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Der Israelit · 1902-10-14 · Heft 82-83 (14.10.1902) · page 41

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 82-83 (14.10.1902)
Date
1902-10-14
Page
– (sequence 41)
Language
German
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43. Jahrgang. 7 Die ijjalfltfljf unb UZkiM ZZwe. ... " Von D. AbrähamZ- Wltglled drS Eollcgiumvon Pekiv>m u. AmareaNsr,» A«stcrvars. Herr Dr. Heinrich Löwe hat es für nöthig erachtet, einen fulminanten Artikel gegen die „Chalukoh" zu schreiben. Als geschworener Feind von allem, was auch nur den Schein von Angriffen persönlicher Art hat oder dazu Anlaß geben kann, beabsichtige ich, nachdem ich den Artikel flüchtig durchgelesen hatte, nur in kurzen Zügen die Entstehungsgeschichte der jetzigen Art der Vertheilung der in Holland und Deutschland für die Armen im heiligen Lande einkommenden Gelder mitzütheilen. Ich wollte dieses thun, in der Ueberzeugung, daßein Vergleichen der Angaben in beiden Artikeln genügen würde,-um beurtheilen zu können, ob in der That der wüthende Anfall -des Herrn L. gerechtfertigt ist. . ... Nachdem ich jedoch zum zweiten Male die Betrachtungen dieses Herrn durchgelesen hatte, schien es mir im Interesse der Sache nothwendig, ihm eine direkte Antwort zu geben. ' Niemand' wird' doch leugnen können, daß es häufig gar. nicht schwer fällt, die Leute zu überzeugen, daß es ihre Pflicht ist, für irgend einen wohlthätigen Zweck nichts zu geben. Will man dann die dafür angegebenen Gründe (?) entkräften, so muß man klar und deutlich sprechen und würde ein so zu sagen neutraler Artikel seine Wirkung verfehlen. Demnach werde ich mich auf dasjenige beschränken, was für die Gabenspender in. Holland und Deutschland von Interesse ist und sie direkt betrifft. ' Dr. Löwe beginnt, damit zu erklären, daß die Art der Vertheilung, anscheinend im Beginn als eine große Reform betrachtet, „in Wahrheit das Schlimmste war, was' jemals auf dem Gebiete, der Sammelgelder für Jerusalem geschehen ist." ' Wie kam 'man zu der jetzigen Regelung? * * kehrten die Abgesandten häufig ohne nennenswerthetL Ertrag nach Hause zurück. Das war die Veranlassung, daß in Amsterdam drei Männer: Jsaat Goedeinde. HirscheI Lehren, Abra^ ham Prins, sich zusammen 'thateN, Um' zu trachten, dieser Art und Weise des GeldeinsäMmelns ein Ende zu machen. Lange Correspondenzen," Be- - sprechungen, Unterhandlungen fanden über diese Angelegenheit statt. Endlich wurde, vor mehr als achtzig Jahren, eine Regelung vereinbart (späterhin a. mi. .5610, durch einen bestimmten Vertrag bekräftigt), die das Ausschicken von Sendboten ünnöthig machte, v Um nun die Einnahmequellen des heiligen Landes stets reichlich fließen zu lassen, wurden in einer großen Anzahl von Städten Gabboim ernannt, die sich unentgeltlich für die Armen Palästinas verwenden. sollten: Besonders war es der erste der drei genannten Herren) der weder Kosten noch Mühe scheute, Tages- und Nachtruhe dafür opferte, Reise auf Reise unternahm) Um die Angelegenheit zu einem günstigen Ende zu führen. Hirschel Lehren, die Seele von so. Vielem) was zu Gunsten unserer armen Brüder im heiligen Lande geschehen, darf schon allein, für das, was er für diese Sache that, bei Allen, die wirklich Interesse für das Geschick der Dürftigen dort haben, immer und ewig in dankbarer" Er'mn'ttung' 1>ttf BefrT 7^7—— rr Ueber die beabsich tig te Regelu nß w u r d e n d i e Ge me in den des he i l i ge n Landes befragt, und Alle hatten erklärt, d e r s e l b e n z u z u st i m m e n. -; Da aus änderen Ländern nüx ari f ruheie Landsleu t e Geld gesandt wurde, . d i.e h o l - ländisch-deutsche . G e m e i n de a l so nichts vonander sw o . empfing, . ist eß selbstredend, daß diese die ersten Ansprüche erheben dürfte. Es wur d e je.duch sofort, im Gegenfatzzu anderen Ländetn,' festge stellt, daß ein beträchtlicher Th eil des E i n k o mm enden unter d ie and er en Gemeinden. vertheilt werden solle'. Holland und Deutschland thaten also für die aus anderen Ländern Stammenden, mehr, als je ein andeteh Land..., ... ' . '..7'.. 7':";;'v- So wie noch heute durch einzelne Institutionen in Palästina, wurden früher durch , die verschiedenen Gemeinden dort Sendboten ausgeschickt, die eine Anzahl Länder bereisten, um Geld für ihre. Bedürftigen einzusammeln. Durch die "ungeheuren Kosten, mit denen diese Reisen verknüpft waren, wurde ein bedeutender Theil des Gesammelten absorbirt und D i e R e g e l u.n g, d i e m i t k l e i tz e n B er - ä n d e r u n g e n sp 8 te r h in t f ne.uerj w u r d e) wirkte z u r Z u f r i e d e.n he i t a.l l h a b e i B e t heiligt e n.^ r-7- 7 : 7:7." 7 7 7-^ Zu denen, welche in Deutschland ' und anderen Ländern zum Zustandekommen' des Bertrages mit.arbeiteten oder, sich damqls bei .Pekedim und AmarkäliM anschlossen^ gehörten ü. a. folgende jüdische Coryphäen:

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