Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 44 (2.6.1902)
- Date
- 1902-06-02
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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4) Daraus folgt auch, daß wir im allgemeinen denselben Gang einhalien, wie beim deutschen Schreiblefeunterricht. Wenn das Kind k oder v gelesen, so. schreibt es diese Buchstaben auch. Freilich wird Keiner die Buchstabirmethode anwenden, man folgt vielmehr, «genau wie beim deutschen Unterrichte," der Lautirmethode. Welche Freude haben die Kleinen, das Gelesene auch schreiben zu dürfen. Und wie schnell ist das hebräische^-'" das T, das oder . fertig. Was sollten aber auch die kleinen ABC-Schützen treiben, wenn ihr Leseunterricht zu Ende?! Womit könnten wir sie paffender beschäftigen, als mit dem Schreiben? Für ein anderes Religionsfach sind sie nicht zu haben, weil 3\j unreif. Wer das Gespenst der Langweile bannen möchte, der wird ein willkommenes Mittel im hebr. Schreiben finden. 5) Dieses Heimittel dient jedoch nicht etwa dazu, um die freie Zeit der Kleinen „todzuschlagen!" Die Schreibübungen werden an hebr. Begriffs Wörtern vorgenommen, deren Einprägung nützlich erscheint, besonders für die Schrift. Solche Wörter sind: 7\2& 2'.v »v die Namen der zwölf jüdischen Monate. All' dieses wird häufig aus der Druckschrift in die Schreibschrift übertragen, ebenso die Hauptfesttage, die Fasttage, die'Halbfeiertage. Oft schon nach einem balben Jahre können die Kinder die Namen der zwölf Monate fehlerlos frei aus dem Gedächtniß niederschreiben. Darüber wundert sich so mancher höchlich. Doch ist bie$ im Grunde gar nichts anderes, als wenn Kinder „Hut, Keil, Leib, Rabe, Kegel und Vogel" frei niederfchreiben. 6) Hier ist auch der vom methodischen Standpunkte aus geradezu lächerlichen Ansicht entgegenzutreten, als müsse die Anwendung der hebr. Kursivschrift auf deutsche Wörter jenen Uebungen vorangehen. DaL verdient Spottverse wie die selig entschlafene Buchstabirmethode der alten Zeit. Wohl nennen wir die hebr. Kursivschrift hebräisches Deutsch- Schreiben, weil man sie auch auf die deutsche Sprache anwendet. „Das ist aber eine U e b e r t r a g u n g, die dem Wesen der Schrift f r e m b ist. Das s bleibt immer X. das 2 bleibt 2 Deutsche Sprache und hebr. Aleph Beth sind ihrem Wesen nach sich fremd. Das Hebr.-Deutsche ist nur für die hebr. Quadratschrift ein natürlicher Ersatz, nicht für deutsche Typen. Es ist darum einleuchtend, daß das Kind die Nebertragung der Quadratschrift in's hebr.-dentsche Schreiben leicht vollzieht. Schwer und unnatürlich erscheint ihm dagegen, daß v e bedeuten soll, zwei" ein ei, daS i ein au. Fast wie Willkür nimmt es sich aus. das Kind kann es sich nur mechanisch einprägen, ohne innere Begründung. 7) Reichliche Anwendung wird vom bebr.'Schreiben endlich beinl Gebetübersetzen und beim hebr. Grammatikunterrichte gemacht. Davon vielleicht später. sc?* M n % z i Q % w. Für den folgenden Theil ist die Ned actio« nicht verantwortlich. 8tr Lrdartkou unternimmt niemals eine Prüfung in grpifr ans die rituelle Zusrriässigkrit der angepriefcneu fp« reu. Me gcjtebcc Hute»» wenn sie in dieser Öinsicht gesichert fein wollen, die Anpreisungen. Ncfereurc« etr. feidkt einer Goutroie ,u unterwerfe». Schluy der o-isrratenaanalimc ilt siet»: für die Uantagsnu mner, Sonnrag Frül, i> Uhr. für dieDonnrrsiagsnumner. Mittwoch Mittag 2S Uhr^ rinser glatt'aklangt regrliuäsiig Montag und Aonnersiag in den Adeadsiuuaen ra-a versandt, peciamrtioneu wegen r» späten Glutreisen» tirve man bei der betreffenden posiansialt ,u machen. vssrNen auf Ttzifferann-ncen werden täglich, mit Aasn.il, ue von Hamltag und Sonntag, weitrrbekSrdert. r.vvQQSorvsUt'8 N2-, noch wie neu. nebst Anhang IS SW. 'TrsnunsBreden von Elias Karpeles. sur alle WochenabvoiiNrr^stlortÄreaea erst»»* Anhang: Glaubensbekcnntniß und Reden für die.Conürmanden von.^acob E^und. Lirsdreae» von Etias Karpeles, für alle Wochenabschmtte Tre&istea^bk besonoeren die Gemeinde berührenden Beranlassungen von Dr. Silberstein. Letztere vier. Werke, gut ge- Homiletische Betrachtungen pn« ntaa über me Haftorahs zu den fünf Büchern Mosis (Materialien zu Predigten für angehende Rabbiner und Prediger 2 Mt. ScMre Jelchuran. (i.8«!*n. Theil). Gottesdienstliche Gesänge nan L. Liebling urch D. Jacobsohn Contoren zu Hamburg uich LeiSevimden 2.S0 LsKrrst» «srrrr, Handbuch für prakt.iche Echachter. wodurch ec . auch diejenigen Krankheiten erkennen lernt, die der der -vedlka nidit itu kaoe trctciu vom Uutersciinctcn« ®rciÄ 2 L" (Bon Letzten nur noch eüi kleiner Rest Exempl^e vorhanden).. 13881 Alle obengenannten Bücher zu haben bei - Eanior H. G. GslSaxt, Stettin, Zn Propagandazwecke« liefern wir : IwMZMKZ «Nil RßUgiov. Non Dv. MenLrl Wivsch, . i. SL. Direcfor der 3sr. Realschule der 3sr. Aeligionsgefellschast zu Srankfurt a. Al. Per Exemplar 10 Pfg., bei größ. Abnahme Rabatt. Joh. 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