Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 48 (16.6.1902)
- Date
- 1902-06-16
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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1018 dem Judenthum, das sie verdient und immer und immer wieder in dem Herzen derer hervorruft, die es verstehen und lieben. Die Spuren Hirsch'schen Geistes, die das Buch an einzelnen Stellen verräth (vergl. S. 47 und 212) verklären noch und erhöhen die sonnig heitere, hohe Lebensanschauung, die uns die Lektüre dieses Buches, trotz manchen Widerspruchs, zur Quelle der Erhebung macht. Es sei allen Lesern bestens empfohlen. . Schwedt a. O. Dr. Holzer. /js? *ed sbK.tae&-’T'ra6'K3Em *pw brrup' spao pan Berditschew (Rußl.), Verlag Ch. I. Scheftel, gr. 8", 122 und 7 S. Preis 80 Kop. Der in Verditfchew (Ruß.)> Bistrikerstr. 332, lebende und durch Edition mehrerer Bücher der Gelehrtenwelt rühmlichst bekannte.S. A. Horodezky, redigirt dieses Sammelbuch über die Wissenschaft des Judenthums nicht blos im Forschergeiste, sondern Horodezky hat die Natur mit kritischem Talent beschenkt, der es versteht, jede von ihm an die Öffentlichkeit zu gelangende Publikation, die Regel befolgend, p* pync •irxtr ->--k rv, nnro n'X-v gründlich zu bearbeiten und wahre Schätze der jüdischen Geschichte zu liefern. H.'s Arbeiten zeichnen sich insbesondere durch Gründlichkeit aus, mit deren scharfen Geist er seinen Gegenstand beleuchtet und wichtige Entdeckungen in der Geschichte, und Literatur Israels macht. Seine'historischen Leistungen sind daher nicht blos Beiträge, sondern vielmehr wichtige, dem Fachgelehrten unentbehrliche Dokumente. So ist es denn schon seit lange dem bedeutenden Gelehrten gelungen, auf dem Gebiete der jüdischen Wiffenschaft eine große Rolle zu spielen. Horodezky ist jung. . In der schönsten Blüthe seines Lebens, mit der ganzen Kraft feines Schaffens und Könnens, seines Wollens und Wirkens, bemüht er sich, im Dienste des Judenthums zu stehen. Alles opfernd, nützlich zu sein. Man muß Horodezky's Arbeit aufmerksam lesen, wenn Man seine Schriften gründlich verstehen will. Seine außergewöhnliche Belesenheit^ seine Vertrautheit auf jedem Gebiete, seine gründlichen Kenntnisse in Bibel-, Midrasch- und Talmud-Litteratur und endlich seine gesunde, sehr logische Auffassung, ermöglichen es ihm, in den Schacht des Alterthums zu blicken und'aus dieser Dunkelheit manch edles Gestein an's Tageslicht zu fördern.^ Diesem unermüdlich jungen Forscher ist es gelungen^ Autoritäten der Jetztzeit zu gewinnen und eine Sammelschrift periodisch erscheinen zu laffen. Kaufmann, Bacher, Harkawi, Posnansky, Halberstam, Kohen-Zedek, Schuhmann, Kahana u. v. a., sind Mitarbeiter dieses Werkes, deren zweites Buch uns vorliegt. Mit der Biographie des Rabbi Mose Alaschkar (geb. 1460, gest. u. 1-535—38) eröffnet Horodezky dieses Sammelbuch. Derselbe hat es nicht gescheut, diese Arbeit kritisch auszustatten und eine gelungene Lebensbeschreibung Alaschka's zu liefern. Der zwischenzeitlich verstorbene, durch seine gediegenen Leistungen populär gewordene Halberstam. crnnw, veröffentlicht unter der Ueberschrist: ans® ikd^b einige Briefe des Berliner Rabbiners Hirsch, dessen Sohn Saul war (vergl. Jost' Geschichte des Judenth. und seiner Sekten, 3. Abth., Leipzig 1869, Pag. 396, Rachtr. z. Seite 69), und wiederum stellt sich Horodezky mit einer zwar mangelhaft bearbeiteten, aber bis jetzt noch ungedruckten Biographie des R. Mendel Kroschmal, des Verfassers des Resposum prö ras der zu Krakau um 16000 geboren worden ist, ein, welche weit eingehender, die Familie Kroschmal's berücksichtigend, Kaufmann in der nachfolgenden Abhandlung (S. 38) beschreibt, gleichzeitig das bis nun unbekannte R. G. A. ibu'j ’hb edirend. Interessant sind ferner die Lebensgeschichtc des Rabbi Meir Hakkohen Schiff aus Frankfurt, geb. 1608 und gestorben im Alter von 36 Jahren in Fulda 1644, von Horodezky, und Friedmann's Abhandlung (S. 66) über bt rrnviv V1&2, welche mit Gelehrsamkeit bearbeitet ist. Bacher berichtigt einige Stellen in Talmud und Midrasch (S. 75), Kahaner verbreitet Licht über die Stelle an ->vix rep» srmb *ny anw: in Hiob, Harkawi schreibt einige Nachträge über Saadia Gaon und Posnansky edirt Saadia's Kommentar zu Daniel (S. 92). Daß diese Forscher in der litterarischen Welt hohes Ansehen genießen und ihre Arbeiten korrekt und sorgfältig ausführen, bedarf hier nicht erst hervorgehoben zu werden. Wenn daher Horodezky's Hagoren historischen Werth schon durch genannte Aufsätze erhält, sind noch Schulmann's rr.nvD .ct und die Kritik Kohen-Zedek's (S. 110) zu erwähnen, welche den Werth dieser litterarischen Sammlung erhöhen. Zwei Nekrologe, Professor Dr. David Kaufmann und S. Z. Eh. Halberstam von Horodezky und ein Aufsatz von Kohana schließen die recht gelungene Sammelschrift, welcher wir weite Verbreitung wünschen. S t a n i s l a u, im Juni. Hermann Kohan. Neu rinzeganzrne Sücher. . (Besprechung Vorbehalten.) Das Handwerk unter den Inden. Vortrag gehalten im Verein selbstständiger Handwerker jüdischen Glaubens von Dr. weä. Julius Moses. Berlin. M. Weinberg u. Co., Berlin 0. %?. J.c i 01 jur Feier dcs 50-jährigen Regierungs- Jubiläums sr. Kgl. Hoheit des Großhcrzogs Friedrich von Baden gehalten am 27. April 1902 in der Synagogi der isr. Religionsgescllschast zu Karlsruhe von Rabbine, Dr. S. S ch i f f e r. Karlsruhe 1902. Buchdruckerei I Lrepmannssohn. Rede anläßlich der Einweihung des israelitischen Friedhost zu. Ellwangen am .25. Mai 1902 gehalten von Hern Lehrer Heß, Ellwangen. Der Erlös ist für woblthätig. Zwecke bestimmt. Drnck un> Verlag von L. Weil'! Buchdruckerei, Ellwangen.