Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 27 (3.4.1902)
- Date
- 1902-04-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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fie den ersten Baustein klirr mv b* Vipnrrwn ta xuo "wa und lud zu diesem Werhefeste Alle, in deren Herzen jüdischer Sinn noch lebt, ein, daß sie Zeugen seien und Förderer werden des Zieles, das von uns" wird angestrebt, des Zieles, die Wahrheit rein und unverfälscht in klaren Zügen einzuwirken in's Panier des Judenthums.- Der Wahlspruch: brr npw -ran vmt rosn >6 nsroncin beständig Feuer soll entzündet werden auf dem Altar, es erlösche nie — möge stets Allen vor Augen schweben und in die That übertragen werden. - Diesen Ausspruch der Sidra machte der Herr Rabbiner zum Gegenstände einer herrlichen Erklärung, die von schönen Midraschstellen durchsetzt, in jeder der andächtigen Zuhörer in ihrer bilderreichen Sprache zündete. Es würde zu weit führen, die Gedanken hier ausführlich wiederzugeben, es sei nur noch kurz er- . wähnt, daß der. Redner darauf hinwies, daß aller Fortschritt der Kultur nur Israel zu danken sei, jeder Triumph, den hellenische Bildung gefeiert, jedes Saatkorn, das Griechenland gestreut, es konnte dort nur sich entfalten, wo der Boden schon genetzt war von einigen' Tropfen, vom lebendigen Quell der Thora, nur dort ging die Saat als tausendfältige Frucht herrlich auf. wo ein Strahl sich heimlich hineingestohlen von der Sonne des jüdischen Gesetzes. Nur in der Einigkeitslehre von Israels Gott wurzelt alle Entwickelung. Ruhm und Stolz sei es, Mitglied dieses Volkes zu sein, Ehre und Glück sei es, Mitträger dieses göttlichen Gesetzes zu werden, dessen Zukunft die Huldigung der Welt bedeutet. „Das Gesetz besteht und wird bestehen. Das Judenthum lebt und wird weiterleben. Stürme sind über Volk und Thora hergebraust, Zweige wurdeo geknickt und Laub ward abgeweht, doch der Stamm ward nicht entwurzelt, fest steht er gepflanzt im Schoße der Erde. Was um ihn sich rankt wird mit ihm bestehen, was sich loslöst, verfliegt wie die Spreu im Winde. Also lehrt die jüdische Geschichtet wo nrr-> nbbpn nrn N2->2N nrr 0200b. Vor Euch ist hingegeben Segen und Fluch. Die Wahl steht frei. — Doch Gott will nicht der Kinder Tod. will ihr frisch pulsirend Leben und gibt den wohlgemeinten Rath: oto mnm ■prm nnx rmn pwb. Um Eurer Kinder willen, wählt das Leben! Das Feuer auf dem. Altar des Judeni thums erlöscht nicht) 0 wollt, daß auf den Altären Eurer Heiligthümer Eurer Gemeinden es lodere, auf daß Ihr seid ein heilig Volk von Priestern, en-ip in vsro nvbvo auf daß Euer Verdienst es sei,, wahr. gemacht.zu .rhaveä-das Gebot '«aari' «fr. rcnon-to -rantw«. Ein beständig Feuer werde aüf dem Altar entzündet, es.er-. n i i ■ i' - wir>7- SichslichtLrgMen von dM „begeipexten und!bv-r! geistjernden, durch Inhalt und Vöttrag' gleich -bedeuten-? den Rede, verließen die andächtig Versammelten die . Synagoge, überzeugt, ihr Mitwirken in den Dienst einer guten Sache gestellt zu haben. Möge der Baum, der neu gepflanzt, reiche Früchte tragen, mögen sie zum Heil der hiesigen Gemeinde ersprießlich wirken, möge das Gute sich weiter pflanzen und recht viele Gemeinden dem Verein beitreten. Vermischtes?, Iserlohn. Den Bemühungen des Herrn LoukS Leferitz ist eS gelungen beim Vorstände durchzusetzen, daß in hiesiger Gemeinde eiu orthodoxer Schocket angepellt wird Schl. Wien. Seit. ungefähr zwei Jahren besteht hier die nach englischem Muster gegründete „Jüdische Toynbee Halle", weiche bestrebt ist, den Gästen derselben wirklich Großartiges zu bieten und sich daher großer Popularität und bedeutenden Zuspruches erfreut. Ein aus Besuchern dieser „Jüdischen Toynbee Halle" bestehendes Komitee, Th; nun den Entschluß gefaßt, zu Gunsten derselben eine Purlmfei r zu veranstalten, welche auch am 22 März d. I. stattfand — und sich zu einem wahrhaft schönen, echt jüdischen Familienfest gestattete Die Prachtlocalitäten des „Hotel Central-, in denen daS Fest abgehalten wurde, erwiesen sich beinahe als zu enge, um die zahlreich erschienenen Besucher alle zu fassen. — Eingeleitet wurde die Feier mit einer vom Architekten Herrn OScar Marmorek gehaltenen Festrede, die gerade zu zündend wirkte. Auch die verschiedenen GesangSvorlräge Clavierproduktionen' und ein Violineonzert fanden großen Beifall. Den Glanzpunkt deS Abends bildete die Aufführung deS Purimspieles „HamanS Sturz" welches mit nicht enden wollendem Beifalle ausgenommen und von allen Mitwirkenden mit schauspielerischer Vollendung zur Darstellung gebracht wurde. Das rührige Comlte kann mit dem erzielte» Erfolge durchaus zufrieden sein und auch der Toynbee Halle fällt ein ziemlich bedeutender Betrag zu. London. Der Vorstand der United Synagogues haben die Herren Revs. M Hyamson und A. Feldmann, beide auS Rußland gebürtig», zu der Gemeinde ernannt. Der vorige Woche in Südafrika verstorbene berühmte Ceeil Rhodcs hatte im April v I. der iSr. Gemeinde zu Kimberley 10,000 M. zum Bau einer Svnagage gespendet. Jerusalem. (22. Rechenschaftsbericht des Hospitals „Misg ab - L ad ach ). 10.243 Kranke empfinge» unentgeltliche Consultation. 173 Personen, fanden im Epttale koslenir.ie Aufnahme und 40,7b8 Rezepte wurden verschrieben. Die Einnahme betrugen 236,989 Pieste-.,tzieAusgaben 312,817 Piaster. Es exi irt somit eiu Desieit von 72,828 Piaster. Briesrafte« der Kedaetto«. . M. in R.: Ob Mausetodt, wie Sie vermuthen, einen Zusammenhang mit dem Hebräische» hat» wisse» wir nicht, doch spricht die Wahrscheinlichkeit s hr dafür. Griestaßerr der Expedition. M. F-: Kr. 2 — empfangen. Wir könne» Ihnen den Roman nicht nachliefern, da viele dieser Nummer» vergriffe». > B. Z., BreSlau : Die Fortsetzungen der tzagadah werden nach und »ach dem. „JSraelit,*- beigelegt.' , * ‘' Abr. K., Wien: Kr) 8— empfangen:' ' 7'?