Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 74 (15.9.1902)
- Date
- 1902-09-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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1870! r.*:V \ schleichen sahen, und nicht war er unzufrieden, wenn sie ihn auch in Zukunft bei seinem ersten Namen nannten. So oft er in das Dorf kam, Do er die Choleraleichen bestattet, hatte, fanden alle nur den alten, guten Tebel wieder, densie schon seit Jahren kannten und den' _ „alten/ guten Tebel" hießen sie ihn. auch ferner. '1 ’ J"'■ ,.’f O e st e'r r e i ch. - . Wien, 13. Sept. Nach dem Lemberger „Slovo Polskie" wurden bei den Ercessen in Czenstochau vierzehn Juden und ein Polizeiwachmann getödtet. — Anläßlich des 'Bombenattentats in Selztbal spendete Bergrath Max v. Guttmann 400,000 Kronen zu wohlthatigen Zwecken ::;;^. V ' R ü ß l a n d. - ' Petersburg. Die ,.St. Petersburger Zeitung" dringt eine Rezension der bekannten Schrift Dr. D. Chwolsohn's: „Die Blutanklage und die sonstigen mittelalterlichen Beschuldigungen der Juden." die nicht s nur den großen wissenschaftlichen Werth dieses Werkes vollauf würdigt, sondern darüber hinausgehend ein hohes Maß von Unbefangenheit beweist. Es mag genügen, den Kernpunkt der. Rezension in Betracht zu ziehen. Der Rezensent schreibt wörtlich: „Dem durch-, aus sachlich gehaltenen, auf einem breiten Wissenschaft-' lichen Apparat gegründeten -Buch des grundgelehrten.; ehrwürdigen Greises kann nur aus ganzemHerzen: die s allergrößte Verbreitung gewünscht tverden — im Namen der Menschlichkeit, der geschichtlichen Wahrheit und - der Gerechtigkeit" .. . „Wer jetzt noch ber der ver-. brecherischen Blutanklage gegen das Jahrhunderte hindurch so schändlich mißhandelte Volk verharren möchte, dem dürfte es. wahrlich sauer genug gemacht sein, seinen - Gegenbeweis anzutreten!" 1 - A m e r \ t a. 7 ■;' - •' Nelvhork, im Sept. Die aus Veranlassung des. . Mayors vorgenommene Unterfüchung über. die UrU sachen, die Anlaß zu den Ausschreitungen gelegentlich des Leichenbegängnisses-des Oberrabbiners Jacob Joseph-gaben, wird nicht nur die Bestrafung der Schuldigen zur Folge haben, , sondern wahrscheinlich auch dazu beitragen. daß der Polizeidienst.in Zukunft nach anderen Prinzipien, als denjenigen, die gegenwärtig gang und gäbe sind,.verrichtet werden wird. , Mehrere Eivilklagen gegen die Firma Hoe Co. sind bereits angestrengt worden von Leuten, die bei den. Ausschreitungen verknüppelt oder von den Angestellten mißhandelt.wurden. Die erste Klage ist von Rudolphe Gartenburg aus Nr. 270, erste Ave., zum Betrage^von 26,000 Dollars cingereicht worden.-? Sein Anwalt, D. Blumenthal, stellte nun die Papiereden Beklagten zu. Gartenburg Erklärt in der Klageschrift,' daß erlein Bahrtuchträger bei dem Begräbniß des Oberrabbiners Jakob Joseph gewesen sei. Als er im Leichengesolge an der Fabrik der Beklagten vorbeischrikt, sei aus den Fenstern des Gebäudes ein Ziegelstein geworfen worden, der ihn an der rechten Seite getroffen habe. Er begab sich in das Fabriksgebaude/ -um sich zu. beschweren, worauf ihn die Angestellten mißhandelten. Ein Mitglied der Firma erklärte, daß sie erst durch die, Zustellung der Klageschrift die. Existenz eines Mannes Namens Gartenburg erfahren hätte. Die Firma wisse nichts von dem Angriff, welcher angeblich auf Gartenburg verübt worden sein soll, und sie werde alle Angaben in Abrede stellen und Abweisung der Forderung beantragen. - - / P a l a st i n ci. :; Jerusalem, 23. Menachem. Herr Elias M ä r - c u s e aus Berlin, der am.2. Tamus in Antwerpen im hohen Alter gestorben, wurde dahier auf dem Qelberge in seiner vor 26 Jahren gekauften Grabstätte zur ewigen Ruhe-gebracht. Nach Ablauf der Schlofchim veranstalteten die Lehrer des „Beih Hätalmud und Hochschule Or Chodesch" in der Synagoge dieser Institution eine Gedenkfeier, bei welcher Herr Apotheker Eh. E. Hau s d o r f f eine kurze, aber tiefruhrendr Trauerrede hielt. ' . ' lv v' ‘-l - vermischtes Hamburg. Die „Jsr^ Rundschau" in Berlin schreibt: Im „Israelitischen Familienblatt" (Nr. 35 vom 28. 8. 1902). findet' sich folgendes Inserat: : „Geschäftsmann. Konditor, 28 Jahre, cvangl, Theilhabcr zweier rentabler Geschäfte, suckt zwecks H.iratb Bekanntschaft mit einer liübsche.i, cinf., jg. Dame (Jüdin) mit cntipr. Vermögen Offerten u. s. w.' Wer zweifelt noch, daß dieser evangelische Konditor ein Geschäftsmann ist? — Kiew. Die Herren Lazar und LeonBrodsky haben zur Er» richtnng einer.Volks- und Handwcrkerschule für jüdische Knaben und Mädch.n 150000 Rubel gespendet, GriesSaftett der Redaetton. S. I. M. I. Goldschmidtsohn, Bürcau Amsterdam, Amstelstraße. Jüdisches Mädchen,- Berlin. Ein praktisches Rcusalnsss.cschcnk ist rnßcr den Ihnen bereits brnst.ch empfohlenen i Werken noch das Buch: »Die Frau auf richtiger Fährte" j eoii Lehna Kahn in Basel. . .. üm3veF@S&$4; Hüll6 9* 8. Anig tMrl Estischis. deipzigerstr. 27. — % Minuten vom Bahnhof.— Am Leipziger Thurm. ,16604 -.Rekerenienr Sr. Lochehrw. Herr Rabbiner Dr. Auerbach, Hatderstadt, und andere orthodoxe Rabbiner. - ' ii;;" '.fV " B. Eisfeld. ' :;;. i .;! ■.r:0