,. schreckliche . Nothlage. Unterstützung allernothwendigst. Extra- . sammlung sehr erwünscht."• Wir richten daher die dringende Bitte an unsere Mitbrüder, durch freundliche schleunige! Zusendung möglichst zahlreicher und namhafter Bei-' träge uns in die Lage zu versetzen, schnellstens diese Noth unserer armen Glaubensbrüder im heiligen Lande zu lindern. Sämmtliche Unterzeichnete sind gern bereit. Gaben in Empfang zu nehmen, deren Eingang öffentlich bekannt gegeben wird. Frankfurt a. M, 7. Cbesckwan 5663. 7. November 1Ü0&;v:; /.* für die nsthlei' Lnden Brüder im Auslande Rabb. Dr. S. Breuer, Schützenstraße 141 ' Wilh. Hackenbroch, Pfingstweidstraße 29: Emanuel Ettinghausen, Zeil 33. v' J ‘ Max. M. Kulb, Eschenheimer Anlage:31v - -.- Herr mann Lehmann, Theobaldstraße - 2:-' - --iDr.-J s ra el R o o s,- Schöne Aussicht 3.--- -•?* ÄdÄ'f & - 5 «>*• Käiserstraße^3^"? ■■ ■ " -. - - : 'r-'. » - .7 ■ ' l|

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