Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1902)
- Date
- 1902-07-24
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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1258 Familie nicht rituell lebe und daß gerade in der letzteren Zeit viel ungekochtes Schweinefleisch dort genoffen worden sei. Dieser Arzt setzte sich dann mit dem Hausarzte der Familie in Verbindung und es fand sich ein kleiner Rest des vor der Epidemie genoffenen Fleisches — lebendige, eingekapselte Trichinen enthaltend — vor, wodurch die Natur der Krankheit völlig aufgeklärt war. Die Erkrankten befinden sich jetzt alle in Befferung, nach mehrwöchentlicher, heftiger Krankheit, wobei die Krankenpflegerin sogar in Lebensgefahr schwebte, eine zufällige Besucherin auch angegriffen wurde, und nur — was das christliche Blatt besonders hervorhebt — die Gattin, die nach jüdischem Speisegesetz lebt und darum keinen Schinken ißt, sowie die eine Tochter, welche Schweinefleisch nicht essen kann — nur diese Beiden wurden nicht krank. Es wurde das kleine restirende Stückchen Fleisch nach dem bakteriologischen Institut zur Untersuchung gesandt, die das Vorhandensein zahlreicher Trichinen bestätigte. Eine solche Epidemie hat für die ganze Bevölkerung einer Stadt großes Interesse, da sie zur Vorsicht und zum Nachdenken mahnt — ganz und am Sonntag geschlossen war. ist unter der neuen Leitung am Sabbat und israelitischen Feiertagen streng geschloffen. Karlsruhe i. B., 22. Juli. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von Baden hat dem Inhaber der Weingroßhandlung D. R. Hamburger dahier, dem Herrn DavidRudolfHomburger, das Prädikat eines Gr. Badischen Hoflieferanten verliehen. .Mmt-Aim-ßchitsI' in Reü-W. Ter Vollendung des „Mount Sinai-Hospitals", das mit einem Kostenaufwand von beinahe 2,000,000 Dollars aufgeführt wurde, sieht man im Januar 1903 entgegen. Die Fertigstellung dieses wohl bedeutendsten jüdischen Hospitals, der Erde wird einen bedeutenden Merkstein für die Entwickelung des amerikanischen Judenthums bilden. Die Grundsteinlegung fand vor einigen Wochen unter großen Feierlichkeiten statt, und es ist wohl nicht uninteressant zu bemerken, daß der ganze Betrag von zwei Millionen aus freiwilligen 181» Das „Mount Sinai-Hospital" in New-Pork. besonders aber für die hiesigen Juden, die in diesem Vorfall ein werthvolles Zeichen, erblicken mögen, das Gute u. Gediegene ihrer relig. Vorschriften zu erkennen. Es wird dieses Ereigniß noch zu vielfachen Untersuchungen und Nachforschungen von verschiedenen Seiten Anlaß geben, damit künftig eine ähnliche Epidemie vermieden werde. Aber auf's Neue ist bewiesen: urmn ros unsere göttliche Lehre ist Wahrheit und führt zum Wohl der Menschheit! Ph. E. Personalien. München, 23. Juli. Herr Hermann G u m b e l, alleiniger Inhaber der altrenommirten Firma Gebrüder Gumbel, zog sich von den Geschäften zurück. Das unter vorstehender Firma betriebene Bankgeschäft ging ohne Aktiva und Passiva auf deren langjährigen Mitarbeiter, Ihren Korrespondenten, Herrn Adolf K a u d e r s, über, der dasselbe mit Herrn Abraham Joseph Maier unter der Firma Gebrüder Gumbel Nachfolger fortführen wird. Das Geschäft, das über vierzehn Jahre am Sabbat geöffnet Gaben unserer jüdischen Mitbürger stammt, ein glänzender Beweis für das Zusammenhalten unserer Glaubensgenossen und deren Eifer, das Loos ihrer weniger glücklichen Bürger zu erleichtern. Neu Lingeganzene Bücher. Mittheilungen aus dem Verein „Montefiore.* Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute. (Gegründet 1896). Frankfurt a. M., 1. Jargang. Nr. 4. Jung Juda. Zeitschrift für unsere Jugend. Heft 21 und 22. Smlbad Knqdmz. PmHm. Neues vornehmes Pcnsoushaua I. Ranges unter Aufsicht Sr. Ehrwflrdeo Herrn Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt, mit Genehmigung Sr.Ehrw. Herrn Landrahbiner Dr. Ralf, Braunschweig. Streng; rituelles Etablissement. Am Walde ansehBnst. staubfreier Lage, 4G Salons mit Balkons der Jffeuzelt elegant eingerichtet. Bekannt aussergewtthnlleh gute Küche. Diners und k Ia carte zu jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Verpflegung incL Wohnung von 6,50 Mk. au. Jeden Samstag Gottesdienst ' in eigener von Herrn Professor G«b, Hannover, erbauten Synagoge int Parke des Hotels. [3769 Geöffnet vom 1. Mai'bis 1. Oktober. Besitzer: Sfax ÜMkt