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Der Israelit · 1902-05-28 · Heft 43 (28.5.1902) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 43 (28.5.1902)
Date
1902-05-28
Page
– (sequence 11)
Language
German
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des Verbandes um Revision des Standpunktes der Rabbiner zu dieser Frage gebeten, da der Zionismus seit jener bekannten Protestkundgebung der deutschen Rabbiner mehrfache wesentliche Aenderungen erlitten habe. Man darf gespannt sein, wie sich die von den Zionisten so warm gehaßten Herren «Protestrabbiner" nunmehr zu dieser Frage stellen werden. Köln, 28. Mai. Der verstorbene Erzbischof Dr. Siyrar war ein großer Freund der Juden, was er wiederholt in Reden, die er an jüdische Deputationen richtete, zum Ausdruck brachte. Mit großer Energie stand er stets für die volle Gleichberechtigung aller Konfessionen ein. Ehre seinem Andenken. Rumänien. Bukarest, im Mai. (Ausw.anderung von I u d e n.) Daß es nicht bloß die materielle Nothlage ist, welche die einheimischen Israeliten Rumäniens zur Auswanderung veranlaßt und daß es nicht blos besitzlose Leute, israelitischen Glaubens sind, welche Rumänien den Rücken kehren, geht neuerdings daraus hervor, daß dieser Tage 160 Bukarester Israeliten auf eigene Kosten von hier , nach Amerika abgereist sind. Gleichzeitig trifft aus Jassy die Meldung ein, daß dort zwanzig der bekanntesten israelitischen Familien unter Führung der Leiden Brüder Reinhorn und mit einem Gesammtkapital von 80,000 Li nach Kanada abgegangen sind. Denselben sind seitens der dortigen Re-, gierung 3760 Faltschen Land (1 Faltsche — 1,432 Hektar) mit dem Rechte zur Gründung einer rumänisch- . israelitischen Kolonie zugesichert worden, welche den Namen „Brüder Reinhorn" führen wird. Das vorerwähnte Kapital der Auswanderer wird das Betriebskapital der auf kommunistischer Grundlage zu organisirenden Ackerbaukolonie bilden. Wie verlautet, sind noch anderweitige Gruppen auswanderungslustiger Israeliten, die über ein gewisses Vermögen verfugen, in der Bildung begriffen mit dem Zwecke, Ackerbaukolonien in Kanada zu gründen. Der erforderliche Grund und Boden wird den neuen Ansiedlern unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Doch müssen dieselben über das zu dessen Bewirthschaftüng nothwendige Betriebskapital verfügen. Norwegen. Kristiania. Dem Rechenschaftsberichte über den Verein „Hachnassath Orchim" (Gastfreundschaft) zu Kristiania (für das Jahr 1901) entnehmen wir: Es wurden im Berichtsjahre 400 Nachtlager gratis an Glaubensgenossen gegeben. Der größte Theil dieser unentgeltlichen Nachtlager wurde den frisch zugereisten Glaubensgenossen gewährt, solange sie sich noch nichts verdienten, theils aber auch fremden durchreisenden Israeliten, die ausweislich unterstützungsbedürftig waren. Im Berichtsjahre schließt die Rechnung Mit einem Defizit von Kronen 39,68 ab, wozu noch ein Rückstand von den ersten Stiftungsmonaten im Betrage von Kronen 76,69 hinzukommt. Wir können mit dem Resultate vorläufig zufrieden sein, in. Anbetracht der bescheidenen Mittel, die uns zu Gebote standen. Wir haben sämmtlichen Glaubensgenossen, die hier in'S Land kamen, um durch Thätigkeit sich Nahrung zu verschaffen, jedem statutengemäß 10 Tage freies Logis gewährt. Wir haben unfern armen Glaubensgenossen, die sich auf der Durchreise hierher verirrt haben, gratis Logis gewährt. Wir haben denjenigen Glaubensgenossen, kne sich hier im Lande aufhalten und durch schwere Arbeit sich ernähren, auf deren Verlangen billiges Logis gegeben, d. h. im Kostenpreis. Gründer des Vereins ist Rabbiner Dr. Mayer Aschkanaze.^" ' Briefkasten der Kedaetton. F R : Die gegenwärtig dem „Israelit" belliegenden „Sprüche der Väter" sind nicht von L. PH. Prinz. - M. N. in Mainz: Eine größere Schmeichelei konnten Sie uns wohl nicht gut sagen, als mit dem Vorwürfe, daß wir die Zionisten in unserem Bericht viel „zu anständig* behandelt hätten. Wie hat Herr Dr. Herzl auf dem diesjährigen Zionistencongreß gesagt? „Wir haben nie durch Schimpfereien zu beweisen gesucht, daß wir die Gebildeteren sind." S. i.r A.: Wir bedauern, wenn sich d'e württemb. Lehrer durch einige ungeschickte Wendungen in den Artikeln „Aus Wttg." in den z vei letzten Nummern des Israelit beleidigt fühlt, rr. Wir hatten nicht die Absicht zu beleidigen. Wir gaben den Einsendungen lediglich nur Raum in Befolgung des Grundsatzes: Jede Meinung zum Wort kommen zu lassen. Wir selbst sind aber überzeugt, daß der wttb. Lehrersland in seiner großen Mehrheit sich mit Recht deS Vertrauens der Gemeinden und Behörden in hohem Grade erfreut Wir setzen in die Pflichttreu: und den religiösen Ernst und Eifer der Mehrzahl der wttb. Lehrer nicht de» geringsten Zweifel, wie wir ja aufrichtige Freunde unserer Sache und unseres Blattes in den Reihen der Württemberg. Lehrer haben. Aladar S., Eperjes: Chocoladr, welche nicht unter Aufsicht bereitet wird, muß in Bezu^ auf nr®Q stets als verdächtig betrachtet werden. In genannter Fabrik wird keinerlei Aufsicht.ausgeübt. Milck-Chocolade ist, wenn nicht unter Aufsicht hergestellt, entschieden “HDN. Briefkasten der Expedition. F. C. in Berlin: Mk. 2.50 dankend empfangen. Kenn vornehme* Pensionsliau* I. Ranges unter Aufsicht. Sr. Ehrwürden Xeucs vornehme* Pcnsionsliau* I. Ranges unter Aufsicht Sr. Ehrwürden- Herrn Rabl». Dr. Auerbach, HaJberstadt, mit Genehmigung Sr.Ebrw. Herrn Eandrabbincr Dr. Rülf, Braunschwelg. Steng rituelles Etablissement. Am Walde an schSnst. staubfreier Lage, 40 Salons mit Balkons der Xeurelt elegant eingerichtet. Bekannt aussersewffhnlleh gut# KOehe. Diners und a la carte zu jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Verj pflegung incL Wohnung von 6,50 Mk. an. Jeden Samstag Gottesdiensin eigener von Herrn Professor Geb, Hannover, erbauten Synagoge im Parke de* Hotel*. . J876S Geöffnet vom 1. Mai bis 1. Oktober. Besitzer: KaxHeCut». bei Fulda 1Ü02. Das Wasser der im lcljen Winter neu erbohrten Soolauelle» - -welches in seinem Gehalt an Kochsalz und lohlensü'nre sämmtliche hier vorhandenen Quellen weit übertrifft, indet in dieser Saison bereits Verwendung zu Badezweckcn. E» Baii LchWkf

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