Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 92 (20.11.1902)
- Date
- 1902-11-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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kussionsabend im Vereinslokale, und im Laufe des Winters 5—6 Vorträge statt, wozu neben den einheimischen Kräften auch auswärtige Redner berufen, werden sollen. So spricht bereits am 23. dss. Mts. Herr Landrabbiner Dr..Prager aus Cassel im Saale des „Hotel Einhorn" dahier. Vorsitzender des Vereins ist Herr Provinzialrabbiner Dr. Sander.. Möge der junge Verein blühen, wachsen, und gedeihen. - RoShcim (Unter-Els.). 16. Nov. Aus der Gemeinde Rosheim, dem Heimathsort des berühmten Rabbi Joselmann, dringen äußerst selten interessirende Ereignisse in die Oeffentlichkeit.' Heute habe Ich Ihnen von einer schönen Festlichkeit zu berichten, die zu Ehren unseres bisherigen Elementar-, und Religionslehrers, begangen wurde. Anfangs dieses Monats ist Herr Lehrer Hirsch, in Anbetracht seines 63. Lebensalters, seiner angeriffenen Gesundheit und seines 43-. jährigen segensreichen Wirkens als Lehrer: — die ersten 8 Jahre in Mutzig und Merzweiler, in den letzten 35 Jahren dahier — in den wohlverdienten Ruhestand überg'etretcn. In Anbetracht seiner selbstlosen, aufopfernden 43jährigen, nachahmungswürdigen Amtsthätigkeit aus dem Gebiete des Lehrfaches, haben Seine Majestät.Kaiser Wilhelm II. allergnäd. geruht, Herrn Hirsch anläßlich seines Uebertrittes in den wohlverdienten Ruhestand, den Kronenorden IV. Klasse, zu verleihen, den ihm Herr Knüppel. Kaiserl. Kreisdirettor zu Molsheim, im hiesigen, festlich, geschmückten Raihhaussaäl,. in Gegenwart des Bürgermeisters und sämmtlicher Gemeinderärhe der hiesigen Stadt, des Schulinspektors, zu Molsheim, des Pfarrers von hier, des Rabbiners Dr.. Goldstein und zahlreicher, auswärtiger Lehrer und Theilhaber, sowie der Rotabilitäten der hiesigen Gemeinde-aller Konfessionen , und der Schulkinder - der hiesigen katholischen und jüdischen Schulen, mit ihren Lehrern an der Spitze, nach vorhergegangener Vorlesung der Verleihungsurkunde, . in feierlicher Weise überreicht hat. Dem vorher festgesetzten Programm gemäß, ergriff zuerst der Jubilar das Wort, um mit tiefbewegtem Herzen den Gefühlen Ausdruck zu verleihen. welche dieser feierliche Moment in ihm.hervorgerufen, die nie. aus seinem Herzen schwinden werden. Zunächst das Gefühl der unbeschreiblichen - Herzensfreude angesichts der ihm unverdienter Weise' verliehenen Allerh. Auszeichnung und des unterthänigen Dankes für dieselbe; dann die Gefühle des Tankes für, den., väterlichen Beistand, hie.. Rathschläge, Winke und Andeutungen, die ihm seitens seines Vorgesetzten, des Herrn Schulinspektors, während der -letzten.' Jahre seiner.Amtsthätigkeit zu Theil geworden sind; .das.Ge-, sühlhdes Dankes. für. die ihm erwiesene Theilnahme ä . an seinem sind seiner .Hamilie Freudentage ...seitens., sämuztlicher. Anwesenden, -und.-endlich das.schmerzhafte. Gefühl des Abschiedes von seinen., lieben Kindern,—-7. .ein Ausdruck, den er gebrauchte, so oft. er von seinen. Schülern sprach — der auch in den Herzen der Kinder und der Eltern einen mächtigen Widerhall fand. Unmittelbar darauf schilderte Herr. Schulinspek- ' tor Lombard die für das Wohl des Staates und der gesammten Menschheit hohe Bedeutung der Schulen ' im Allgemeinen, rvas nur der Pflichttreue der Lehrer zu verdanken sei und wies in beredten Worten auf die hohen und vielen- Verdienste des Jubilars, hin. - Im Anschluß an die mit großem Beifall aufgenommenen Worte des - Herrn Schulinspektors, hielt Herr Rabbiner Dr. Goldstein eine Ansprache an den Jubilar, in welchem derselbe die Leistungen des Ge- ■ feierten als Religionslehrer, auf dem Gebiete des Religionsunterrichtes schilderte, wie der Jubilar es verstau- . den habe, weil es für ihn ein Herzensbedürfniß, eine' heil. Aufgabe tvar, weil er es als Endziel seines Berufes erachtete, aus jedem einzelnen seiner Schüler einen rrotc ir und aus jeder einzelnen seiner Schülerinnen eine ra d. h. von der Göttlichkeit, Wahrhaftigkeit und Ewigkeit unserer heil. Religion durchdrungene, beseelte und begeisterte s« '^2 wahrhaft fromme Gotteskinder und 7rr-w' '22 echte jüdische Kinder Israels zu machen, wovon Redner während - seines zwanzigjährigen Wirkens als Rabbiner der hie-' siegen Gemeinde alljährlich gelegentlich der Jnfpizirung der Schule, sich zu überzeugen Gelegenheit hatte. Als letzter Redner trat Herr Bürgermeister Weist auf. der dem Jubilar die, Ehrerbietung, der Stadt „ Rosheim überbrachte.und ein von der Stadtverwaltung ihm gewidmetes Dankesgeschenk, einen schönen Ruhestuhl. mit den Worten^überreichte: „In diesem Rühe- . stuhl mögen sie sich noch viele Jahre ausruhen, nachdem . Sie 48 Jahre lang als Lehrer und Erzieher der Jugend . rast- und ruhelos treu und redlich gearbeitet Haben." . Den Schlußakt dieser schönen Feier bildete ein. Dank- und Abschiedsgedicht, vorgetragen von einer Schülerin, die ihrem väterlichen Lehrer im Namen der. Schüler einen hübschen Blumenstrauß überreichte.— Sämmtliche Anwesende verließen, den Rathhaussaal mit dem Bewußtsein: - Ein solch' schönes Fest ist in Rosheim noch nie gefeiert worden! - . ■ •.. » . 1 ■1 : " ------ —- - - - — —> - —. . Briefkasten der Redaclion. - > A. N. in M.: Man muß acnau und sicher übe die L>rlsteUnng,lnsonttiit f.in; da nicht ausgeschlossen ist, daß - Fleisch zur Herstellung vcuv ndct wurde. ) R. N. 17:. Nur vom Reinertrag dcs Geschäftes haben Sie Maasser zu acb, n. v ' H. Bl. in K. r Der Cnltnsbeamte verdientuach Jh cr /' Mit.'Heilung strengen Tadel. Ein Urtheil läßt sich erst nach Anhörung des anderen Theils fällen. .- . - . •?'; I N., in G.: 38. Janumi.MV, gleich> 7^Schcbatchll5t>. .Die S dra ist ^. . f:?. I. Bl in Cäln-Deutz: l. De^ Gebrauch ist uns an- .L-l'ckaniit. 2 'W.cll^cs leicht 7^722 ' wird und. dann die N212 r >- . umsonst märe. -.