Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 93 (24.11.1902)
- Date
- 1902-11-24
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1964 blasen zu lassen. Begründet wurde diese Maßregel damit, daß dies gegen die Polizeiverordnüng des Herrn ' Regierungspräsidenten vom 24 Nov. 1884 verstoße. Alle Gründe, die Herr Scheftelowitz dem Bürgermeister . vorhielt, daß das Gesetz hier nicht anwendbar sei, wurden zurückgewiesen. Der Bürgermeister beharrte auf seinem Standpunkte, er dürfe von den Verordnungen nicht das Geringste preisgeben, da er sonst nach und nach alle Verordungen fallen lassen müsse. Herr Scheftelowitz erhob Einspruch und bei der Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengerichte vom 8. d. Mts. wurde er von der Strafe freigesprochen und die Kosten, des Verfahrens dem Staate auferlegt. Schweiz. Lengnau (Schweiz). Man schreibt uns: Vor Kurzem war in Ihrem geschätzten Blatte die Thatsache notirt, daß in unserer Synagoge eine politische Versammlung stattgefunden hat. Zur Ehrenrettung unserer Gemeinde seien die Gründe mitgetyeilt, unter denen dies Außergewöhnliche geschah. Die Versammlung, welche von einigen Regierungsräthen der Schweiz, geleitet wurde, begann auf einem großen, freien Platze vor der Synagoge, welcher aber Ortseigenthum ist. und hatte über das Projekt, Lengnau mit der Bahn zu verbinden, zu entscheiden. Da aber die Berathungen unter freiem Himmel durch einen starken Regen gestört wurden, flüchteten die Theilnehmer in die nahe gelegene Synagoge und wurden dort mit Genehmigung der isr. Gemeinde-Verwaltung die Ausführungen weiter fortgesetzt. Ein Regierungsrath von Zürich, der zuerst dort das Wort ergriff, betonte besonders, daß er es als ein gutes Zeichen des Gelingens betrachte, an solch, heiliger Stätte über die Sache referiren zu können. Das. war doch sicher schön gesprochen und ist ein großer vrvp, so etwas hört man selten in der Schweiz. vermischtes. . Friedrichöfeld bei Mannheim. Die Eierteigwaarcnfabrik von Hermann Burger und Co., Inhaber Hermann Burger und Z. Goldmann, hatte vor einige Wochen den hohen Besuch des GroßherzogS und der Großherzogin, die sich die Fabrik und ihre Produkte genau ansahen und sich über' alles informiren ließen. Der Groß» Herzog war voll des Lobes über bte Einrichtung und den Betrieb der Fabrik. Wie wir Horen, soll die Fabrik nächstes Jahr eine bedeutende Vergrößerung finden und dabei sollen extra Räume für Spezial-Koscherwaare beschafft werden. - . mm* 3U den mannigfachen Anregungen, IO dü rbMIILllcL!, ♦ bie angewendet werden, um in die' Eintönigkeit des täglichen Lebens Abwechsrlung zu bringen, gehört unbestreitbar auch das Lotteriespiel. Die sich dadurch eröffnende Möglichkeit eines Glücksfalls gewährt eine Hoffnung und ist das Vorhandensein einer solchen bekanntlich eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die Erträglichkeit des Lebens in sehr zahlreichen Fällen. Wo es aber sonst an Hoffnung nicht fehlt, bildet die Möglichkeit eines Glücksfalls doch mindestens die Unterlage zur Ausführung dieses oder jenes Lieblingswunsches, also in jedem Falle den Anlaß in allerhand angenehmem Phantasiespiel. Dies ist der Grund, weshalb die Lust zum Lotterie-, spiel gerade bei dem deutschen mit einem reichen Gekühls- und Phantasieleben ausgestatteten Volke gleichsamunerschöpflich vorhanden ist. Die 100,000 Loose unserer Hessisch-Thüringischen Lotterie sind, wie uns mitgetheilt wird, von der Lotterie-Direktion an die Kolleklörschaft bereits ausverkaust worden. Spiellustige, die bisher versäumt haben, sich ein Loos zu kaufen, können dies auch jetzt nach erfolgter Ziehung der ersten Klasse noch thun. Denn von dem als Gewinne zur Auszahlung gelangenden Gcsammtspielkapitale im Betrage von Zwölf Millionen und sechstausend Mark sind in erster Klasse nur Mk. 326050 ausgespkelt werden. Wir beziehen uns noch auf die in heutiger Auflage gemachte Publication deß Haupt-Kollectörs I. B. Heim jr. Hoflieferant, Mainz a. Rh., und können genannte Firma nicht warm genug zum Ankauf von Staats-Loosen empfehlen. e l f -MW : v Für tat folgendes Theil ist die Red actio« sicht verantwortlich. Skr Srdacttsu snterutmmt niemals eine Prüfung to Deptg auf die rituelle ZuverlSsstgke» der angevriesenen Waarrn. Die Sqirhrr habe», . wruu l!e tu dieser giustcht gesichert sein wollen, die Anpreisungen. Rekerenren etc. selbst einer Eontrole m unterwerfen. Söjlnft der Jnseratenaunayme ist stets: für die ^lontagsnummer. Sonntag Früh v Uhr. für die Donnerstagsmnumer. Mittwoch Mittag IS Uh» «Ufer Slatt"grlaugt rrgrlmWg Montag and Donnerstag in den Abendstunden rmn Versandt. Neclamationea wegen ,a späten Eintreffen» b*. Uede mau bn der betreffenden postaustatt in machen. Eiferten auf Cyifferannoncea werde» täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag,. wetterbrfSrdert. ^uch« zum sofortigen Eintrit. in meine Mehlu. Getreideh.. SamsragS «.Feiertage geschlossen einen 17748 r>. * mit Cvmptoirarbeiten vertraut. Ossert.mit Gehaltsansprüche bitte zu richten an Moses LS-tf I.. Bensheim a. B. Sstr mein Mctzgergeschäft suche per sofort einen . XteM^Mmgr.. Kost und Logis im Hause. SamStagS und Feiertage geschlossen. Julius Frank SN.. Metzgerei. Sickenhofen. Bost Babenhausen (Hellem) l7767 F. 0. WsrkMÄt, Lönlgl. Ba^er. & Grossh. Bad. Hoflieferant. Gross-Handlmu? in Fluean. Sesüachen. 4 (235 Sw P.-*» RI » B. o I § ... ... ll Pxoapte billige und gute. Bedienung ’" Mt kW pha eiiDiB 8H« L Mg ZmlltkOMa. als: LrsttlllLuL?, lluigp Lvck Kellermeister, nen. Branntwein u. Liqueur sehr' bewandert. möchte sich verLnderir ' ivo SckabboSu. Jomtof gesperrt: ist. Gcfs. Anträge erbittet (7750 B. Tatzmann, N. Et. MlNo». Torontaler Coim, Ungarn. c^.ür Kurz-. Voll-. u.WMn>.-Ge» . 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