Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 45 (5.6.1902)
- Date
- 1902-06-05
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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hältmsse und durchaus unfähig, uns als Religions- Gesellschaft, .ohne diesen Mann an unserer Spitze, denken zu können, erkennen wir nunmehr alle jene Vorzüge und Eigenschaften, welche uns so eng mit Herrn Rabbiner Simonson verknüpften. Was Herr Dr. Wolfs für fast 3 Generationen — das war und ist Simonson für 2 Generationen, und womöglich noch in erhöhtem Maße als unser Landsmann, als erster dänischer Rabbiner, der von jedem Einzelnen unserer Gemeinde — ob orthodox oder mehr freisinnig. mit inniger Liebe und Werthschätzung umfaßt, auch jedem Einzelnen Liebe. Herzensgüte und Wohlthat entgegenbrachte. Kraft seiner unbestechlichen Ehrlichkeit, seiner tiefen gründlichen Gelehrsamkeit auf weitverbreitetem Gebiete des menschlichen Wissens nur dem Wahren und Rechten — niemals aber der Rechthaberei zustrebend, wurde er als Autorität angesehen, auch dort, wo es nicht gerade spezifisch jüdischen Angelegenheiten galt, und während noch für ihn, im besten Mannesalter (er wird nächstes Jahr 60) stehend, die Zukunft noch licht und von Hellem Sonnenschein umflossen liegt, und sein Name noch öfter denn bisher auf neuen Pfaden leuchten wird, müssen wir zagend und klagend ausrufen: “pana ipv' ohne noch irgendwie es uns vorstellen zu fönnen, wie seine Stelle zu ersetzen. Noch ein halbes Jahr bleibt uns, dieses zu überlegen. — Die erste Sitzung des Repräsentanten-Kollegiums findet dieser Tage statt. — PH. E. Ltterarische Notiz. Der berühmt gewordene offene Brief oes Rabbiners Dr. Wilhlem Münz in Gleiwitz über Ritualmord und Eid ist nunmehr in vierter, vermehrter Auflage (16. bis 20. Tausend) erschienen. Dem eigentlichen Briefe geht ein ernstes Stimmungsbild voran, das der Verfasser zu dieser Auflage neu hinzugefügt hat. Neu hinzugekommen ist ferner eine sehr bemerkenswerthe Auseinandersetzung über die jüdischen Sekteru Die Schrift des Dr. Münz zeichnet fich durch ihre Kürze und Lebhaftigkeit aus. Sie wird darum von den verschiedenen Bevölkerungsklassen gern gelesen. Liest man fie aber, dann wird man bewegt und überzeugt, denn aus jeder Zeile leuchtet uns, wie aus einem treuen Menschenauge, innere Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit entgegen. ' »Zur Aufklärung der Geister und zur Zerstreuung von Vorurtheilen wird darum die Broschüre des Dr. Münz zur Massenverbreitung auf das eindringlichste empfohlen.^ :vy Zu beziehen durch Neumann's Stadtbuch-; drückerei in Gleiwitz, sowie durch jede Buchhandlung. . Preis eines Exemplares 10 Pfennig.- .. vermischtes. Oberwikow, 27. Mai. Beim Durchlesen mehrerer über den neuernannten italienischen Kriegsminister Ottolenghi geschriebener Artikel, ist mir zu meiner Freude die bemerkenswerthe Erinnerung aufgetaucht, dag derselbe »jiMD 1SJ ist. Von einen dieser verlangte der berühmte Tn ti!?NUoy tsrnpi psu eine noaon aus sein Werk aann-mtfjra welche er — gefertigt Tn PWDBf WD*K — ihm auch crtheilt hat. Möge der Allgegenwärtige ihm D'empn rrivrr non auf die höchsten Stufen des Glückes leiten. Sie brachten unlängst bei der Berichterstattung über die Konferenz der isr. Religionslehrer Rheinhessens die Nachricht, daß an diesem Tage auch die Rabbiner Hessens über die Gründung einer Reliktenkaffe bcriethen. Ich bin in der Loge, Ihnen mitzuthellen, daß dies nicht der Fall war. Roths ch il d—Worms. Briefkasten der Redaetion. David L. Cohn, Jerusalem: Wir Laben bei der betreffenden Firma angefragt. Nach deren Mitthellung hat Ihnen dieselbe die Sendung regelmäßig unter verschlossenem Couvert zugehen lassen. Reklamiren Sie nun bei der dortigen Post. Neu rmgegsngrne Wcher. (Besprechung Vorbehalt«.) Gebet. Gesprochen an der Bahre der frühvollendetea Lehrerin, deS Fräulein Jeanette Gabriel, am letzten Tage deS PeßachfesteS 5662 (29. April 1902) von D. H. Spitzer. Budapest 1902. Buchdruckerei Sam. M a r - k u s V., Bathory-utcza 20. Gedächtnißrede zu Ehren deS verewigten Herrn Rabbiners Dr. Selig Auerbach gehalten in der Aula der israelitischen Realschule zu Fürth am 10. November 1901 (28. Ch schwan 5662) vonDr. A. Feilchenseld. Keues vornehmes Pensionshaus I. Hanges unter Aufsicht'Sr. Ehrwürden Herrn Habt». Dr. Auerbach, Halberstadt, mit Genehmigung Sr.Ebrw. Herrn Landrabbiner Dr. R il lf, Braunschweig. Steng rituelles Etablissement. Am Walde an scbOnst. staubfreier läge, 40 Salons mit Balkons der Nenzelt elegant eingerichtet. Bekannt arasergewSltitlleb gnto EOehe. Diners und ä la carte xu jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Vtrj pflegnng incL Wohnung von 6,50 Mt an. 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