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Der Israelit · 1902-11-20 · Heft 92 (20.11.1902) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 92 (20.11.1902)
Date
1902-11-20
Page
– (sequence 17)
Language
German
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43* Jahrgang. Lttterarischer Iericht. Friedländer, Dr. I. „Zum Sprachgebrauch des Maimonides." Ein lexikalischer und grammatischer Beitrag zur Kenntniß des Mittelarabischen. I. Lexikalischer Theil. Auch unter dem ' Titel: „Arabisch-Deutsches Lexikon zum Sprachgebrauch desMaimonid e 5." Ein Nachtrag zu den arabischen Lexicis. — Frankfurt a. M. Kaufs mann 1902. XXI und 119 S. Lex. 8". Mk. 12. Die theologische und die philosophische Forschung sind durch die Publikationen der arabischen Originale maimonidischer Schriften in den letzten Jahrzehnten wesentlich bereichert und gefördert worden. Meist indeß stand bei Autoren und Lesern die theologische Forschung im Vordergründe des Interesses, und wurde der Nutzen, den die Philologie aus den erwähnten Arbeiten ziehen kann und muß, weniger berücksichtigt. Das anzuzeigende Werk macht hierin eine Ausnahme und holt vieles Versäumte nach. Friedländer will den Nachweis führen, daß und in welcher Weise das Studium des Arabischen überhaupt und die Erkenntniß des Mittelarabischen im besonderen durch die Kenntniß der jüdisch-arabischen Schriftsteller gefördert wird, an deren Spitze sowohl nach dem Umfange, als nach der Bedeutung seiner Schriften unstreitig Maimonides steht. Dem jetzt vorliegenden ersten lexikalischen Theile des Werkes schickt der Verfasser in der Einleitung eine kurze Auseinandersetzung über das Verhältniß des mit Unrecht sogenannten „jüdisch-arabischen Dialekts" der jüdischen Autoren zu der arabischen Schriftsprache ihrer nichtjüdischen Zeitgenossen u. zum Vulgärarabisch der islamitischen Schriftsteller jener Tage und der späteren Zeiten voraus und weist schon hier, was im grammatischen Theile noch eingehender ausgeführt werden soll, nach, wie sehr für den Historiker der arabischen Grammatik die Kenntniß der jüdisch-arabischen Litteratur nützlich, ja unentbehrlich ist. Das Lexikon selbst beweist an einer Fülle von Beispielen die Richtigkeit der Behauptung und belegt eine große Menge nachklaffischer Formen und Vulgarismen, die vereinzelt von den arabischen Lexikographen zitirt werden, aus dem Sprachschatz des Maimonides. Das Buch ist aber nicht nur deßhalb bemerkenswerth, weil es das Interesse der Sprachforscher auf unsere leider so vielfach vernachlässigte Litteratur hinlenkt, es ist überhaupt nicht nur für den Arabisten von Werth, sondern es ist zugleich eine schätzbare Ergänzung zu den bisherigen Maimonides-Editionen. Oft sind bisher grammatische und lexikalische Eigenthümlichkeiten unerkannt geblieben, und oft sind den Bearbeitern in Folge dessen auch sachliche Mißverständnisse untergelaufen, die nun vom Verfasser vorliegenden Werkes richtiggestellt werden. Bei der besonderen Beachtung, die der Verfasser dem Arabischen schenkte, sind leider einige Jrrthümer in der Uebersetzung und Erklärung hebräischer Begriffe vorgekommen. So z. V. bemerke ich zu p. 17d, daß ST-« der Bedeutung nach nicht das Aequivalent des zitirten arabischen ctsetmiick ist, sondern unna „einfaches Verbot," „nur ein Verbot" bedeutet. (Ich benutze die Anführung dieses Wortes, um zu bemerken, . daß die dem Verfasser entfallene Seitenzahl — Anmerkung 2 — des Zitats „67" ist.) Zu Seite 33 b sei bemerkt, daß nicht das „am 3. Tage übriggebliebene" Opferfleisch, sondern dasjenige bezeichnet, das der Eigentümer oder der Priester am dritten Tage bczw. nach der vorgeschriebenen Zeit essen wollte, oder bei dem beabsichtigt war, eine der Opferhandlungen zu ungeeigneter Zeit zu vollziehen. Derartige Jrrthümer wird der Verfasser hoffentlich in einer zweiten Auflage zu berichtigen Gelegenheit haben. Wir dürfen nicht nur die baldige Fortsetzung des Werkes durch den grammatischen Theil, auf den im Vorliegenden an sehr vielen Stellen schon hingewiesen ist, wünschen, sondern auch, daß der Verfasser,- wenn in hoffentlich nicht allzu ferner Zeit die noch fehlenden Theile des Mischnah-Kommentars veröffentlicht sein werden, sein Buch, dem er alle bisher erschienenen arabischen Werke des Maimonides zu Grunde gelegt hat,j zu einem vollständigen Maimonides-Lexikcn ergänzen wird. Einstweilen sei ihm für seine gediegene und werthvolle Arbeit aufrichtig gedankt und der Wunsch ausge- sprachen, daß ihm, wie dem rührigen Verleger, weite, Verbreitung des Buches die viele aufgewendete Mühe und Sorgfalt lohnen möge. am- - ZsUurrgsnaHrichLeu und Correspondenzen. Deutschland. Berlin, 16. Nov. Der „Synagogenverein Ahawas Scholaum" begeht am 30. d. Mts. sein fünfzigjähriges Bestehen. Wenn man bedenkt, 'mit welchen Schwierigkeiten ein solches Gemeinwesen, das lediglich

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