Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 51 (26.6.1902)
- Date
- 1902-06-26
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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LL Ceutral-Organ für das orthodoxe Jlldenthum/ Malier für die israel. Schule. 2«. Ju»i 1902.^ m m m ■ lsr». ir.; - Zu dem \ ■ < - - dSWfzmu MovL^ \ des tzerrn (ehrer A. Mannheimer—Dettelbach, liegen folgende Aeußerungen vor:' AuS Württemberg. In dem Artikel ,,Ein offenes Wort"(„Jsr/ Nr. 49) wundert sich Herr A. Mannheimer-Dettelbach über eine angebliche Resolution-der Versammlung isr. Lehrer Württembergs. Herr Mannheimer bezieht sich auf einen Bericht der „Bl. f. Erz. und Unterricht/ Dabeiläßt - Herr M. durchblicken, der Entrüstungsrummel richte sich mehr gegen den „Isr/, als gegen die Sache und sei künstlich in die Lehrerschaft hineingetragen. Um nun von vornherein als von den „Bl. f. Erz. u. Unt/ und Herrn Steinhardt als unbeeinflußt mich zu dokumentiren, führe ich an, daß, der wurttembergische isr. Lehrerverein in keiner Beziehung zum Verband der isr. Lehrervereine steht, daß — um die gute Censur, die Herr M. dem bayer. isr. Lehrervereine gab, noch zu Lberöieten — der württemb. Verein im Vorjahr die Entrüstungskundgebung wegen des Geis'schen Artikels gar nicht auf die Tagesordnung setzte. Ich selbst unterhalte keine Beziehungen zu den „Bl. f. Erz. u. U/. Ja, ich lese sie nicht einmal. Bekanntlich hatte der Vorstand des Lehrerverbandes auf Anregung des Herrn Dr. Adler-Frankfurt a. M. beschlossen, meine von den Herren Dr. Heilberg, Lippmannsohn, Blumenfeld, Amram, durchgesehene Arbeit: „Die isr. Volksschule, eine nothwendige Bedingung der Gegenwart/ zu drucken und als Denkschrift mit Mitteln des „D.-J. G.-B/ zu verbreiten. Das nach Anträgen der angeführten Herren korrigirte Manuskript hatte ich Herrn Steinhardt zuzustellen. Nach Erhalt desselben schrieb mir dieser Herr: „Die Arbeit werde von Nr. 1 der „Bl. f. Erz. u. 11/ an in denselben veröffentlicht, ein Sonderabdruck werde auf Kosten des .©.48/ fiertreitet; Meine Arbeit erschien nicht; — dagegen erschien' kurze Zeit darnach die Steinhardt'sche Broschüre über denselben Gegenstand, mit einem Gedankengang, der auch andere Leser sehr an meine Arbeit erinnerte. Es erschien noch später ein Beschluß des Verbandsvorfiands, der von der Verwendung der Denkschrift, entgegen dem früheren Beschluß, absah. (Briefe und Manuskripte sind im Besitz des „Israeli/.) Darf ich darnach als gegen den „Israelit" und für die Steinhardt-, scheu Blätter beeinflußt gelten? Und ich war der Re- ... ferent der „Standesfragen/ In unserer Versammlung wurde keine Resolution gefaßt, also auch keine e i n h e l! i g e Entrüstung aus- \ gesprochen. Einzelne Redner haben sich wohl gegen den „Israelit" gewendet. Dabei haben sie aber lediglich ihre eigene Ansicht ausgesprochen. Ein Beschluß, der eine derartige Einzelmeinung zur Meinung des Vereins gemacht Wie, wurde aber nicht gefaßt. Das Referat , hatte es weder mit dem „Israelit", noch mit dem Artikel in Nr. 38 desselben im Sinne einer Entrüstung zu thum Es wurden vielmehr einige ungeschickte Wendüngen in den Artikeln „aus Württemberg" in ftr; 38 - und namentlich in Nr. 39 u. 40 als formelle Verstöße zurückgewiesen und entsprechend gegeißelt. V; Oder glaubt Herr M., es sei der Standesehre forderlich, wenn ein Artikel in Nr. 39 u. 40 „Von den berüchtigten einheimischen isr. Lehrern W. und den bevor-/ zugten Ausländern" humoristisch-ironisch redet? Dann ' wendet sich Nr. 38 an die „gesetzestreuen Rabbinen und gleichgesinnten Lehrer" in Württemberg mit einem nicht mißzuverfiehenden Hinweis auf das Vorhandensein < „Isntreuer". Und das sollte nicht eine Gefahr, für die