Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 32-33 (21.4.1902)
- Date
- 1902-04-21
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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Lei einem Lehrer entfernte unser Arzt einen pflaumengroßen Polypen mit erstaunlichem Erfolge vom Stimmbande, trotzdem dieser Fall eigentlich in eine Klinik gehrte. Die ärztliche Behandlung wurde wie bisher von Herrn Dr. Aronsohn in uneigennütziger Weise geleitet, Bader und Inhalationen wurden vom Viktoriabad, den Inhalationen Quehl und Heyer, gratis gewährt, während die Kgl. Kurverwaltung denen, die mit einem Armuthszeugniß versehen waren, die Kur- und Brunnentaxe erließ und die Benutzung einer Militärfahrkarte zur Her- und Rückfahrt gestattete. Damit wir nun wenigstens auf dem betretenen Wege nicht stehen zu bleiben brauchen, bitten wir dringend alle unsere Glaubensgenossen um gütige Zuwendung von Spenden. Ganz besonders aber wenden, wir uns an alle wohlhabenden Kurgäste, welche durch Gottes Gnade selbst in der glücklichen Lage sind, unsere berühmten Heilquellen aufzusuchen und an denselben ihre Gesundheit zu kräftigen, unserem Vereine durch reichliche Gaben die Mittel zu gewähren, armen, Heilung suchenden Israeliten den Gebraüch einer Emser Kur zu ermöglichen. Wenn diese doppelt unglücklichen Menschen, die von Armuth und Krankheit geplagt werden, erfüllt mit neuem Lebensmuthe, in ihre Heimath zurückzieheü, dann wird der Dank, den sie zum Himmel emporsenden, all' ihren Wohlthätern zum Segen gereichen. Das Gebet des armen Kranken, dem Gott besonders nahe ist, wird all' denen reichlicher Lohn sein, die unfern Verein unterstützen. U n g arm Budapest. (D a s T e st a m ent eines Wohlthaters.) Der am 3. d. Mts. Hierselbst im Alter von dreiundfünfzig Jahren verstorbene Ingenieur Horace Herzfelver, der dadurch bekannt geworden war. daß er vor mehreren Jahren eine Weltreise unternahm und damals als letzter Europäer vor dem Boxeraufstand Peking verließ, hat sein nicht unbedeutendes Vermögen für Stiftungen hinterlassen, und zwar zur Bekleidung und Verköstigung von armen Kindern. Diese Stif-- tungen werden jedoch erst nach dem Tode von Verwandten, denen die Nutznießung bis zu ihrem. Tode legirt wurde,'in Kraft treten. Das Verinögen besteht aus zwei Grundstücken im Schätzun'gswerthe von beiläufig 300,000 Kronen. Die Zuweisung der Stiftungen erfolgt zu zwei Dritteln an die Budapester, zu einem Drittel an die Wiener israelitische Kultusgemeinde mit der Bestimmung, daß der fünfte Theil des Vermögens für christliche Kinder verwendet werde. Außerdem ordnete Herzfelder letztwillig an, daß am Tage seines Begräbnisses den Bürgermeistern von Wien und Budapest je 2000 Kronen zur Vertheilung an Arme ohne Unterschied der Konfession eingehändigt werden sollen. Schließlich errichtete Herzfelder eine Stiftung für einen armen Studenten an der Landes-Oberrealschule in Graz. Berichttgurtg. - In dem Artikel „Zur Competenzfrage re." sind einige Druckfehler. Insbesondere muß eS in Nr. 27 statt „autonome Selbstverständlichkeit', autonome- Selbstständigkeit heißen. Ferner muß es in dem Satze: Der Zweck der Beleuchtung re. heißen: Diesem Borgehen der Bezirksrabbiner gegenüber (nicht: gegen, wie gedruckt ist).. n: n D \ v. D i "i 1. n n ■y n . Richtige Lösungen sandten ein: Seminarist Nastali Wert» henner—Karlsruhe-Hardheim, S. M. Bachrach—Elmshorn. Bold» Schwarzschild—Frankfurt a.M^ Nathan Singer—Marseille. Lehrer B. Wlffoker—Frankfurt a. Lcibjsch Rosenblatt-Kotzman. S. Grommer—Paris. Schachet Ein. Goldberg—Mattersdorf, Lehrer H. Reich—Wiesenfeld. Sandor Manheim—Tyrnau, Lehrer M. Weiler—Neustadt a. Saale. Fanny Thümiin—Kolonie«. Fanny Godlewsky—Gcrolshofen, Talmudiit Herman Rosenberg—Mako. Jakob Goldstem—Katona, Frau Rabbiner Bertha Hornir—Ober« wikow. Saloinon Neichseld—Trencsen. Kultusbeamter W. S. Wuchcrk. Hermann Blumenthal—Tuna-Szcrdahelq (Ungarn). SniKiiniä ä(5 NO8-?rei§>WM§ >> M«k 25. rris*?—jvosö* ' Unter den Einsendern der richtigen Lösungen wurde geloost und erhielt der Gewumer . - . Herr Joseph PryS—-Würzburtz „ei» Werk aus unserem Verlage" gratis und franko zugesandt. ftjBfaai in dilis-zrsgk ia Rmmk A.;. , Sfotwort: •% .v-ijö /man prhb . ♦p21pö m» pnB PpD v. Unter den Einsendcni der richtigen Lösungen wurde geloost und erhielt der Gewinner Herr Cantor M. Jaffe—Zn in „ein Werk aus unserem Verlage" gratis uno franko zugesondt. AaWaaz ItS Pnis-ßmeop ia Staut 25.; : rü")N ich will vermehren (I. B. M. 2a, 17) rD*W Heuschrecke (II. B. M. 10,4). Unter den Einsendern der richtigen Lösungen wurde geloost und erhielt die Gewinnerin Helene Schwarz—Sarvar (Ungarn) ei» Werk au» unsere« Verlage" gratis und franko zugesandt.