Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 88 (6.11.1902)
- Date
- 1902-11-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ein ' Aentrak-Hrgan für das orthodoxe Zudenthum. - Begründet von ' \ t Vr. DehrnNnrr in MsiVr. V 6. Cyeschws« StzSS »«« «. N-v.mSer 1908. •trb nyi -rii&rfr ny Weigkii hiit stiiik Zeit L ZeKii Hst seine Zeit. .. Von A. Lewertoff, H.ö x t e n. , .Diese'Worte des weisen Königs veranlassen mich zu einer Entgegnung des in diesen Blättern jüngst be-, reits erwähnten Artikels-in Nr. 35 der „Allgem, Ztg. des Jvdenthums", betitelt -h%iid ischer Katholizismus in Westfalen." - . Wenn es in diesem Artikel ' wohl hauptsächlich' daraus ankommen soll, den „Verein zur Wahrung der religiösen Interessen des Judenthums in der Provinz Westfalen", . der nun einmal das traditionell überlieferte Judenthum unserer Provinz vertritt, anzugreifen, so kann ich als erster Vorsitzender des genannten Vereins hiermit nur erklären, daß unser Verein es ein für allemal ablehnt, auf derartige Angriffe zu reagiren. — Derselbe ist begründet worden, für d i e H e i - lighaltung unserer erhabenen Religion, einzutreten; Niemandem . zu Liebe und Niemandem, zu Leide, sondern einzig und allein nur für .wvnn rnrncm ranpn für unsere heilige Sache zu wirken! Dieser , unser Standpunkt hat unseren Vereins-Vorstand auch bisher stets dazu veranlaßt, uns selbst bei etwaigen Angriffen.seitens unserer Gegner, niemals in eine Preßfehde einzulassen! — Wenn ich mich nun hiermit, zu einer Entgegnung auf den fraglichen Artikel herbeilasse, .so geschieht dieses keinesfalls, in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des obengenannten. Vereins, sondern einfach als Privatmann, um so manche gemachte Bemerkungen gründlich zu widerlegen und zwar, größtentheils an.der Hand aktenmäßiger Beweise, . Zunächst wird in dem beregten Artikel „Die Gebetbuch-Frage", d. h. die „Anfertigung" bezw.; „EinfLhru n g" des „ neuen w e st f L f i s ch e n; Gebetbuch es" von .Dr. Vogelstein in Stettin,, wieder aufgerollt und zwar mit folgenden Worten:, „Der Vorstoß auf das religiöse Gebiet (d. h. die 'Anfertigung bezw. Einführung des „Gebetbuches")^ hatte genügt, um den Synagogen-Verband Allen, am . Alten Hängenden verhaßt zu machen und sah sich der. Verband alsdann von Gegnern umringt, die sein Vorgehen für religionswidrig ä u ch r ieen und ihm ' (dem^ Synagogen-Verband)'zuerst - durch" Gutachten gegen das „Gebetbuch" und anklägerische Flugblätter zu schaden suchten!" . . . . Durch diese „Gebetbuch-Fr.äge" bezw. „Gutachten - Angelegenheit", sowie durch das „A u s s ch r e i e n" und Verbreitung „ä n k l a - gerischer Flugblätter" ist meine Per-, s o n (wenn auch ohne Namens-Angabe) mit hineingezogen, und wenn ich auch bisher st e t s die diesbezüglichen Angriffe mit „Schweigen" beantwortete habe, so glaube ich, daß es doch an der Zeit ist, diesen immer wiederkehrenden Angriffen endlich auch mit, „Rede n" zu antworten, um somit diese Angelegenheit' vor das Forum der Öffentlichkeit zu bringen, damit cs allen Glaubensgenossen; welcher Richtung sie auch angehören, klar wird, mit welchen Waffen und Mitteln von gegnerischer Seite gekämpft wird.— Da das „westfälische Gebetbuch" s. Zt. auch in. der Gemeinde meines Wohnortes eingeführt werden sollte, so fühlte, ich mich als Gemeinde-Mitglied nicht allein für berechtigt, sondern entsprechend dem . Ausspruche, unserer Weisen f. A. xiw6 btmk fw cipoai BMK hielt ich mich in meiner Eigenschaft als Jehüdi auch voll und ganz für derpflichtet, der Einführung jenes „Gebetbuches" in meiner Gemeinde entgegenzutreten und. zwar mit a I I,e n m ir . g e - setzlich zu Ge b o t e .st ehe n d e n Mittel n.