Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 46-47 (9.6.1902)
- Date
- 1902-06-09
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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980 staatlichen Schule bereitwillige Aufnahme finden, unterrichten wollen, ist völlig unbegreiflich. Durch die Zulassung von christlichen Schülern in die von den Juden errichtete und unterhaltene Schule wird es diesen unmöglich, jüdische Lehrer zu engagiren, da das russische Gesetz den Juden verbietet, Christen Unterricht zu ertheilen. - - -»• : vermischtes ER. Berlin, 1. Juni. Sr. Majestät der Kaiser^ bat dem Professor Dr. Siegmund Nosenstein in Leiden, einem Sohn des verstortencn hiesigen Rabbiners, den rothen Adlerorbcn dritter Klaffe verliehen. KstonS bei Miechow,(Ruffisch-Polen.) (Raubmord an einemRabbiner.) Hierselbst haben Räuber den vermögenden Rabbiner und dessen Frau in der Nacht durch Beilhübe ermordet. Als sic den Geldschrank erbrechen wollten, wurden die Mörder, durch Nachbarn verscheucht. Ein Addeker und zwei Tagearbeiter sind als muthmaßliche Thäter ins Gefängniß zu Kielie eingeliefert. Nom, 6. Juli. Der Präsident der „Universita Isxaelitica“ dahier, C a v. Serini, bittet unS von nachfolgendem Ausschreiben in unserem Blatt Kenntniß zu geben: Das genannte Institut sucht einen Oberrabbiner mit einem Gehalt von 5000 Lire und 1000 Lire Nebeneinkommen. Bewerber müssen folgende Zeugnisse beibringen: Gcburis- Attest, Auszug aus dem Slandesregister, Acrztliches Zeugniß, Diplome der Schulen und Hochschulen, die sie besuchten. Bewerber müssen der italienischen Sprache mächtig sein oder in Kürze sich dieselbe aneignen. Bewerbungsschreiben sind zu richten an den Secrctär der Universität, Delphine 16. GriefSaRerr der Kedaetion. Bz. E. F.: Nutrose ist zu beziehen bei David Bauer, Frankfurt a. M. Dieselbe ist aber milchig. ■ - f^agefafUtn; Welche städtische Commune haben den Rabbiner für die Steuerveranlagung dieselbe Vergünstigung gewährt, ime den Geistlichen der anderen Konfessionen? Ev. Antwort wolle man richten an . l > Dr. M. Beermann, Rabbiner der Kreis-Synagogen-Gemeinde Insterburg. Neue, vornehme, Pcaslonshaus I. Ranges unter Aufsicht Sr. . Ehrunirden Herrn Rabb. Dr. Anerbach, Halberstadt, mit Genehmigung Sr.Ehcw. Herrn Landrabbincr Dr. Rillt, Braunschweig. Stengr rituelles Etablissement. Am Walde an schönst, staubfreier iBge, 4G Salons mit Balkons der Neuzeit elegant eingerichtet. Bekannt aussergewöhnllch gute JBLUche. Diner, und » la carte au jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Ver) pflegung .IncL Wohnung von 6,50 Mk. an. Jeden Samstag Gottesdicnsin eigener von Herrn Professor Geb, Hannover, erbauten Synagoge im . * Parke de, Hotels. (3769 Geoflhet'vom 1. Mal bi, 1. Oktober. Besitzer: Max Beeilt. " Berlin, 1. Juni. (Vornehmes Hotel und Restaurant.1 Das Sinaische Ehepaar, das bis vor wenigenMonatendem inzwischen durch einen Neubau ersetzten ..Münchner Hof" vorgestanden, har Unter den Linden 31 ein Hotel und Restaurant eingerichtet und eröffnet. Seiner vornehmen Lage entsprechend, ist das rieue Unternehmen dcüiu bestimmt, verwöhntesten Ansprüchen an Komfort u. Eleganz zu genügen und. den orthodoxen rüdischen Reisenden ein Unterkommen zu bieten, das ihnen die Erfüllung aller rituellen . Vorschriften gewährleistet, ohne sie zu einer Herabminderung ihrer - Anforderungen an Behagen und äußere 'Ausstattung zu zwingen. Da8 Sinai'iche Ehepaar orcstet nach seinen Familienüverlieferungen - <§c<M Sinaieine Enkeltochter des seligen Oberlandesrabbinecs ' Karfunkel in Breslau. Herr Sinai sieth auf ein Reihe talmundisch gelehrter Vorfabrgn zurück), wie nach seiner persönlichen Vergangenheit und seiner seitherigen vreliähriaen Praxis, jede Sicherheit dafür. daß in seinem Institut alle religiösen Vorschriften i. strengsten Sinn peinliche Beobachtung finden. Die 30 Fremdenzimmer; die das neue »Smai's Hotel" den Gästen zur Verfügung, stellt^ sind im zweiten und dritten Stockwerk, zu denen ein elektrych betriebener Fahrstuhl hinaufführt. Dort ffnd auch behaglich eingerichtete Wein- und Bierstuben sowie Lesezimmer. Ein solches Hotel ist für Berlin schon längst Bedürfniß gewesen. Wir freuen uns. daß ein ersah-. rener Fachmann die Ausführung des Planes in die Hand genommen hat, und wünschen seinem Unternehmen bestes Gedeihen. Luftkurort «MtM Koch i. 8. ($!PÄt.) Glu LUSgeMaeter Zommerallfelühalt fit SrholLUgsbedlrstlge. blutarme tml Nervöse. . Das Mißverhältnrß zwischen der bis aufs äußerste getriebenen Anspannung der geistigen rmd körperlichen Kräfte einerseits und dem ungenügenden Ersätze der verbrauchten Lebensenergie andererseits nt die Ursache der Blutarmnth^ der Bleichsucht und. als Folge der Plutarmiith. der Nervosität. Besonders in den Städten mit ihrem ruhelosen Leben und Treiben, mit ihrem Mangel l an Licht. Luft und Bewegung, sehen wir die Zahl dieser Erkrankungen mit unheimlicher Schnelligkeit ansteigen. Wie ivirkt man diesem Leiden entgegen? Fragen wir den Arzt, so ist seine erste und wichtigste Verordnung: „Ailsspannen! Heraus aus der Großstadtluft unt ihrem Qualm imb Dunst, mit ihrem Lärm und ihrer Unruhe und hinaus aufs freie Land, hinaus in die Einsamkeit des Waldes und m den Frieden der Natur- So einfach dieser Bescheid dein Arzte ist. so schwer ist die ihm folgende Frage fiir den Patienten. das „23oljtn?" Daß für den an Blutarmuth und ihren Folgen Leidenden derjenige Ort, den Vorzug verdient, der außer einer klimatisch günstigen Beschaffenheit in Befftz von heilkräftigen Stahlquellen ist, leuchtet ein. Aber leider gehört die überwiegende Mehrzahl dieser Kranken nicht dem Stande der besonders Begüterten an: im Gegcntheil. gerade die Mittel- und Minderbegüterren stellen,das Hauytkontingent der Blutarmem Und gerade diese sind es. deren Augemerk wir auf uiisern beifolgend näher beschriebenen Ort richten mökbten. König, ein Markflccken von über 2000 Einwohnern. liegt im Herzen des Odenwaldes, 41 Km. von Darmstadt und 10 Km. von der altehrwürdigen Kreisstadt Erbach i. Odw. entfernt. Die ruhige Lage an denr rechten Ufer des leise rauschenden Gebirgsbaches, der Mümling, und die anmuthige Schönheit der waldgekrönten Odenwaldberge haben schon^seit fahren eine stattliche Zahl von Freinden an unfern Ort gesepelt. Im verfloffenen Jahre haben ca. 500 Fremde zürn Kurgebrauch in König verweilt. Das Klima des Orres jst das sedative Thalklima des deutschen Mittelgebirges. Die Höhe von 180 m über dem Meeresspiegel und die nach allen Richtungen hin geschützte Lage im Thalkcnel gewähren eine zugfreie, reine und den Alhmungsorgane günstige Luft. Die hygienischen Verhältnisse sind gute. Das Trinkwasser der vor 5 Jahren eingerichteten Quellenleitung ist nach der Untersuchung des Herrn Ober-Medizinalraths Dr. Uloth, Darmstadt äußerst rem. fast ohne jede Beimengung von Nitraten und organischen Stoffcii. Audi für Badegelegenheit ist gesorgt. Zwei Aerzte und eine Apotheke bennden sich im Orte. Was den Verkehr anlangt. fv bentzt König ein Postamt und eine Bahnstativli. Die Zug- und Schnellzug» erbmdung ist nach allen Richtungen hin bequem, oa der Ort an der Strecke der Odenwaldbahn Frankfurt a. Äd—Hanau— EberbaL—Heilbronn—Stuttgart mit Anschlüssen von Mainz. Darmstadt^Aschaffenburg. Heidelberg. Würzburg liegt. Im König sind zwei Schlösser, deren eines der Sitz Sr. Erlaucht des Erbgrafen zu Erbach-Schönberg ist. Schattige Wege, auf deren Herstellung der Unterzeichnete Lereiir besonders Bedacht gerwmmen hat, fuhren durch Flur und Wald, und in nächster Umgebung des Ortes bietet eine genügende Zahl von Bänken uns zwei Ausfichtstempel dem ermüdeten Fuße des Wanderers Gelegenheit zum Ausruhen. Die Pennonspreife. sauber und nett möblirte Zimmer, mcl. voller. Beköstigung, find sowohl in den Gasthäusern, als auch kei.b™^c,Bütäl billigst bemessen. Dieselben schwanken zwischen 2—4 Mk. pro Tag. - ■xjnsDeionbcrc gestatten wir uns noch Ihre Aufmerksam- -a.t' bie beiden m König vorhandenen Stahlquellen zu lenken. Dieielben enthalten über 0.08 doppelkohlcniaures Eisenoxyoul. oljo die gleiche Menge wie die stärkste Stahlquelle in Langeir- Schwalbach. Das Wayer der Quellen ist zu Trinkkuren sehr ge» eignet und hat. schon mehrfach bei blutarmen Personen angewendet, vorzügliche Heilresultate ergeben. Das Wasser der einen Quelle wird auch, nach patentirtem Verfahren (Nr. 122235) bei Abschluß von Lust mit Kohlensäure imprägnirt, flaschenweise in den Handel gegebeii. Sollten Sie also in diesem Jahre einige Wochen der Erholung m einer Sommerfrische zubringen wollen, oder sollte Ihnen zur Benerung von Blutarmuth. Bleichsucht oder chronischem Stervenleiden der Aufenthalt m einem Kurorte rmd eine Stahl- - Wasserkur arztlicheneits verordnet sein, so werden Sie in Köni» 1. Ldw. einen ,m Gegematz zu den theuren Modebädern billiqen, aber ebenso nutzbringenden Orten finden. ^lesbezilgliche^lnfragen werden gerne beantwortet von ve« Borstanve drs Drrfchoncmngovcreins nick» der Srttio» dr- ._ Cbcmoalb-glnbö in ftönift 1. O. , , wachen auf^das Jliseratbctressend des soeben er- »Äs ÄKl Btael. mcligionäKfm-