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Der Israelit · 1902-04-03 · Heft 27 (3.4.1902) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 27 (3.4.1902)
Date
1902-04-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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düng des Heiligthums mm bx xipn Auch der theure Hingeschiedene sei ein treuer Diener Gottes gewesen, sein ganzes Leben war ein ra>n tprpp sein Lernen, all sein Thun v-DV t&b und darum hat ihn auch Gott schon frühzeitig zu sich gerufen, daß er einziehe in sein Allerheiligstes. nrovn na rtürb. Zum Schluffe nahm noch Herr Hauptlehrer Esch - _ Wege in Höchberg als naher Verwandter das Wort. Tief ergriffen, umsomehr, als ihn vor kaum Jahresfrist das gleiche Schicksal betroffen, hob er die Tugenden und die Bedeutung dieses jugendlichen Geistes- und Tugendhelden hervor und verglich ihn mit 12 p •Max „eine Lichtquelle und Sohn großer Lichter," der zu kämpfen und zu siegen verstand, der mit jugendlicher Kraft die Fahne der nnexi nun hochhielt, für sie litt und stritt, bis der unerbittliche Tod sie seiner Hand entgleiten ließ, und er wie ein usk das Werk, das er erstrebt, verlassen mußte, unvollendet nach seiner Meinung, vollendet aber nach dem -nfyo x» £ übvv naxiwn bvz, vollendet in seinem erhabenen Beispiele und verklärend' für ein reineres, schöneres Leben! Von weiteren Reden mußte wegen des rot? 21p Umgang genommen werden, und so übergab man den irdischen Theil an die Erde zurück tnsa wwäS während der Geist zur ewigen Heimath zuriickkehrte mini nzw it?x '« bx am Für ihn war der große Sabbat bereits angebrochen rot? ibat? an, der Abend war dahin, der ewige Morgen erschien "yn vw 2*1? w durch den n-nn /na b& 't?t?n ar vollendet war für ihn Himmel und Erde, himmlische und irdische Aufgabe. a'vt?n itzvi! So schloß eine Feier, würdig dem, welchem sie galt, ein Zeugniß seiner Frömmigkeit und Seelenreinheit nvr W anx ax tm mx bv neana. Mögen die tiefbetrübten Eltern auch hierin Trost finden und sich aufrichten an dem Gedanken, daß ihre Erziehung die herrlichsten Früchte gezeitigt und sie den geliebten Sohn als ein nawn rfris anheimgegeben. roroVpnx ist! F euiUM 1 «. Nach vierhundert Jahren. Von Friedrich Rott. Sie fühlte,, daß sie auch dem Uebersetzer danken lassen müsse, aber, sie brachte den Dank nicht über ihre Lippen^? - Sobald das Kind sich, entfernt hatte, griff sie nach dem Irisch . geschriebenen Bogen, den ihr - dasselbe 'gebracht.hatte.-' Zuerst las sie nicht, sie betrachtete nur die Schrift, die schöne, gleichmäßige Schrift, die, wenn auch' nicht ganz so fest, wie sonst, doch noch immer charakteristisch war. Und wie viel hatte er da geschrieben», der.? 77 vielbeschäftigte Mann — und für sie hatte er geschrie-?- ben! Wie das Herz ihr pochte. — Ach, sie lieble ihn ja -. so sehr — mit der ganzen Gluth ihres feurigen Herzen-. 7 Ob er wohl eine Ahnung davon hatte, daß sie ihn liebte? 7 - Aber sie will doch lesen, was da geschrieben, für sie ge-.?''-/ schrieben hatte. * . .v Und sie begann zu lesen, die ersten Zeilen, ohne Le-7 7 sonderes Interesse. Doch je weiter sie laß, desto mehr?// steigerte sich ihr Interesse und bald las sie mit brennen- .7," den Augen und angehaltenem Athem. Ihre Erregüng? wuchs von Minute zu Minute, alle ihre Pulse klopften wild, und als sie geendet,.da war sie vollständig über-! wältigt. Zuerst preßte sie beide Hände fest gegen den. wogenden Busen, dann aber, wie sie es von Jugend auf - beim Gebet gewohnt war, sank sie nieder indie Knie,.' . , hob die gefalteten Hände empor und sprach halblaut:-^ ' „Gott, mein Gott! Gott des israelitischen Volkes, dein'% -? auch ich entsprossen bin, ich will folgen der Aufforde- '; rung meines Ahnen, ich will zurückkehren zu Dir und 7 7. will frei und offen Deinen Eiligen Namenbekennen.- Und ich will Dich lieben mit meinem ganzen Herzens ,7? mit meiner ganzen Seele und mit meiner ganzen.. .- Fassungskraft, wie der schöne Knabe mich gelehrt hckt,'../ daß man Dich lieben muß. Und ich will alle Deine. .. Vorschriften und Deine Gebote halten, alle, alle — und;; will sie alle kennen lernen. .^. In ihrer hochgradigen Erregung hatte Jsabclla?' ein wiederholtes, leichtes Klopfen an der Thllre über-?? hört, hatte auch nicht wahrgenommen, daß die' Thüre sich, in ihren Angeln gedreht und daß die alteDameaus'- der zweiten Etage eingetreten war. . ■';/ . r Jetzt hüstelte diese, um die Aufmerksamkeit der? / ' Betenden auf sich zu lenken. Jsabella sprang auf und - warf sich schluchzend in die Arme ihrer mütterlichen? Freundin. Mild lächelnd streichelte diese ihr die? thränenüberfluthrten Wangen. 7 Y‘; ' „Mein liebes, liebes Kind! Gott segne- Ihre... „ heiligen Vorsätze!" .; i * „Wie Sie wissen?" '; "*• '. } „Ich habe Ihre Worte vernommen. Mein Sohn..? hat mir gestern Abend das betreffende Schriftstück. / 7! vorgelesen, ich hatte vorausgesehen, daß - die Lektüre . / desselben Sie aufregen werde, deßhalb bin ich he'rün- ..? tergekommen und eingetreten, obgleich Sie, pein M^ 7 7 klopfen nicht beantwortet haben." - •- •* /;»V 7- „Verzeihen Sie!" ’} „Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen. ^Sik?^'" sehen, ich habe trotzdem angenommen,-, daß titäüiMtedieJ genwart Ihnen im Augenblick willkommensein dürfte.^» Jsabella drückte ihre beides Händei 'j.DaNk 'Jhnen^^ 'von 'ganzew Hedzeii danke ich' Sie werden mir helfen. Sie werden-NnrAlles-sagem/^ 'was ich thün Mß^nd wä§ ich"mcht'thun darf und. ^5 „Gern, Kind, gern. Aber vor allem möchte ich

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