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Der Israelit · 1902-04-17 · Heft 31 (17.4.1902) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 31 (17.4.1902)
Date
1902-04-17
Page
– (sequence 9)
Language
German
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48. Jahrgang. 43. Jahrgang. Die vier Söhne der Lagada. Betrachtung von Rabbiner Dr. M. K. in E. ' ' II. - Wie ganz anders der vrn p der „weise Sohn." Er geht liebevoll auf das Gesetz seines Gottes ein. Er' hat sich schon so weit vertieft, daß er -unterscheidet zwischen den nnv, Zeugnissen, die auf die Einheit. Gottes und Seine Herrschaft über die Welt Hinweisen, oder an Seine Führung, die Er Israel hat angedeihen lassen; zwischen den v'pin den Satzungen, durch deren Befolgung wir unseren Gehorsam erweisen, zwischen O'LLNv, das Berhältniß des Menschen zum Menschen regelnden Gesetzes. Und gewiß kennt auch der Chochom jene Ansichten und Lehrmeinungen, die jener Andere so' gerne zum Besten gibt und mit welchen er sich brüstet. Aber er hat weiter geforscht und hat den gleißenden Firniß erkannt und den bestehenden Glanz durchschaut, und ist zum Grunde durchgedrungen, der hohl und nichtssagend ist. Ihm ist klar geworden, daß menschliches Wissen dem Jrrthum unterworfen ist; er ist zur Bescheidenheit und Selbstbeschränkung gelangt und darum ist er lernbegierig und zugänglich. Darum fragt er.ean# *n n« wrr apntti nnpn na „Was bedeuten die Zeugnisse, die Satzungen, die Rechte, die Gott Euch, geboten?" Wie ganz anders lautet diese Frage!, welche Verschiedenheit des Tones! Deßhalb kannst Du eingehen auf seine Frage und sollst es auch. Ihm darfst Du antworten und Du kannst ihm erzählen die Fülle der Wohlthaten. inelche Gott uns erwiesen hat; ihm kannst Du den Grund mittheilen, weßhalb Dein Gott Dir solches geboten, ihm schildern den Lohn, der seiner und Deiner wartet für die Ausübung.alles dessen, was geschrieben steht. .Er wird Verständniß haben für die Seligkeit, die Dich bei der Ausführung der Gebote erfüllt und er wird mit Dir fühlen. „Und zur Tugend gereicht es uns. wenn wir genau halten dieses ganze Gesetz vor dem Ewigen, Unserem Gott, wie Er uns geboten HE (5. B. M., 6, 25.) Und wer wird wohl Sieger bleiben im Kampfe?, wem wird-die Zeit und die Geschichte Recht geben? - Ist das ein Zweifel? O nein. Sehet, was aus jenen geworden ist, die der Thora den Rücken gekehrt haben. 'Die apin haben' sie zuerst abgeworfen, hietauf die' w- Nachfolgen lassen' und von 'selbst sind ^'erschlafftdie -a'fcBpa die Wohlthätigkeit, der Eifer - in'Liebes-' tbaten, -die' den 'Ruhm'Israels' gebildet haben.'- Nur' Eines ist' geblieben' als' Nest' der-' jüdischen Gesinnung/' der aüs einstiger Liebe ümgegohrene Haß'/ der'bie Feind- - schaft gegen alles Altjüdische zur Folge hat. Dein oan, p, kannst Du es begreiflich machen, dah jene Gesetze, die Du hältst, keine Fesseln, die.D.ich einengen sind, keine Lasten, die Dich Niederdrücken, -sondern daß sie vielmehr Dich erheben und leichter ertragen, lassen die Mühen und. Beschwerden des Lebens. Am . Abende, wenn Dü Dich der Ruhe begibst und überdenkst, was Du während des Tages vollbracht hast, dann bist Du froh, daß Du Gottes Gebote gehalten hast, daß Du Dir nicht nur vergängliches Gut, sondern auch ewiges Heil erworben hast. Und nun gar welche Fülle des Trostes, welche Erhebung, welche Belehrung schöpfest Du aus der Lehre Deines Gottes, wenn Du treu . Dich mit ihr beschäftigst. „Wenn Dü gingest, führte sie.Dich, wenn Du liegst, hält sie Wache. über Dich und wächst Du,-so. entzückt sie Dich." (Sprüche 6, 22.) L III. Was ist nun zu thun; daß unsere Söhne' und Toch-/ ter von denen, die einen dem ön, der noch fromm und gottesfürchtig und vom besten Willen beseelt. ist, dem aber tiefere Erkenntniß und umfangreiches Wissen abgehen, und die anderen gleichsam b'UNd xm irE solche sind, die sich noch gar nicht entschieden haben. was soll mit diesen.geschehen, daß sie nicht in die Aah-' Nen des sondern vielmehr in diejenigen des über lenken? Darauf antwortet, die Hagäda:'; 'b :whr yaaa iautz rmn ch'2 ''swb '-N'Än' ,'iarrE^' a'irraa mrrLa mit ihm fan ge Du heißt: „und du sollst änred'en deinen Sohn ünhspreche^!, um' dieser Dinge hier hat Gott es mir gethan. als'ich aus Aegypten zog." Dü'selbst mußt die Unterweisung und Erziehung eroffnens'Dü,'der Achter,'.M/hieMüt-' ter, denn welcher andere hätte so/-große'Macht stber Eure Kinder, als Ihr, die Ihr sie gezeugt Und gehörest habt, die Ihr siepfleget.'.und mjt allem Bedürfnisse^ versorget.' Ihr könnt geben und versagen;'''.Eurer'' Hand ist das Kind mit seinem Wohl/und Wehe über-' geben und kein anderer, besitzt' in d'em'^ÄMfünge "dsa' Mittel der Erziehung/.wie IhrEltern.Zü'EÜch schaük es auf, bei Euch sücht es 'Schutz.' .Euch ist es' zügethan .dadurch/daß Zchr steästGött deüken'ahd'Mtstem 'Willen, sich -'-'anpllffE^'kchWl^/'CdÄor^tet mW'MvielMn'Aöi? "'Schüle/'ihr Eiüflüß-istzwär aröß/'kommt aber^bcr Mtem nicht dem des Elternhauses gleich.' ” ";

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