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Der Israelit · 1902-08-07 · Heft 63 (7.8.1902) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 63 (7.8.1902)
Date
1902-08-07
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1342 die sich darin einig gewesen, daß daS Regime der Christlich-Sozialen gebrochen werden muffe. Das sei eine Partei, welche , die Gemeinheit belohnt, Tugend und Charakterfestigkeit bestraft. Italien. Rom, 3. Aug. Man spricht von einem Handelsvertrag zwischen Italien und Rußland. Hoffentlich werden die italienischer? Staatsmänner vorsichtig genug sein, bei dieser Gelegenheit auch die Rechte ihrer jüdischen Bürger zu-wahren. Ein Borfall, der sich bei der lehren Reise des Königs von Italien nach Petersburg zugetragen, gibt ihnen dazu alle Veranlassung. Man berichtet darüber Folgendes: „Im Gefolge des Königs war auch der bekannte Journalist und Abgeordnete Eduard Arbib, der zwar nicht zu den Personen der Umgebung des Königs zählt. Als Berichterstatter mehrerer Zeitungen für die Petersburger Reise König Victo. Emanuels Hl. erhielt Arbib auf seine Anzeige vom Hausminister sofort die Antwort, daß seine Person „willkommen" sei! Da erhob jedoch die russische Botschaft in Rom Einsprache und verweigerte die Visirung des Passes. Der Jude erschien dem Czarenreiche offenbar sehr gefährlich, obwohl er als einer der gemäßigsten Politiker gilt. Aber dem russischen Vrokschafter mochte wohl die jüdische Religion Arbibs als das „Gefährliche" erscheinen. Allein Italien ist glücklicherweise nicht Rußland. Der Minister Prinetti verwandte sich persönlich beim russischen Botschafter, und als dieser Schritt nicht augenblicklichen Erfolg hatte, erschien General Prizio-Vaglia, der Hausminister, um mitzutheilen, daß Herr Arbib im politischen Gefolge des Königs die russische. Grenze überschreiten werde. Eine Stunde später erhielt der Jude Arbib seinen visirten Paß mit einem höflichen Schreiben ' der russischen Botschaft zugestellt!" * A s r i k o. Capstadt, 11. Juli. Der Segen des Friedens, der nunmehr unter göttlichem Beistand wieder hier eingezogen ist, beginnt sich auch in den jüdischen Kreisen wieder zu zeigen. Allenthalbenwerd.cn die solange geschlossen gewesenen Geschäfte und Läden wieder eröffnet und Mancher der „mit einem Blick nach dem Grabe seiner Habe" von hier lvegging, ist mit erneuten Hoffnungen, wenn auch oft ohne das früher besessene Vermögen wieder hierher zurückgekehrt. Auch unser jüdisches, im russischen Jargon geschriebenes Blatt, das früher in Johannesburg erschien^ ist wieder zu neuem Leben erwacht und die erste Rümmer ist nach zweijährigem Schläfe unter dem alten Titel „Der jüdische Telegraph" dieser Tage, herausgekommen. Mit . dem Herausgeber, dem bewährten Schriftsteller R. H o f f- -m an «/wünschen wirdaß er „zu immer besserem Gedeihen unserer Brüder im neuen südafrikanischen Heim beitragen möge/ Werfonakken. Scnberetiautcn. im Tamus. Am 22. Tamus. ist Frau Rose Mo hm nun in Würzburg de»» Weg aller Irdischen gegangen. Dieselbe zählte zu denjenigen Frauen in Israel, die leider immer seltener werden. Ich bin dessen wohl überzeugt, vast ich nicht nur ans dem Herzen aller Kinder, der einzigen Schwester und aller Verwandten der selig Entschlafenen, sondern auch aus dem Herze» einer groben Theüs der hiengen Einwohnerschaft und vieler anderwärts Wohnenden spreche, wenn ich derselben eiiiige Worte treuen Andenkens widme. Frau R. Ma 8mann. Wittwe seit 5'.', Jahren, verbrachte den größten Theit ihres Lebens kn ihrem, Geburtsorte Lenders? Hausen und seit erst einigen Jahren wohnte sie abwechselnd der ihren verhcirartzeten Kindern in Würzburg und Mainstockheini. Bon frommen und tüchtigen Eltern urid Leyrern erzogen, vereinigte dieselbe einen seltenen Gleich churn von Kenntnissen im Gediere der hl. Religion und des profanen WmenS. sowie eine Fülle edler Tugen» deli ilnd Vorzüge m sich. Nicht allein für das Wohl ihres Mannes, ihrer.Kinder und Verwandten lebte ne ganz und upU, ihre edle Seele umfaßte das Wohl vieler Menschen. Wohlrhnen im Verborgenen. dabei mit Vescheidenbelt ihren Lebensweg wandelnd, waren hervorragende Züge ihres Weseirs. Möge die -Heimgegangene in den lichten Höhen den Lohn ihrergutenHandlungenemplongen. »Taxin vermischtes. Paris. Bei dein jüngsten Aval ccmcnt wurden in Frankreich drei indische Obersten, ein Obeistleutnant, ein Major ernannt. , Libau Die Aufnahme von Juden in das Gymnasium wurde heuer, wie amtlich bekanntgcgebcn wird, völlig eingestellt. In den letzten zwei Jahren wurde die Zahl der neuaufgenommcnen Juden äußerst beschränkt, durch die nunmehr erlassene Verordnung aber den Jud.n der Zutritt iu das Gymnasium gänzlich verspert. Rerv-Zörk. Bei der im Aufträge der National Geographie Society in Washington unternommenen Expedition nach Martinique gelang es nur dem bekannten Forscher Professor Hilprin die Höhe des Mont P>.öe zu erreichen und inm tr.n des iurchlb.reu vulkan scheu Aufruhrs seine Studien durchzuführcn; - Briefkasten der Redaettorr. I. R. in Frankfurt a. M. Hrbe. Grammatik vo» Japhet, zwei Bändchen. Verlag von I. Kausfinann, dort. Jüdischer Kaufmann, Zürich. Daß der -wette Tag Culkoth niemals auf cmcn Sabbat fallen kann, das weiß auch der minder Wissende und dürste sich deshalb wohl kaum jemand über den Lapsus m der dieswöchentlichen Humoreske aufgeregt haben. Briefkasten der Expedition. Auf versch. An ragen theilcn wit, daß unser Blatt in den Lesesälen ca. 50V demschcr Badeorte aufliegt. in mm Xc.uc* tomelnnes Pensionshaqs I. Ranges unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabb. Dr. Anerbach, Halberstadt, mit Genehmigung Sr.Ehrw. Herrn Landrahbiucr Dr. Rülf, Braunschweig. Streng rituelle» Etablissement. Am 1VaI(le an schönst, staubfreier Lase, 4G Salons mit Balkans der Neuzeit elegant eingerichtet. Bekannt ansserge wölmlich gute . Küche. Diners nnd ä la carte zu jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Verpflegung incL IVolmung von 6,50 Mk. an. Jeden Samstag Gottesdienst in eigener von Herrn Professor G*b, Hannover, erbauten Synagoge Im Parke des Hotels. [376» Geöffnet vom X. Mai bis 1. Oktober. Besitzer: KaxHeeht» .

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