Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 81 (9.10.1902)
- Date
- 1902-10-09
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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43. Jahrgang. WM unb Mnsarltii. Von A. Marrrrhermer, DettelLach. \r!/ . -Y; 181. Geschecht un weggeworfe. Dem Leichtsinnigen^ der seine Arbeit darüberhin thut, um nur schnell . fertig damit zu werden, und sich auch nicht weiter darum kümmert, dem gilt der Ausruf: „Geschecht und weggeworfen!" Der Schechter (schochet) Schlächter, besonders wenn er, wie etwa vor dem Versöhnungstage, viele Hühner zu schlachten hat, schlachtet rasch Huhn nach Huhn und wirst's von der Hand. „Ueber's Knie brechen." „Du meinst auch, das ginge — mir nichts, Y dir nichts." . 188. Bis der zurückkommt, kann Moschiach komme. 7 192. Mer maant, er will, den Seeder gebe. 107. Hot die Neschome nit mehr. 216. Jetztbin ich Borjemaschter. (Bürgermeister). „Jetzt Hab'ich zu befehlen." „Jetzt bin. ich - Trumpf." Eine andere rein jüdische Redensart:'„Jetzt haaß ich Rewi Mosche." Ebenso: „Mosche obendran." könnte ursprünglich geheißen haben: „Jetzt bin ich moschel." (Herrscher.) ...7 ...... ... . . 226. Er bot Kloppe und. Vlose. gehabt.—; 228. Das is' e Sroore—Futze Kappore. — 227.' Es . werd'r an dei'ne Schiddech nix schade: — 246. Das is ■ V e Chattes. — 247. Wie kommt der Gascht dazu..—.. 255. Der fangt aach sein. Kaddisch zu hoch an. — 280. Der nemmt vom Misbeach 'runter. — 293. Gott, L laß mir mei Ausred' gesund. . ' 303. Kloomer—Käs'. „So zu sagen: Käse!"— Scheinkäse! (kelomer, von amar, sagen. Die Redensart ist von den hölzernen Käsen vor den Spezereiläden hergenommen und soll jeden falschen Schein, jede Ver- . stellung bezeichnen. Daher: „Das sen (sind). Kloomer" Y '. — Käst.- , . . - ' - ' 311. Oi, wie Heenes! — 315. Es ist aach nit alles Toores—Moosche, was der sagt. — 334, Bei Cbaje Nooschi.— 346. So soll ich wisie vun Bös. 368. Gepattert is Geld Werth. — 374. Der Hot sein Ponim zu Wäsche gebe! — 383. Der stellt die Kille uf e Nadelspitz. — 400. Das is aaner, wie er geschriebe steht. — 417. Das is e Landsjookel. — 448. Soch und - dorr! — 460. Nehmen Sie's Geleit mit! 462. Mit Lieb sei Euer Orech. 473. Asuffe! —486. Seiner Neschome nix zu Genaj geredt! — 498. Lo lonu.steht in Halle!. — 514. Mach Schabbes derdun. — 531. Achele, ‘ bachele, Loche, is sein beste Meloche! u) ')len cinflctretcnc Abonnenten erhalten die Anfänge der lausenden Artikel und, §cmlletons. auf Verlangen, soweit der Borrath reichr, nachgelieiert.. - 662. Er hot zu viel Aphikomen gesse! Aphikomen heißt das Stück Matze, das nach rabbinischer Vorschrift am Pesachaöend als Nachtisch gegessen wird. „Mer viel .- " Aphikomen eßt, der lebt lang." (Wer o f t Aphikomen ißt.) Frage nun Jemand: „Woran ist,N. gestorben?", ... „ so hieß es, wenn derselbe alt geworden war, mit Recht: „Er hat zu viel Aphik. gegessen" — nämlich am Alter. („Aphikomen" — eigentlich epi lcomon (griech.), vergl. darüber. sowie über die Wortbedeutung Spencer: che le gib. Hebr. L. Cap. 9, Pag. 91; Landaus Anmerkung zu Aruch ffv.) Y;-7.Y'YY'Y:Y' - 623. Es is mir mies vor mein Chajjes! Mein' Leben ist mir zuwider, vor den vielen Widerwärtigkei- - ien habe ich einen Ekel am Leben. Vergl. 1. V. M. 27,. 46. „J wept, wlien.T wasborn. and every day siiews - me ^vby.'' Mies verdorben aus m!us (vom bibl. müas) . Ekel Verdruß erregend. „Chajjes" (chajjuth) Leben. „Ich möcht davon laufen!" — „Kein' Ruh' und. kein' . Rast!" — „Weh daheim un weh draußen!" — Megil.7 15. „Weh im Feld und weh in der Stadt!" „Wie bin ich meschullemt!" bezahlt, heimgesuchi. (Part pual von schallem mit deutscher Endung.) In Bezug auf ^.7 unsere Ueberschrift indessen erzählt man, um . darzu- . thun, daß es mit dem Ausruf doch nicht immer! so ernst gemeint sei, eine Anekdote, die wir ebenfalls mittheilen-, wollen. Eine schon.bejahrte Frau sagte zu einer an-- dern: „Es ^is mir mies vor'mein Chajjes, ich wollt', ich : wär gestorben!" — „Ich glaub' Dir's nit," crwiederte die andere. —„So wahr soll ich hundert Johr alt .' were!" rief betheuernd die erste.'y: 633. Er is newich e Rachmones! , „Er ist leider " -' zum Erbarmen." so hart hat ihn das Schicksal ge-^ . troffen. „Rachmones," rachmanoth, wie das bibl. rachmim, Barmherzigkeit, Erbarmen. — „Newich" oder „Nebich", das wir durch „leider" wiedergeben, ist ein; se^r schwieriges Wort. ' Es hat oft den' Sinn' von: . - „Gott bewahre!", „leider!", oft aber drückt es blos eine gemllthliche Theilnahme aus, ohne deßhalb auf ein/ großes Unglück zu deuten.' Zunz (gottesdienstliche': Vorträge S. 441 c.) hält das Wort für polnischen. Ursprungs und schreibt „nebbach", wie wir's weder ge-- - druckt gefunden, noch aussprechen gehört haben. An-; ■ dere nehmen es, was auch uns wahrscheinlich dünkt, .! für zusammengezogen aus: „nit bei euch!" altdeutsch: ., ne bi uch!" wie das gleichbedeutende hebr. lo alechem! (Klage!. 1, 12) und das chald. bar minon! fern von., uns, sarvie auch der Römer sein quod absit, absit - -- omen. hntte/ i 7 7 Y ^7 - -/ 665. Der find't überall, e Hetterche'! — 671. Wo der Rav is' schmad't sich die Kille. 692. Än dem is die - . . ' Schmad verloren! .706. Wie e Kadisch, so e Borchu. —.721. Wer werd sein eigen Ponim .verschLnde'!. Y!