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Der Israelit · 1902-06-09 · Heft 46-47 (9.6.1902) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 46-47 (9.6.1902)
Date
1902-06-09
Page
– (sequence 20)
Language
German
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988 dagegen sind auf die udcigen 51 Fällen 815 Mark verwendet worden. Durch die Aussonderung der vielfachen Gesuche eines Petenten ist eine Ersparniß von über 600 Mark erzielt worden, obwohl die Unterstützungen selbst, welche vertheilt wurden, eine Erhöhung erfahren haben. Zwei Fälle mußten abgewiesen werden, weil die Mutter nichts ortsangehörig war, und im zweiten Falle, weil es sich um ein. uneheliches Kind gehandelt hat. Doch soll in Zukunft statutarisch dafür Vorsorge getroffen werden, daß auch diese Fälle ordnungsmäßig zur Erledigung kommen können. Nachdem die Zusammenfassung mehrerer Vereine zur Unterstützung der Wöchnerinnen von bestem Erfolge begleitet ist, wird der Verband weiterhin der Frage der Krankenpflege und insbesondere der Hauspflege seine Aufmerksamkeit widmen. Es soll zunächst eine größere Zahl von . Pflegerinnen — es sind bisher nur sechs Pflegerinnen vorhanden — ausgebildet werden. Der Verband hofft schließlich dahin zu kommen, daß die Armenverwaltung ihre Thätigkeit nur auf die Almosenempfanger beschränken wird, während alle anderen Gebiete von der Armenpflege abgetrennt und dem Verbände überwiesen werden können. An den Vortrag und den Verbandsbericht. schloß sich eine sehr angeregte Diskussion, in welcher unter anderen! der Verband auch aus die Pflege der Säuglinge, deren Mortalität bei den Juden bekanntlich eine , außerordentlich günstige ist, als auf ein dankbares und lösbares Gebiet der sozialen Frage hinwies. Ter Berns an» die Stellung »er Frau, cm Buch für Männer und Frauen. Verheicathete u. Ledige, alt und jung von JohannesMüller, mit Buchschmuck von Marianne Fiedler. Verlag der Grünen Matter in Leipzig. 160 S. Großoktav. Preis 2 Mark. Das vorliegende Buch nt keine Partei- und Agitationsschrift das der Frauenbewegung, sondern eine unvorcingc:wnuncne Untersuchung der Bestimmung der Frau, wie Ne sich aus ibrcr Natur crgiebt. Nur diese Instanz läßt der Berfa», er gelten und stellt die Ziele und Wege fest, die sie weist. Das leitende Interesse aber, das vas ganze Mich beherrscht, ist die wahre Kultur, die in der Bildung des menschlichen Wesens zur Höhe feiner Bestimmung und in der völligen Unterwerfung aller Derhältnine und Daseinsnüttcl unter diesen einzigen Zweck deS Menschengeschlechts besteht. Denn sie must der Frau den Beruf und die Stellung geben, die ihrer Natur entspricht. ihre Bestimmung erfüllt und ihr ur,prüugliches Einpnnden befriedigt. So behändest der Verfasser nach einem kurzen Blick über die Frauenfrage zunächst „die Frau in der Ehe". eine ivundervolle Schilderung und Onenbarung des ehelicheil Berufs aus den Grundtiefen des Wesens der Ehe (der Beruf—die Stellung—die gegenwärtige Lago), dann „die Frau außer der Ehe" in ihrem gegenwärtigen Notstand (das vorliegende Problem—der Beruf —die Stellung» und endlich die Ziele cinxr allgemeinen Bewegung zum Besten der Frau: das Ziel persönlicher Reife, wirklicher Bildung, individueller Selbststaiidigkcii. menschenwürdiger Geschlechtsverhaltnisse und einer Zunahme der Eheschließungen. Weil der Berfancr von einer ganz anderen Seite die viel erörterten Fragen anfaßt, ist das Buch am jedem Punkte anregend. Seine besondere Aufmerksamkeit ist der Erziehung des kommenden Geschlechts Angewandt. Darum ist cs in Wahrheit ein Buch für alle. Praktisch durch lind durch ist cs ein höchst instruktiver Wegweiser für Eltern und Eheleute, für junge Männer und reife Mädchen. Es ist eine Aufklärung im besten Sinne des Wortes über wichtigste Gebiete des Lebens. Das Buch ist wunderschön aiisgestattet und mit Buchschmuck von Marianne Fiedler geziert. Ar-tZT- M B f O t.S S N. "UM Für den Menden Theil ist die Nedaction nicht verantwortlich. Dkr iUbartion unternimmt niemals eine Prüfung ln gejng auf vlr rituelle Znverlässtgke» der augcprleseueu Marren. Die Leliehrr Hab«, wenn ste in dieser Hinsicht gesichert sein wollen, die Auprrlsangea, Referenzen etc. selbst einer Loutrole za unterwerfen. Schluß der Inseraten-mncchme ist stet»: für die NöMagsnammer. Sonntag Früh v Ubr, für die Doanerstagsaam uer. Mittwoch Mittag IS Uhr. rlnser platt gelangt regelmäßig rNoutag and Donnerstag in den Abendstunden rum Versandt. Reklamationen wegen tu späten Eintreffen» beliebe mau brt der betreffenden Pollanstalt za machen. Effecten ans Ehifferaunoncen werde» täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag. weiterbefördert. SSici.fuö««'![pccIl.*;3uU e. einen Siiiter n. Meter. der7auch einigen Kindern jüdischen Unterricht erthcilen muß. Gehalt 750 M. und 250 M. «arantirteS Ncdcnemkonunen nebst freier Wohnung. Meldungen an MskMus-ÄHmi ZsWss. Ws: Joseph Motte. [4407 BAD KISSINGEN üh! Dchm HerW.°M2 Srotze» Restaurant; »aS ganze Jahr offen. — Marstr., unweit der neuen Synagoge. — Telephon 103. [4113 B^iickenau] Gegründet 1876. fr Streng Telephon 18. Altrenommiectes^Haus m. anerkannt bester Verpsiegung. — Großer Garten mit gedeckter Terraffe. — Hauodiener an allen Zügen. — Referenz bez. nns?3 vieler streng orthod. Rabbiner. [4162 (r.iu junger intell. Kaufmann sucht per»sofort Stellung in einem Fruchtgeschäft, auch größerem Viehgeschäft.Änacbotebltteunter Chifste^ kL. SS4 Ilmenau t. Th, zu senden. [4400 sein mit der Buchführung, sowie mit sämmtlichen Comp» toir» u. Lagerarbeiten der Wemu. Spirituosenbranche vertrauter junger CommiS. sucht. Stellung. Offerten unter Nr. 4447 an die Geschäftsstelle dieses Blattes. (ÖW{! Plrpfk \ Sool- D. 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J^ädehsn zur alleinigen Führung gesucht. Nur solche, die auf säuernde Stellung reflectiren, bei guter Behandlung und guter Besoldung. wollen sich meldend Lazarus Bor», i.Fa. Sebr. Born. Mannheim. - [439$

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