Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 53 (3.7.1902)
- Date
- 1902-07-03
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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Ccutral-Organ für das orthodoxe Judenthum. kälter für die israek. Schule 3. Juli 1902.] lsr». 13. 'UM Errrsegnuns ' .V/. auf die Antwort des Herrn Spatz—Affaltrach (Württemberg) - von Lehrer A. Mannheimer—D et Lelbach. : - Dachte ich mir's doch gleich, es muß noch etwas zwischen den Zeilen zu lesen sein, etwas hinter den Koulifsen Vorgehen! Sonst bleibt eine solch' scharfgefaßte Resolution gegen den „Israelit" einfach rätselhaft, dunkel und unerklärlich. Herr Spatz versucht es, die Sache aufzuklären. Daß er dies mit Geschick und in befriedigender Weise gethan, kann ich aber gerade nicht behaupten. Es werden da meiner Logik, die immer nach den ihr gereichten Prämissen, nach dem ihr vorliegenden Material schließen und urtheilen muß, Zumuthungen gestellt, die ihre Kräfte übersteigen. Möge Herr Spatz einen mir angeborenen Fehler entschuldigen: ich bin nicht allwissend. Doch zur Sache selbst. In Nr. 24 der „Bl. f. Erz. u. U." steht wörtlich: ,.Was sodann die verschiedenen Angriffe, die der württembergische Lehrerstand durch den „Israelit" zu erdulden hat, betrifft, so war die Versammlung der Ansicht, daß es viel bester gewesen wäre, wenn man dieselbe einfach gar nicht der Erwähnung gewürdigt hätte; da dieselben nun aber doch zur Sprache gebracht worden seien, so wurde dem aus der Versammlung hervorgegangenen Anträge (Folgendes ist i. d. „Bl. f. Erz. u. U." i. großem Fettdruck): „Die Versammlung spricht ihren tiefsten Abscheu aus über die ungeheuerlichen Angriffe, die in Nr. 38 des „Israelit" gegen die Lehrer Württembergs geschleudert worden sind," einstimmig zugestimmt." Und was entgegnet hierauf Herr Spatz? „In unserer Versammlung wurde keine Resolution gefaßt, also auch keine einhellige Entrüstung ausgesprochen. Einzelne Redner haben sich wohl gegen den „Israelit" gewendet, dabei haben sie aber lediglich ihre eigene Ansicht ausgesprochen. Ein Beschluß, der eine derartige Einzelmeinung zur Meinung des Vereins gemacht hätte, wurde aber nicht, gefaßt. Das Referat hatte es weder mit dem „Israelit" noch mit dem Artikel in Nr. 38 desselben zu thun im Sinne einer ' Entrüstung. Es wurden vielmehr einige ungeschickte Wendungen in den Artikeln ^aus Württemberg" in Nr.Ä8 und namentlich in Nr. 89 und 40 als formelle Verstöße zurückgewiesen und entsprechend gegeißelt. Soweit Herr Spatz. Das ist freilich für meine Logik etwas starker Tabak! Also es wurde keine Resolution gefaßt, und doch dem aus der Versammlung hervorgegangenen Anträge einstimmig zuge-' stimmt! Es sollte keine Entrüstung, noch weniger eine einhellige sein und doch steht in der Resolution von den „ungeheuerlichen Angriffen," die mit tiefster Abscheu zürückzuweisen sind!! Das verstehe, wer will. Die im Superlat i v gefaßte Resolution steht dazu noch i m.F e ttdruck. .Nun möchte ich doch gerne wissen — wenn das keine Entrüstung ausdrücken soll — mit welchen Worten denn Herr Spatz sich eine Entrüst u n gs resolution eigentlich ausgedruckt denkt. Dann soll es nicht Nr. 38 des „Israelit" sein oder gewesen sein, gleich darauf aber doch Nr. 38 und namentlich Nr. 39 und 40. Herrn Spatz bleibt nur eineübrig, das man ohne Faustschläge gegen Logik, und deutsches Sprachverständniß in diesem Falle nicht zu umgehen vermag, d. i. einfach zu erklären: