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Der Israelit · 1902-11-06 · Heft 88 (6.11.1902) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 88 (6.11.1902)
Date
1902-11-06
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Nimm sie, die alte T'fille, Sie läutert Deinen Sinn, Küss' sie oft mit dem Munde Und bete fleißig d'rin. Dann winken Dir einst Engel, Entgehst der Hölle Pfuhl, Du abonnirst Dir, Karlchen, : Im Himmel einen Stuhl.-- Äoch jene weite Reife, Ich gönne Dsr sie nicht. Du sollst recht lang noch leben! Viel länger, als mein Gedicht. Eine Bibel, die in keiner christlichen Familie fehlt, sie ist in den jüdischen Salons nicht zu finden. Und doch gehört in jedes Haus eine vollständige Bibel. Und ist sie einmal da, so wird sie auch benutzt. Es gibt im Leben so viele Anknüpfungspunkte. an dieses herrliche Buch, so viele Gelegenheiten zum Nachschlagcn, daß sie gewiß, wenn einmal vorhanden, sicher nicht unbewährt bliebe. Man könnte ja diesem „alten" Buche ein modernes Gewand geben, damit es in „Reihe und Glied passe", und das an das „Stilvolle" gewöhnte Auge nicht beleidige. Wie aber zu einer Bibel kommen? Das möchte ich jetzt schließlich, nachdem ich's schon am Anfänge thun wollte, und immer wieder davon abkam, noch erörtern. Als ich mich während meiner vergangenen Sommerferien in W. aufhielt, führte mich ein kalter Regentag in das trotz August geheizte Zimmer meines Wohnungsgebers. Auf dem Tische lagen einige gewöhnliche Bücher, aber eine sehr schön eingebundene Bibel. Da die Leute nicht zu den Begüterten zu zählen schienen, fiel mir diese so prächtig gebundene Bibel besonders in's Auge. Als ich sie öffnete, fand ich als-erste Seite ein Blatt Papier, auf welchem geschrieben stand: Zur Erinnerung an die Vermählungsfeier von N. N. und N. N. am (Datum), getraut zu W. von dem Geistlichen (Name). Der Text der Predigt, lautete:. (Hier folgt derselbe.) ' Auf meine Frage, wieso sie zu dieser Bibel kamen,- antwortete man mir, daß in W. jedes Ehepaar nach der Trauung eine solche von dem Geistlichen erhalte, die er, von Stuttgart in Großem bezogen, zum Selbstkostenpreis abgebe und die bei den Trauungsgebühren mit eingerechnet werde. Nach dem Grundsätze: rbxn iw» moiUP ’cc möchte ich diese Einrichtung, die mir so außerordentlich gefiel, hier mittheilen. Die Hochzeiten unserer Glaubensgenossen bewegen sich ja nicht in so mäßigen Grenzen, daß denselben die Anschaffung einer Bibel als zu große Ausgabe erscheinen würde. Unsere - Rabbinen dürften nur einmal den Versuch machen und ick habe die Neberzeugung, die Bibel würde gar bald wieder ihren Einzug in die jüdischen Häuser halten und sich dort den Platz wieder erobern, der ihr wegen ihres Alters unb‘ ihrer Heiligkeit mit Recht gebührt. . Sie, wird aber mit der Zeit ihren Platz auf dem Familien-. tische nicht allein einnehmen, sondern die Werke jübischer Geschickte und Litteratur, die in der Neuzeit durch Vorträge an so vielen Orten mit Liebe und Begeisterung gepflegt werden, sie werden sich um sie gruppiren . und so gemeinschaftlich das Band bilden, das Israel mit seiner Lehre, seiner Geschichte und seinem Volke verbindet, v;.. ... ... ... ... v. . 3t $ £ i 0 § 33. für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Die Kedacliou unternimmt virmal» eine Prüfung ln Kerug auf die ritnrNe Zuverlässigkeit der augeprtesenen Waaren. Die Äeffeher habe», wenn sie in dieser glnlitzt gesichert fein wollen, die Anpreisungen, yrserenren etc. selbst einer Toutrolr p» unterwerfen Schluß der Jnseratenannahme ill stet»: für die Montagsnummer. "Sonntag Früh 9 Uhr. für die vonnerstagsnammer. Mittwoch Mittag >2 Uhr. klufer Matt gelangt regelmäßig Montag und Donnerstag in den Abendstunden rnm yerlandt. Reklamationen wegen späten Eintreffen» bt> Uebe mau bei der betreffenden postaullalt?u machen. Offerten auf Chifferannoncen werden täglich, mit Ansnchine von Samstag und Sonntag» wettervefördrrt. Für mein Samstag» geschlossenes ßank^Oeschäft suche ich zum sofort. Antritt einen tflltiins unter günstigen Bedingungen. &>. Silberberg. Hälberstadt. 17311 gstteinhändler in Lberheffen sucht für seinen Sohn in d. gleichen Branche Stellung als KehcÜüg oder Volontär. Samstags und Feiertage srei. Off. nnter 7228 an die Geschäfts, stelle dieses Blattes. Siegmund Winfersehweig, to Fabrik f. Fleisch-L UrWaaren, to mit skektrifcHem gbxaft&etrieft. Brettestr. 60. Breiteste. 6V. Telephon 1931. (6747 Emvfiehlt seine prima Fabrikate, streng rituelle Verarbeitung. Täglicher Versandt in bekannter Güte. *^^3 5 Kila-Vacket franco. — ^reisfifien gratis * franco. Louis Simon Kaiseistr. 4 »rrplhrtt i Frankfurt a. M. MissMchWl. [2464] q^ir suchen für nnser Mannfactllrwanren-Gcschäft. welches Sniitjtnqs und Feiertage streng geschloffen ist. einen mit guter Schulbildung, aus achtbarer FamiUe. - 7300 Gebe. Lev». Hcrsfeld.; geschloffen ist. einen SSr. Cultuöbeamteu wird durch den Verkauf eine- Familienbl. hoh. Verdienst zugestchert. Näh. durch den Verl. Gustav Mebling K Co., Geestemünde. (8141'

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