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Der Israelit · 1902-11-03 · Heft 87 (3.11.1902) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 87 (3.11.1902)
Date
1902-11-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1834 auf das Volk und soll nach dem Volksglauben übernatürliche Kräfte besitzen. keine zweckmäßige Oefen hierfür. Einen guten, zweckentsprechenden Mantelofen, der eine starke Luftzirkulation' her« vorbrachte, kannte man. nicht. Wo man in einer Synagoge in vereinzelten Fällen einmal eine» Osin antraf, war, dies ein mantelloser, der in seiner nächsten Nahe eine solch' grelle " Wsrsonakien. - Laudenbach (Württemberg), Ende Tischri. An ..n°.2D-7^ -'sbb in hicrfelbst die Ehefrau des Meier SchsioH, Babette, 76 Jahre alt, in die .-cd jtttXJ . eingezogen. Als?tj wir erzog sie im Verein mit/ ihrem noch lebenden Gatten ihre beiden Söhne, die mit ihren. Frauen echt religiöse Familien gründeten,. - in jüdischem Sinne. nnw® nn'ni ,tp Hand und I. Haus waren stets offen für Bedürftige, n"2swn..: Hitze verbreitete, daß gar oft die Schbänke angekohlt waren, während die Leute auf den hinteren Banken von der Wanne nichts mehr, verspürten. Von solcher Heizung wollte natürlich kein Mensch, der sie kannte, was wissen. . J,n letzten Jahrzehnt hat die Ofenindustrie jedcch einen bedeutenden Aufschwung genommen, sowohl hinsichtlich.der tleiiulngsfähigkeu, wie in der äußeren Ausstattung der Oesin. Bon hier dalnt auch das größere Interesse, das man. der Beheizung der. Synagogen eargegcnbringt; eS werd.n min wirklich gute Oefen für diese» Zw.ck in den' Handel gebracht. : ' .; '•" - . Ein ganz b.sondercs Verdienst hat die Orensabrik E. Henn in Kaiserslautern sich hierin erworben Diese Firma vringt Synagogcnösen in den Handel, die monatelang auf I rv'" .77: Vermischtes ■ . ■ »' Söiett/27. Cct. : Sr. Majestät der Kaiser genchte I dem Fabrikanten Eduard Doctor in Nachod. den Ordm 8 . der eisernen K.ro::e dritter Klasse, taxfrei zu verleihen. . Probe gegeben und wieder zurückgenommen werden, wenn sie die Synagoge, auch wenn sie noch so groß ist, bet der größten Kälte nicht auf 10—12° Rcaumur erwärmen, wobei die Leute auf den h-nteren Bänken ebenso warm haben:müssen, wie die in nächster Nähe des Ofens. Dabei ist die Erwär- , mung eine außerordentlich rasche; in ca 2 bis 3 «stunden muß die Synagoge vorschriftsmäßig warm sei» bei: nur . » '. BrZsMRsrr der KedseLion. 8 Herr A. Schweitzer, Darmstadt: Wir können Ihnen I über A> gefragtes keine Auskunft geben, doch wird Herr I..Obcrrabdiner Ehrenfeld in Prag oder Schriftsteller S. 8 Kohn ebendaselbst. Ihnen gerne solche ertheilcn. , sichert, daß mittelgroße Synagogen mit 20-^2ö Kgr. Kohlen bis zu den garantirten Graden erwärrncn- Das ist gewiß eine schöne Leistung! Für Bchcimng von Synagogen kann nur. von einem zweckmäßigen, g. schlossencnMantclofcn die Rede sein, der aber derart könstruirt sein muß, daß in. kürzester Zen alle Synagoge,ilufr zwischen Ofen und Mantel dnrchpassiren 8 - 'Aus Süddeutschland. Kürzlich wurde an dicsir D Stelle darauf hinge,viesen, daß das moderne Knnstgewerbe 8 auch manche Novität in jüdischen Kultusgegenständen hei- 8' .vorgebracht hat. Das ist ein recht erfreuliches Zeichen und 8,. .sicherlich wieder ein Beweis für den Optimismus, den wir 8 uns bewahrt haben. Mir kam dieser Tage eine Pi eisliste 8' der altbewährten, den Lesern Ihres Blattes gewiß nicht M - unbekannten Firma M a x L a m m, B u t t e n w i e s e n 8 .(in Schwaben) zur Hand.. Die darin verzeichnrten Artikel 8 ,-p als Thoraschmuck, Kidduschgeräthe, Sederschüsseln, Cha- 8 . nukaleuchter re. re. — sind größtcntheils formvollendete 8 Kurrstgegenstände, bei denen sich die Eigenschaften .praktisch 8 und schön' paaren. Besonders originell'sind die Chanuka- 8 . leuchler, bei welchen die moderne Technik der Musikspiel- 8. dosen in Anwendung kam. Mittelst dieser Einrichtung kann 8 /man sich die anheimelnde, stimmungsvolle und alttraditionrlle 8 ' Melodie des »Moaus zur Jcschuosi" spielen lassen, und sich 8 dicserhalb die Chanuka-Abende verschönen,. — Für Lieb- 8 Haber von- Gegenständen, die einen spezifisch jüdischen Cha- 8 .rakter tragen, bietet das Verzeichniß auch sonst noch manches » 'JnteressaM'^ . 7- , - X. Y. kann. Die Wärme strömt oben, aus, die kalte Lust ücerrn Fußboden wwd unten zum Ofen angezogen; er findet eine immerwährende lebhafte Lustzirkulalion statt, die auch eine Bodemvärme erzeugt. Auch die gleichmäßige Erwärmung des ganzen Raumes bängt nur einzig und allein daran ab. Bor mantellofcn Oefen oder vor Oefen mit durchbrochenen Mänteln sei entschieden gewarnt. Dieselben geben eine grelle, strahlende Erwä, mung, wobei cs Niemand in der Nähe aushalten kann. Lieber keinen Ofen, wie einen solchen. Auch den Oefen. die unterm Synagogenboden Ausstellung finden, um sie dem Auge unsichtbar -ü machen, kann ich baS Wort nicht reden. Ganz abgesehen davon, daß eine, zweckmäßige Luftznkulation nicht erzielt werden, kann, saugt das umliegende Mauerwerk und Erdreich so viele Warme aus, . daß damit allein die Synagoge fast beheizt werden kann. Am Besten steht der Ofen frei in der Synagoge/dann heizt er schnell und sparsam. - . . .. LebenSversichrrungs-Gesellschast r« Leipzig, auf Gegenseitigkeit errichtet 1830 kalte Leipziger).! In den ersten drei Vierteljahren des Jahres 1902 sind 504? Anträge nberM.388101:0 Versicherungssumme eingegangen und 4435 Versicherungen über M. 33482000 abgeschlossen worden. Es hat sich damit der LersicherungenÄbeständ aus 642 Millionen Mark gehoben, während das Vermögen auf 222 I Ucker SchÄMg von SynaMM» M . In den letzten Jahren beginnt man der Beheizung von 8 Synagogen ein größeres Interesse entgegen zn bringen, wie Bp dies früher der Fall war. Warum sollte auch eine Syna« M .- koge an kalten Wintertagen nicht geheizt werden, wo man M ... stundenlang ruhig und andächtig dasttzcn soll? Wenn man W, / frieren muß,' daß einem die Zähne klappern, kann doch M /voll einer Andacht kerne Rede mehr sein. ■'■‘.“f' Warum waren aber, unsere Vorfahren durchgehends so M - - sehr gegen die Erwärmung ihrer GotteShänser? DM ist M sehr einfach: Bis in die jüngste Zeit: hatte man überhaupt: Millionen Mark angewachsen ist. - Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine' reine Gegenseitigkeitsanstnlt ist. .fließen alle Uederschiiffe in Gestalt von Dividenden den Versicherten wieder zu. die auf diese Weise biS jetzt «8 Millionen Mark erhalten haben. Im laufenden Jahre beträgt die Dividende für die länger als fünf ^ahre bestehenden Versicherungen ' beim Divrdcndenplan a ivie seit nunmehr 15 Jahren. 42«/,- der ordentlichen Jahresbeiträge, bei abgekürzten Versicherungeis außerdem noch 1.5°/* der Summe der gezahlten Zusatzprannen; beim ' Dividendeltplan B gelten steigende, nach der Dauer der Versicherung abgestufte Divlüendensätze, die die Leipziger Gesellschaft in : der von Anfang an in Aussicht gestellten Lüde. fortgewahrt, wahrend vrele andere Gesellschaften sich" gezwllügen' gesehen ' Hanen, ihre stergende Drvldenden. herabzusetzen, : 7 -' ».* i*. l j:r, Vi 1 I ' '' . - ' ' ' ~ j

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