Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1902)
- Date
- 1902-07-24
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1266 sind die Juden gesetzliebende Bürger. . Sie sind gern bereit, mit Geld oder persönlich Anderen beizustehen. Natürlich gibt es bei ihnen, zumal Lei den Jüngeren, auch unordentliche Menschen. Vergleicht man aber die Zahlen, dann findet man, daß das Verhältnitz im Vergleich zu den Unordentlichen der übrigen Stadtbevölkerung ein für die Juden außerordentlich günstiges ist. So viel ich weiß, sind nur Juden von Leuten, die sich Christen nennen, insultirt worden. Sie hatten sogar viel zu leiden, und sie haben es mit musterhafter Geduld ertragen. Wo immer ich in den Vereinigten Staaten gewesen bin, bezeugten Priester, daß die Juden überall sehr wohlthätig sind und namentlich auch katholische Wohlthätigkeitsanstalten unterstützen, während die Juden äußerst selten von Anderen als ihren Glaubensgenoffen Beiträge für ihre Wohlthätigkeitsanstalten erbitten. Unter den Juden gibt es wenige gänzlich Verarmte. Die häuslichen Tugenden der Juden sind wohl bekannt. Zwischen Eltern und Kindern herrscht ein bewundernswerth-s, inniges Verhältniß, das Andere zum Muster nehmen sollten. Die Kinder auch der Aermsten sind in der Regel anständig bekleidet. .Die Juden arbeiten angestrengt, sind sparsam und lernbegierig u. s. w." Australien. Melbourne, im Juli. Die hiesige Stadtverwaltung hatte bei den drei jüdischen Gemeinden von Melbourne die Erlaubniß nachgesucht, zur Vergrößerung eines öffentlichen Marktes, die jüdische Abtheilung des alten Friedhofes in der Peelstraße zu verlegen, indem die darauf begrabenen Leichen auf Kosten der Stadt ausgegraben und nach dem Zentralfriedhofe befördert, die Grabsteine dort wieder aufgestellt werden sollen. Nach Berathung mit ihren Geistlichen haben die jüdischen Gemeindevertreter den städtischen Behörden geantwortet, daß es gegen die Vorschriften ihrer Religion verstoße, die Rühe der Todten zu stören und daß sie darum den Wunsch der Stadt nicht zu erfüllen vermögen. In die Verlegung eines Friedhofes durch Ausgraben der Leichen u. s. w. dürften die Juden nur dann willigen, wenn das Landesgesetz dieses Verlangen gutheiße. Ein solches Gesetz besteht hierzulande nicht. Die Juden halten es überall für ihre Pflicht, die alten Begräbnißplätze zu erhalten, das geschieht selbst an Orten, an denen gar keine eigene jüdische Gemeinde mehr besteht. Für den folgenden Theil ist die Red actio« nicht verantwortlich. Sie DrdnrUon unternimmt ulcmal» riur Prüfung tu gtjng ans die rituelle ZuverlässtgürN der augrprieseueu Wa rrn. Die Serieher habe», wenn ste in dieser ginstcht gestchert sei» wollen, dir Anpreifaagea. Aeferenreu etc. selbst einer Goutroie;n unterwerfen. Schlug der Inseraten Uinahme ill stet»: für die Montagsuummer« Sonntag Früh 0 Uhr. füt die Donner,tagsunmuer, Mittwoch Mittag IS Uhr. liuser Klatt gelangt rrgrlmähig Montag und Donnerstag in den Adeudstnndeu |am versandt. Reklamationen wegen in späten Eintreffen» d». liebe man de» der detressenden PostanstaU zu machen. Sssertea ans Thiffrraunonceu werde» täglich, mit Ansnih ne von Samstag und Sonntag. wetterbefördrrt. N>irZsuch«n per 1. Oktober cr. '<■*3 einen Meligionslehrer. Vorsänger u. Schächter bei M. 1200 Gesmninleinkommen. nebst freier Wohnung. Bewerber belieben ihre Gesuche^«» Unterzeichneten einzusenden. [5455 Flörsheiim a. 16. Juli. Der Vorstand: Jer, Altmaier. n hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines I HeWMslehrer's, Canlor's, Zhotzel's u. W-Tokea's baldigst zu besetzen. Fester Gehalt Mk. <i00.— per Jahr, sowie Mk. 30).— Nebeneinkiinfte. nebst freier Wohnung und Mk. 50.— Holzentschädigung. Außerdem kann ein tüchtiger junger Mann - sein Einkommen durch Privatstundengeben bedeutend vergrößern. Seminaristisch gebildete. unverheirathete Bewerber. wollen Meldunaen. mit ^eugnißabschristen baldigst ur gebrauch.'(Bau.). 17.^uni. Hermann Hei mann. ^Cultusvorst. Dem Gewählten werden Reisekosten entschädigt. «m, BAD KISSINGEN slr(B, len Hotel uni) Won herzsck.^ SrotzeS Restaurant; das ganze Fahr offen. — Marstr.. unweit der neuen Synagoge. — Telephon 103. [4131 £?•'. " r'- Melle als erster Geistlicher bei der isr. Gemeinde in Copenhagen. Bei der vorgenannten Gemeinde ist die Stelle eines ersten Geistliche« zu besetzen. „ , Der betreffende Candidat muß das vollständige Rabbmatseramen abgelegt haben und würde die mit dem Amte verbundenen Pflichten in Gemäßheit eines näher festgesetzten Reglements wahrzunehmen haben. * „„ Das feste Gehalt beträgt Kr. 5000.— (ca. M. 5600) per Jahr und hierzu kommen noch verschiedene Legatszinzen m Hohe von Kr. 1248,66 (ca. M. 1400) per Jahr, sowie die mir dem Amte verknüpften üblichen Sporteln._ .. tt _ _ Nähere gedruckte Aufschluffe über die zu besetzende stelle crthcilt auf Wunsch der Vorsitzende der Repräsentanten. Hr. Etatsrath Js. GlüLstadt, Hoümens Lkanal 12. Copenhagen K, an den auch die Gesuche m Begleitung von Prüfungszeugmffen. Legitimationen und allen sonstigen erforderlichen Ausschlüffen einzusenden sind, und zwar vor dem 31. August 1902. [5360 Copenhagen. im Juli. Ae MssmlNtm Btr isnelilWe« fötnfinbt ii WWgr». Wir suchen einen RtWoMthm, der Cantoru. SchachterdienK mit zu versehen hat. Fixer Gehalt 700 Mercl.Rebeiiverdienste von circa 150—200 Mk.. Kost schöner, neuerbauter Wohnung u. schönem großen Garten. Ausländer ausgeschloffen. [5440 Der Vorstand; Sf. Bars, Hottenbach, Kreis Bernkaftel. MiesilllickilLS-. Cr frc. Angast Marbes, Bremen. fßS56 Herzliche Bitte! Eine durch Unglück heruntergekommene. früher sehr angesehene. wohlthätige Familie, wo beide Eltern leidend u. dadurch nicht mehr im Stande ffnd den Lebensunterhalt zu verdienen, bittet edle Glaubensbrüder und Schwestern ebenso herzlich wie dringend um Hilfe. Gütige Soenden nimmt die Geschäftsstelle d. Blattes gerne unter Nr. 5400 zur Weiterbeiorderung entgegen