Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 22 (17.3.1902)
- Date
- 1902-03-17
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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IE l -43. Achrgaug.." . ->. -'. -./ _■',. V.*.>.. - :; .-'.. *’'-. '. ‘'. '.* -' * -' " - /.' M'. " Silage zu J& 22 des „ 1 i!! t .1! Ml l Zettrmgsrrachrkchte« «rs Gsrrefponvenzen. DeutschlLLd. Frankfurt a. WU Dem siebenunddreißigsten Rechenschaftsbericht des Vereins „Achawa, Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Wittwen und -Waisen in Deutschland/ für das Jahr 1901, entnehmen wir: Wiederum ist eine erhebliche Steigerung der Ausgaben zu verzeichnen, da die an den Verein gestellten Ansprüche sich im verflossenen Jahre bedeutend erhöht haben. Zu unserer großen Genugthuung sind wir jedoch in der glücklichen Lage gewesen, allen gerechten .Anforderungen zu genügen und ganz besonders die vor zwei Jahren für die Größe der Pensionen festgesetzte Quote von ML. 150 auf ihrer Höhe zu erhalten. Freilich war dies nur dadurch möglich, daß uns beträchtliche Schenkungen zu Theil geworden und daß uns wiederum erhebliche Gaben aus den beiden Städten Frankfurt a. M. und München zugeflossen sind. Mit ganz besonderem Danke fühlen wir uns gedrungen, an dieser Stelle die hochherzigen Spenden hervorzuheben, die unserem Vereine von den Hinterbliebenen des sel. Herrn Freiherrn Wilhelm Carl von Rothschild im Betrage von 10,000 ML., ferner aus dem Legate des sel. Herrn Freiherrn Adolph Carl von Rothschild im Betrage von Mk. 800, sowie von Herrn Gustav Plaut in Hamburg gemäß Testament seines sel. Bruders Herrn Jakob Plaut in Nizza im Betrage hon Mk. 6000. überwiesen wurden. Me hoch im verflossenen Jahre die von der „Achawa" geleisteten Unterstützungen gestiegen sind, ergibt sich schon daraus, daß die Zahl der Pensionäre sich von 96 auf 102 gehoben hat. Unter diesen befinden sich 33 durch Altersschwäche oder Gebrechen dienstunfähig gewordene Lehrer, theils mit und theils ohne Familie. 11 Mttwen mit'17 unmündigen Kindern, sowie 58 alleinstehende Mttwen. Außerdem wurden in besonders dringenden Fällen an 24 Parteien unserer aktiven Mitglieder auch außerordentliche Unterstützungen aus dem Reservefonds bewilligt, so daß sich die Verwaltung der Achawa mit vollem Recht und mit befriedigendem Bewußtsein sagen darf, daß es ihr auch im verflossenen Jahre gelungen ist,. viele bekümmerte Herzen getröstet und das harte Loos trauernder Wittwen und Waisen gelindert zu haben. Die Summe der diesmaligen Pensionen beträgt Mk. 18,460, in 123 Theilen, gegen Mk. 17,475, in 116 V:> Theilen im vorigen Jahre; mit Hinzufügung der aus dem Reservefond bewilligten außergewöhnlichen Unterstützungen im Betrage von Mk. 1400, ergibt sich für das Jahr 1901 eine Gesammt-Ausgabe von Mk. 19,890, die größte seit Bestehen des Vereins. Zu unserer Freude können wir den Mitgliedern . M die Mitteilung machen, daß ein langjähriger Freund der „Achawa/ der ungenannt bleiben will, unserm . Herrn Vorsitzenden die Summe Ml. 2600 mit dem Wunsche übergeben hat, daß aus deren Zinsen und - etwa für den gleichen Zweck eingehenden Geschenken, Unterstützungen in solch außergewöhnlich dringenden Fällen gewährt werden sollen, die statutengemäß auden Mitteln des Reservefonds nicht bewilligt werden .. können/aber doch den wohlwollenden Intentionen der^ „Achawa" entsprechen. Laut Verwaltungsbeschluß wird diese Stiftung den Namen „Spezial-Reservefond" führen. - 1;• -. Bereits im^ Herbst konnten wir der betagten und ' gebrechlichen Tochter eines verstorbenen, hoch ange- . sehenen Lehrers und Mitgliedes unserer „Achawa",/ . die ihren Vater bis in sein hohes Alter hinein mit seltener Hingabe gepflegt hat, aus den Mitteln des Spe- - zial-Reservefonds ihre traurige Lage etwas erleichtern. ' y Die Zahl der aktiven Mitglieder betrug Ende 1901 373. Die Zahl der Ehrenmitglieder hat sich auf der Höhe von etwa 1100 erhalten. Düsseldorf, 10. März. Am 22. v. M. beging unsere Gemeinde ein ebenso schönes wie seltenes. Fest, das 26jährige Amtsjubiläum unseres allverehrten'und bewährten ersten Vorstehers, des Herrn Josef L e v i - s o n. Seit seinem Amtsantritte hat sich die Gemeinde außerordentlich vergrößert, und in demselben Maße, wie sie an Kopfzahl gewachsen ist, sind ihre Aufgaben größere und schwerere geworden — und nicht zuletzt ist es der rastlosen und unermüdlichen Thätigkeit des Jubilars zu danken, wenn die Gemeinde ihre Aufgaben in vollstem Maße erfüllt hat. Unter seiner Aegide ist Manches in's Leben gerufen wordendas der hiesigen- - Gemeinde stets zur Zierde gereichen wird, und es fehlt wohl keine Schöpfung auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit, bei welcher er nicht mitbetheiligt ist. . Die Feier wurde eingeleitet durch einen Festgottes- - dienst in der Synagoge, in welcher der Platz des Gefeierten in würdiger und schöner Weise mit lebenden Blumen geschmückt war. In formvollendeter und zu Herzen gehender Predigt, die. über die Aufgaben der Gemeinde, in Anlehnung an den Satz von Rabbi Si- - mon hazadik: Sprüche der Väter 1, 2, handelte, wies . Herr Rabbiner Dr. David auf die Bedeutung des Tages hin und bewies, wie sehr die Gemeinde ihrem .. ersten Vorsteher zum Dank für seine Thätigkeit verpflichtet sei. Nach dem Festgottesdienst empfing der Jubilar, umgeben von seinen Angehörigen, zunächst, eine Deputation des Vorstandes und der Herren Re* - . Präsentanten. Namens des Vorstandes sprach Dr. med..? S. Mayer. In längerer, warmer Ansprache dankte er! dem Gefeierten für die treuen Dienste und die uner- I müdliche Thätigkeit, die ihn allen seinen Kollegen vor- / ’