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Der Israelit · 1902-10-14 · Heft 82-83 (14.10.1902) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 82-83 (14.10.1902)
Date
1902-10-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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43* Jahrgang. entrat-Hrgan ffi Begründet von 7; . . ttr. Trhnrsnrr in\W8tatojj; t 13. rifchri 5^63 Dt««stag, V«« 14. O«t»h«» 1S02. Des heil. Sukkothfestes wegen erscheint nnsere «Schst« Nummer, eine Doppel» nummer, Montag, 27. Oktober. — Jnseratenannahwe bis Montag morgen acht Uhr. «-D- Friede und Freude. (Zum Sukkothfeste.) Daß uns die Rückkehr zu unserer Lebenspflicht und zu Gott, woran die ersten,-ernsten Tage desneuen Jahres mahnten, in Wirklichkeit'eine Rückkehr zur reinsten, heitersten Freude und zum ungetrübten Lebensglücke sind, dieser herrliche Gedanke wird uns alljährlich durch die Thatsache nahe , gelegt, daß unmittelbar auf die o'K-iun v'v', die furchtbaren Tage, die Zeit unserer Freude unnw joi folgt. Die sinnige jüdische Sitte kann sie nicht innig genug verbinden und lehrt deßhalb, unmittelbar nach Ausgang des Jom Kippur mit dem Bau der Sukkoh zu beginnen. Sie nennt diese Verbindung, den Uebergang von einer Kraft zur anderen, b'n brr b'nv yb' Und lehrt damit, daß die Freude des Hüttenfestes vollständig ebenbürtigdem Ernste des Rösch Haschono und Jom Kippur ist, ja, daß die Freude unseres Freudenfestes die Blüthr des Ernstes ist, der uns an den ersten Tagen des Jahres durchdrungen hat. Aus der Versöhnung des Jom Kippur, aus dem wiedererlangten Frieden mit Gott, mit uns selbst und unserer ganzen Umgebung, erblüht die reine, ungetrübteste Freude, der Menschen auf Erden überhaupt fähig sind. .. Scheinbar isolirt die Hütte denjenigen, der sie abseits von dem großen, vorüberfluthenden Strome des Lebens und Verkehrs erbaut und bewohnt. Aber wir wissen aus dem Prophetenwort, das uns der Brauch der Väter in der Haftora des Sükkothfestes reicht, daß - es einst eine große Welt- und Völkerhütte sein wird. in der sich die Menschheit einmal, zusammenfinden und sich die Hand zur Verbrüderung reichen wird.',- Wir werden diese Verbrüderung mit der ganzen Menschheit jedoch erst vollziehen können,/wenn in unserem heimischen Kreis Eintracht und Friede walten. Diese Harmonie kehrt der Feststrauß, .den uns das Sukkosfest in die Hand, drückt. ÄnsM gHtzeqWersen.HM? unerschöpflich in der symbolischenAusdeutung ■; Pflanzenarten, aus welchen sich unser Feststrauß zusammensetzt. Die allergeläufigste ist die Auffassung, die in den vier Fruchtarten die jüdische Gesammtheit dargestellt findet, weil je nach Begabung und Leistung ihrer einzelnen Glieder- . sie sich ebenfalls vierfach abstuft. — In diesem Sinne lautet ein Ausspruch im Midrasch: : . . : . ' Wv ta br* nt -sw« .-^tbrr. 7nn py.-nB >- cna vn nrxi nna V'V onrr ya'-ona 'vr brrie" *]3 m ta 12 V' in mcnn no brrne" ib« oncn -irsa p*2iB: '[uyva p<i nun cri2 wer ona «n bu-.V' vn */3 n'i ia prri evv 12 V' vnn ne .brrnen ibrr nw \v pj» ,:#rotB:.cwb pna d'3’ö vwo cna -VV vna' V' brr->V' 12 vvv Q püi N'N , cyj na prr 17 nau? no brr-.e" tbrr bm '2ixi .nnin ena pm »b Na pxs> nix nna vn btrsr' en 12 nn na pw ww ’K /narrb ,enb .*w n*apn namaiö omo rrbi nnin bv iVx pB20 ,*m nnx muxa abi2 11VP11 n'apnnon «brr' owa nnan i'n nbsna »jk nxV nmt 12 anwy cw ,ibn nexjy rnx rrra» /'d. jnpa nbvna an; mtn ■ mbpo csb cnTp^i. brrns^b wra wo i2'vb nna' piK by innum *d" nai «i?n vnna) /iVunn vi'a „Die Frucht vom Prachtbaumt" (Esrog), das ist Israel. Wie der Esrog Geschmack und Geruch hat, so gibt es in Israel solche,, die sich durch Thora (Theorie) und durch gute Thaten (Praxis) auszeichnen. „Palmzweige", das ist Israel, wie die Dattel

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