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Der Israelit · 1902-04-17 · Heft 31 (17.4.1902) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 31 (17.4.1902)
Date
1902-04-17
Page
– (sequence 12)
Language
German
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> 696 Feinden siegreich verteidigten. Diesem Beispiele folgtm jene Männer und . gründeten Schulen, in welchen derselbe Geist wie im,Lehrhause zu Jabneh waltete. In diesen Schulen wurde die Liebe und Begeisterung für : das heilige Erbe Israels, welches unsere Väter mit beispielloser Opferwilligkeit während der Jahrhunderte gehütet und gepflegt, in den jungen Herzen geweckt und die Heranwachsende Generation in dem Glauben bestärkt *?nn )6 .Tnrn iw, daß die Gotteslehre keinem Wechsel und Wandel unterliegt. Diese Schulen haben sich als feste Bollwerke bewährt, und mit vollem Recht kann wie einst vom Priester vnz'v auch von Dr.Pmkas Neustadt gesagt werden, daß, er mit beigetragen, daß der verheerend und verderbend um sich greifenden Zerstörüngswuth und Neuerungssucht Einhalt geboten wurde. In diesem Geiste und mit glänzendem Erfolge wirkte der verewigte Dr. Abieser -Auerbach als Dirigent der Realschule in Fürth, später als Rabbiner in Halberstadt. Bon ihm gilt das Wort des Propheten "7 ixte '2 wn max voll Reinheit und Lauterkeit der Gesinnung, voll Milde und Güte. Den Engeln, gleich weilte er in der Nähe Gottes, sein Sinnen und Denken war stets auf Gott gerichtet -.'vn naA *n w sein ganzes Leben und Wirken war verklärt und getragen von dem Gottesgedanken. Wie der verewigte Onkel des Redners, ein Jugendfreund des Verklärten, erzählte, war diese, tiefwurzelnde Gottesfurcht schon in seiner Jugend allgemein bewundert, als er seinen Studien obgelegen harmonisch zu vereinigen wußte. In jener Zeit war das eine, seltene Erscheinung und nur von wenigen konnte damals gesagt werden kw bäw mm Dr.. Auerbach war einer dieser Wenigen, er konnte ausrüsen rwa ,'arr ’pü« . das leuchtende Beispiel und Vorbild seines großen Vaters war. ihm Schutz, und Schirm ' gegen alle Versuchungen rmd. Gefahren, die feine, religiöse Ueberzeugung bedrohte. , Mit der eindringlichen Ermahnung, daß die Lobpreisung und Verherrlichung großer Männer, allein..'nicht genüge,- der Hauptzweck einer solchen Feier vielmehr. darin bestehe nraV pnx .'vr, . daß das Andenken des Gerechten den späteren Generationen zum Segen, und. Heile gereiche, anspornend und.' nacheifernv wirke,-, schloß die eindrucksvolle Rthe^'s -^ v *.!-• . Vermischtes. ER. Berlin Privätdocent Dr^ Ferdinänp. Blum ent b a I . ' AWertt an der - ersten' mediz. l'Kllnik'. der hiesigen Nni-; dersitähnst izümSorrefpönSlrenden MitgliÄ der'LoeiötL äs tdLrLpsat1gns..zu Paris donoris xsnss. ernäimt: worden." £ ‘: ,. - Zu. deEordsee»Fahrt. die der Kaiser, . nebst: Gefolge. aus-d'M'SchnMäwpfei^^öichrh^Mlhesm7:Mirat, .haben^.- wie-dee^Koüf^ . erfährt-aüs den Kreisen der Industrie Eip^ ladiw^rn rrhälteü'Deh.i'PänraihWashenäü-! Geh/Kammerzi^rpÄth sl rn-h-o l d: un^Kommerzienrath' Dö w re.' 2 8. April. Das Reichsgericht verwarf die-Re-»' Vision: des Gtaarsanvslts geaen das Urtheil des Landge» richtS II zu Berlin vom IS. Dezsnber 1901, wodurch Graf Pückler - Klein - Tschirne von der Anklage der Aufreizung zu GewalttdStigkeiten gegen Juden fr igeforochen wurde. ' Ziegeuhals (Oberschlesien», 11. April. Der Stadtälteste Josef Frankel, einer der ang sehensten Bürger der Stadt, hat bei seinem Scheiden ans dem Magistratskollegium den Kronenorden vierter Klaffe rrhalten Herr Frankel, dem auch sonst große Ehrungen bereitet wurden, ist streng orthodoxer Jude. ' ' v: . ' Bukarest, ll. April. Gestern Nacht sind in der. mobdänischen Stadt Piatra Neamz 20 Häuser sammt dem" Mobiliar abgebrannt.: Zahlreiche, meist israelitische Fa milien.sind obdachlos geworden und haben alle ihre Sachen - verloren. Mehrere Personen sind unter dem Verdacht der Brandlegung verhaftet worden. - - Sriestatzerr der Kedaetio«. G. P. in F.: Bo» gut unterrichteter Seite wird uns mitgetheitt, daß vielen Fleisch-Conserven etwas Mehl zugesetzt wird. Man darf solche Conserven selbstverständlich nicht über Pesach im Besitze haben, sondern, muß sie vor Pesach mit dem Chomez verkaufen. Gleichzeitig , machen wir darauf aufmerksam, daß man Mandeln, Thee, sowie selbst die für Pesach getrockneten Fruchte und sehnliches vor Pesach belesen mnß. da sehr häufig auf dem Transporte' Getreidekörner in die Säcke schlüpfen, wodurch sehr leicht die ganze Speise Chomez werden kann. Das Belesen, ist. selbst dann nothwendig. wenn die Maaren von ganz verläßlichen Händlern bezogen wurden da die Geschälte das große QuanMm, das sie verkaufen, nicht belesen können. Dies bleibt den einzelnen Haushaltungen überlaffen. - ' ■ . - Lehrer S. M.: Ja. Spülen Sie es vor Pesach gut mit kaltem Wasser ab. ' rowni iTw:' Wien. Die Behauptung, daß sich fast sämmiliche orthodoxen Rabbiner Rußlands dem Zionismus angeschloffen haben, bleibt eine offenkundige, nachweisbare Unwahrheit, wenn sie auch noch so oft wiederholt wird. — Wir empfehlen Ihnen zur Onentirung die Radbinische Monatsschrift „Hapeles" von Rabbiner E. A. Rabinowitz in Poliawa /Rußland). Dieses vorzüglich rediglrte Blatt hat sich die Bekämpfung des Zionismus zur Aufgabe-gestellt. Sie finden darin die beste Auskunft über Ihre Anftagen. In Deutschland ist diese Monatsschrift durch die Buchhandlung von A. I. H ofmann in Franksurt a. M. zu beziehen. Vorstand der RabbiuatSschule in' Preßburg: Mir bedauern, nicht.mehr dienen zu können, well wir solche. Zuschriften nicht aufbewahrcn. Soviel wir unS erinnern, handelte eS sich um de unnütze Gründung verschiedener Vereine, die von den Leitern der Jeschibah nicht beaufsichtigt werden. Ganz besonders beschwerte man sich über die Absendung einer Huldigungsadreffe an den Redakteur eines ungarischen Neologenblattcs stitcnS einiger unreifer Jügnlinge. Mainz. Zum Beginn des neuen Schuljahres und zum Herannahen der Sabbate, an welchen die ’DIS gelesen werden, machen wir Sie auf die f. Z. von Herrn Rabbiner Dr. Bamberg er in Schrimm in jüdisch-deutscher Druckschrift bearbeiteten Erklärung der HUK 'P12 aufmerksam. Diese für Schule und Haus bearbellele Erklärung der .Niarr 'V7»S ist; namentlich für den Unterricht der Mädchen zu empfehlen, welche hierdurch g'.eichzeitig Fertigkeit im 'Lesen der jüdisch - deutsche» :Druckschrift erlangen--?: : ^'-5 .ri - : «tp-—~~=a» Die diesjährige Omertabelle wirdunse» j rer nächste» Montagsnummer Deigelegt '' werden.- Diejenigen nnserer geehrten Abonnenten^ die stoch vor Beginn der Feiertage irnBesitzder '.Tabelle zn'sein wünschest, um solche in der syna? igogs zttm Aushang zu! bringe»- wüllerf nnS ditzS'.^ - gest. -sofort-«ach Empfang dieser NüMmer per Kartö" mittheilen, damit wir ihnen, bereits Sonutag eine' Tabelle zusende» könne«. . 1

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