Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 58 (21.7.1902)
- Date
- 1902-07-21
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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1242 starb doriselbst (im Alter von 88 Jahren) und äußerte den letzten Wunsch,'daß sein langjähriger Freund, Herr Dr. Sternheim in London, sofort von seinem Ableben telegraphisch benachrichtigt und zugleich ersucht werde, die irdischen Ueberreste von Antwerpen nach Jerusalem zu begleiten. Herr Dr. Sternheim erfüllte den Wunsch seines verblichenen Freundes und ist auf seiner Reise nach Jerusalem, um den Leichnam in der heiligen Erde zu bestatten. R u tz l a ad. Warschau. (Hungertyphus in Warschau.) Im offiziellen russischen „Waschawsli Dnejewnik" theilt Dr. Lawiagin die traurige Thatlache mit, daß unter den Juden Warschau's immer weiter der Flecktyphus um sich greift. Anfangs nur an der Peripherie der Stadt austauchend, dringt er immer mehr nach dem Zentrum derselben vor und fordert namentlich unter dem ärmern Theil der Bevölkerung zahlreiche Opfer, wobei namentlich die Juden von der Krankheit besonders heimgesucht werden. Schon im Jahre 1900 hat es in Warschau 99 Typhuskranke, darunter nicht weniger als 72 Juden gegeben. Im folgenden Jahre stieg die Zahl der Kranken auf 243, wovon wiederum die große Mehrzahl, nämlich 143, Juden waren. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres betrug die Zahl der am Flecktyphus erkrankten bereits -372, von denen nicht weniger als 104 — 64,7 vEt. Juden waren. Der Flecktyphus ist eine Krankheit, welche vorzüglich die Armen befällt und wird durch Noth, schlechte Wohnung und schlechte, unzureichende Ernährung begünstigt. Die Erscheinung bildet eine glänzende Illustration zu der Legende vom „jüdischen Reichthum". Die Juden sind so reich, daß ihre'Angehörigen in einer der größten Industrie- und Handelszentren Europas, j in der reichen Stadt Warschau massenhaft' am — \ Hungertyphus sterben. : Briestafterr der Expedition. R. W. in M. Auf Ihre Anfrage im Briefkasten dss. Blattes Nr. 56 bin ich in der Lage, in unserem anmutdlg u. gesundgelegenen Städtchen, in der Nähe von Zürich, in meinem in einem Garten gelegenen Hause, ein Logis abzugeben, mit Koscher-Verpflegung und zu mäßigem Preise. Silberstein, Lehrer, Brew.garten, (Schweiz, Aargau). Bitte um baldmoglichste Mittheilung Ihrer Adresse. Mainz, 20. Juli. Am 12. starb kurz nach einer schweren Operation Herr Ferdinand Stern hier zum größten Schmerze und. zur tiefsten Trauer seiner Frau, seiner Kinder, Verwandten und Bekannten ln dem noch jungen Alter von 45 Jahren. Der Verstorbene hatte sich durch sein liebenswürdiges und zugleich bescheidenes Auftreten, sowie strenge Rechtlichkeit im Geschäftsverkehr und seinen Wohlthätigkcitssinn, den er in vielfacher Weise bethätigte, allgemeine Hochachtung erworben, wovon auch das am 13. stattgehabte Leichenbegängniß, an dem sich nicht blos zahlreiche Glaubcnsg nassen, sondern auch viele Christen bethci igt n. beredtes Zeugniß ablcgte. Auf dem Friedhofe gab Herr Rabbiner Dr. Salfeld in beredten Worten den Gefühlen der großen Trauer um den Verstorbenen Ausdruck. Möge Gott der trauernden Wittwe und den Kindern lindernden Trost spenden und sie in seinen Schutz nehmen. - . Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Letpztg. auf Gegenseitigkeit errichtet 1830 (alte Leipziger). In der ersten Hälfte des Jahres 1902 Und 3428 Anträge überM. 26930450 Versicherungssumme eilige»- gangen und 3013 Versicherungen über M. 23138400 abgeschlpnen worden. Es hat sich damit der Äersicherungensbestand auf 037 Millionen Mark gehoben, wahrend das Vermögenauf218 Millionen Mark angewachsen ist. . Bei der alten Leipziger Gesellschaft die eine reine Gegenseitigkeitsanstnlt ist. Metzen alle Ueberschüsse in Gestalt von Dividenden den Versicherten wieder zu, die auf diese Weise bis letzt 77 Millionen Mark erhalten haben. Im laufenden Jabre beträgt die Dividende für die länger als fünf Jahre bestehenden Versicherungen beim Dividendenplan a. wie seit nunmehr 15 Jahren. 42'/» der ordentlichen Jahresbeiträge, bei abgekürzten Versicherungen autzcrdew'noch 1.5% der Summe der gezahlten Zusatzprämien: beim Dividendenplan 8 gelten steigende, nach der Dauer der Bersichcrung abgestufte Dividendensätze^ die die Leipziger Gesellschaft in der von Anfang an in Ausncht gestellten vöhe fortgewahrt, während viele andere Gesellschaften sich gezwungen gesehen haben.'ihrer steigende Dividenden herabzusetzsn. - M n i'frtn. M dcu fMeildcil Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Llr NederNtM unternimmt niemals eine Prüfung la grpiB aus die rituelle Zuverlässigkeit der angepriesene« Wa ren. Me Serieller tzadr», wenn kt in dieser ginllcht gekch-rt sein wollen, die Anprei üngen, Aeferrnrea etc. friblt einer Tonlrole m unterwerfe». Schl.,1 brr g>il>r>,ten Nl-i.iii-uc ig Nets: s»r die LUoutagsnnmmer, Sonn rg Früh 0 Wir. für dir Oamierla r»l:i:nn r. Mittwoch Mittag 12Uhr» Lu,er ul.Ni iiclangl regrUnälrig Montag und Oannerllag in den Aden runde« m» perfandl. SccUmiSioucu wegen in späten Eintreffen» d». kleoe man dkl der betreffende« v'ostaimält ja machen. Sfferten auf Ed 'fer MN jure« werden täglich. -Nit U»n >!, ie »ja Samlag «Nd Sonntag. weitri relörder». c^ür unser an Schabbos u. I omtof O streng geschlossenes Bankgc- ' schüft suqen wir einen £@hrling aus achtbarer Familie. Gebrüder Gninbel Nachfolger. München. 15470 O LehrsteUe O in Eilen» oder Nairmaterlalien- Geschäst für gut entwickelten i. M. gef. Off. N. 1»v an «. L. Daube u. Co. 9 orzh t« (21t» Wwe. I. Gnmprich'S Oücjischss Kochbuch. Bereits r. Auflage. Ein Rathgeber für jede Hausfrau. Hunderte von bewährten Rezepten. Speisezettel für alle Jahreszeiten und Festtage. Tischdecken u. Seruiren. Vorzüglich geeignet zu Geschenken. 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