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Der Israelit · 1902-10-09 · Heft 81 (9.10.1902) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 81 (9.10.1902)
Date
1902-10-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
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43. Achrr«« - 7;!;■? Ä'7- '• M. Hentrat-Hrgan für das orthodoxe ZudenthÄr. Begründet pon . Vr. Dehrncknn in MsLnz. DonAerstag, den 8. Tischri S^SSS S. Dekoder 1903, heil. GEoLhfeftes wegen erscheint unsere «AchGe Nummer, eine Doppel- 7 nuwmer, Dienstag, 14. Oktober.— ZnseratensnKSlMe dis Msntsg morgen acht Nhr. . . ' \ '. f c ■ ■ t ~ » (Betrachtung zum versöhnungstage.) VonRabbiner Dr.Dsniel^.Rink^ÄZ L e «. .' -7-7- Im 6^ Kapitel des Buches Daniel.wirdMNs'-eiM Geschichte erzählt, die, wie. kaum eine zweite, dazu angethan ist, vor dem erhabenen Walten Gottes uns erschauern zu machen. — Der König Belsazar, welcher seinem Vater Nebukadnezar in der Negierung des babylonischen Weltreiches gefolgt war, veranstaltete ein' Gastmahli Neben dem gesammten Hofstaate waren bei demselben Tausend Don den Großen seines Reiches anwesend. Der König schwelgte im Uebermaß der ihm dargebrachten Genüsse; schon hatte der Wein seine Sinne benebelt, als er urplötzlich den Befehl gab, aus den Schatzkammern die Gefäße, welche aus dem heiligen Tempel zu Jerusalem geraubt waren, herbeizuholen. Den glanzvollen Tafelfrcuden sollte dadurch noch die Krone aufgesetzt werden, daß er seinen Gästen den Wein in den heiligen Gefäßen kredenzen ließ. Schon hatte der König selbst einen dieser Kelche erhoben und wie zum Hohne dazu noch den Preis seiner stummen Götzen angestimmt, als in demselben Augenblicke eine Hand auftauchte und gerade unter dem von dem großen Armleuchter ausgehenden grellen Scheine ein paar Worte an die Wand schrieb, die kein Mensch entziffern konntet — Der König gerieth darüber vollständig außer Fassung, er bekam!einganz verstörtes Aussehen, bebte am ganzen Leibe und seine Knie - schlotterten. : Der; König berief daraufhin alle seine Käthe, Weisen und .Schriftkundigen, verhieß ihnen die Erhebung zu königlichen Würden und Ehren, allein Niemand vermochte - die geheimnißvolle Schrift zu deuten. ' Die Königin/ von den Schreckensrufen, die in der bis. dahin so glanz- 77! vollen und heiteren Versammlung laut wurden, herbeigelockt, sah mit Entsetzen, was vorgefallen war. Sie ließ Daniel rufen, der schön unter 7 dem Väter. des - Königs alle Käthe des Hofes in HW Schattey gestellt ' ^7? hatte.Derselbeerschien Mbgld<.7,.^ie..'glanzrndeL AM erbieturigen-kurzer Hand züruckweisend, 7 sprach er. zum! .... Könige: „Die Geschicke Deines Vaters hast Du Dir!? nicht zur Lehre sein kaffen, Dich vielmehrvoll Uebermuth-gegen den Herrn des Himmels erhoben, ließest die' Gefäße Seines Hauses herbeischaffen, um gemeinsam mit Deinen Höflingen und Weibern 'sich ihrer bei ' Deinen Schwelgereien zu bedienen, Deinen.stumpfen > 7 Götzen hast Du dabei gehuldigt, aber dem Gottein ' 7 dessen Hand Dein Leben und Dein Geschick, hast Du die Ehre versagt; so' wisse denn?- die Hand, die hier die > Inschrift ausgezeichnet hat, ist von Ihm ausgegangen.' Dieselbe lautet: pra bpri kjo «zv »Gezählt, gezählt. - ■ 77 gewogen — und. abgeschmtten!" Ihr Sinn ist/ die 7-'- Tage Deiner Regierung sind gezählt und bald abge- ' laufen;, denn Du bist auf der Wage der Gerechtigkeit . . ' - gewogen und zu leicht befundep worden; Dein Reich wird daher bald in Trümmer gehen und dann in die. Hände der Meder und Perser fallen^ V ,7 Diese Weissagung sollte, nur gar zu bald der Er-; füllung entgegen gehen.- Noch in derselben Nacht.er- :.A.: oberte Cyrus durch einen geschickten. Handstreich die - 7 . '. Hauptstadt. Aller Macht entkleidet, legten die'eigenen; Höflinge alsbald Hand an den König und brachten ihn,.?'-7^ UM.77^7'- T.* ££v.i‘i .7 Ar* . Dieses Ereigniß mußte damals von' ganz ünbe-? schreiblichem Eindruck gewesen sein. ' Es Machte noch'. - r ■ <U\V. :■ -i"! ■’:V-

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